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Montag, 13. März 2017

7 Jahre

ist mein kleines Mädchen, unser Nesthäkchen, schon geworden! Seit dem Sommer ist sie ein Schulkind, seit einigen Wochen fehlen ihr die oberen Milchzähne und sie kann lesen. Ja, es ist nicht mehr zu leugnen - meine Kleine wird groß!

Seit ihrem dritten Geburtstag nähe ich ihr alljährlich ein Geburtstagskleid, das nach Ablauf des Jahres in der Erinnerungskiste verschwindet. Ich finde, das ist später, wenn die Kleine so groß ist, dass ein Geburtstagskleid mit dem aktuellen Alter drauf eher peinlich ist, eine wunderschöne Erinnerung, die vermutlich mit vielen "Weißt du noch?"s verbunden sein wird. (Ich bedauere immer wieder, dass ich, als meine beiden großen Töchter noch klein waren, noch nicht nähen konnte. Zwar hat meine nun 16jährige Tochter von mir zum Geburtstag einen Rock genäht bekommen, auf die applizierte "16" konnte ich aber noch gerade rechtzeitig verzichten)

In diesem Jahr habe ich das Schnittmuster Winterhude von Pech und Schwefel genäht. Das Alter findet sich nur anhand einer einzelnen "7" auf dem Kleid wieder. Sowohl Stoff als auch Schnitt sind auffallend genug, so dass ich das Kleid nicht mit vielen Stickereien überlasten wollte. Ich habe die Größe 122 genäht, fand es dann allerdings viel zu kurz. Aus diesem Grund habe ich unten eine Borte angenäht, was mir jetzt sogar recht gut gefällt.
Statt vieler Worte gibt es eine erste Bilderflut.



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Der Geburtstag selbst war sehr schön. Meine Tochter feiert gerne Mottopartys und hatte sich in diesem Jahr als Motto Murmeltiere überlegt. Nach erstem entsetzten Aufstöhnen ging ich die Sache an:



1.: Der Geburtstagskuchen
Hier habe ich einen so genannten Patchkuchen gebacken, so dass man nach dem Anschneiden im Innern des Kuchens eine Möhre entdecken sollte. Dazu musste ich zunächst aus einem eingefärbten Kuchen viele Möhren ausstechen und diese in einem 2 Kuchen einbacken



Danach wurde er noch mit Marzipanmöhren und "Möhrengrün" (Ostergras um Schaschlikspieße geklebt) verziert. Zusätzlich gab es noch Schokoladeneis (Murmeltierbraun) und Stracciatella mit unterschiedlichen Dopings.

2.: Die Deko

Damit die Gäste gleich wussten, was sie erwartet, wurden sie bereits im Treppenhaus durch Hinweisschilder darauf aufmerksam gemacht, wo sie hingehen müssen, um zur Murmeltierparty zu gelangen.






Für die Tischdecke habe ich auf der grasgrünen Tischdecke eine kleine "Murmeltierwelt" aufgebaut.






Aus lufttrockener Modelliermasse habe ich viele Murmeltiere und Möhren (die eigentlich mal Schultüten waren) ausgeschnitten und an einem Ast über dem Esstisch aufgehängt.



 Für jedes Kind gab es einen beschrifteten "Murmeltierbecher" und eine 

 Flasche mit Kakao.



3.: Der Schatz

Die Kinder mussten den Spuren des gefährlichen Steinadlers folgen, der den Murmeltieren den Schatz geklaut hat. Zum Glück haben sie es geschafft und als Belohnung gab es nach dem Öffnen des Schatzes für jeden eine Tüte mit unterschiedlichen Mitgebseln, wie Luftblasen mit Murmeltieretiketten, Murmeltierbuttons, Murmeltier-Schlüsselanhänger aus Schrumpffolie und andere, "nicht-murmeltierige" Kleinigkeiten.




4.: Die Spiele

Durch Zufall bin ich auf das Spiel "Steck dem Esel den Schwanz an" gestoßen. Dort müssen Kinder mit verbundenen Augen einem aufgemalten Esel den Schwanz an die richtige Stelle kleben, was natürlich für viel Gelächter sorgen kann, wenn der Schwanz beispielsweise an den Hufen landet.

Wir haben dieses Spiel auch gespielt in der Variation "Gib dem Murmeltier die Möhre". 
Zunächst waren die Kinder begeistert von dem wirklich sehr großen Murmeltierbild und auch das Spiel hat ihnen großen Spaß gemacht.


 Dann mussten die Kinder mit Möhrenbällen (Bälle aus mit Füllwatte gefüllten Luftballons in Orange und Grün) Dosen abwerfen, die mit Bildern vom großen und gefährlichen Steinadler beklebt waren. Auch das hat den Kindern sehr viel Spaß gemacht.
Das aber wohl unangefochtene Highlight war das von mir recht spontan ausgedachte Steinadlerspiel. Ich habe die Höhle unter dem Hochbett meiner Tochter mit einer blauen Fleecedecke zugehängt, auf die ich sehr behelfsmäßig vier Murmeltiere geklebt habe und diese Höhle nun kurzerhand zum Murmeltierbau erklärt. In den Schatztüten hat jedes Kind eine Trillerpfeife gefunden, und diese kam nun zum Einsatz (was ich später noch ein wenig bereut habe). Die Kinder durften im Kinderzimmer tanzen, hüpfen und spielen und erst wenn sie von mir aus der Küche einen Steinadlerruf hörten, durften sie wie die Murmeltiere pfeifen, was das Zeug (oder das Trommelfell) hält und blitzschnell in der Höhle verschwinden, bevor der Steinadler sie fangen kann und sie seinen Adlerhorst putzen und für ihn kochen müssen. (Diese Variante fand ich ein wenig netter als die Realität, in der der Adler die Murmeltiere frisst) Ich muss sagen, dass ich vier Anläufe und eine fiese List brauchte, bis ich ein kleines Murmeltier fangen konnte. Dieses musste mir dann bei den anderen Murmeltieren helfen.

Abends haben wir noch mit den Eltern der Gastkinder zusammen gesessen, getrunken und noch viel Spaß gehabt. Um 0.00 Uhr bin ich erschöpft und hochzufrieden ins Bett gefallen.

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