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Sonntag, 23. April 2017

Ich mach' mir die Welt

... oder zumindest das Wochenende, wie es mir gefällt! Ein Hoch auf Pippi Langstrumpf, die weiß, was gut ist!!!

Ein sehr, sehr schönes Wochenende liegt fast hinter mir. Eines, an dem ich von gestern morgen an wirklich nur gemacht habe, was mir gefällt (wenn man von einem gewissen "Grundaufräumen" und einkaufen absieht). Und nachdem ich zum ersten Mal seit unendlich langer Zeit durchgeschlafen habe, frage ich mich, ob das daran liegt, dass ich sowohl gestern als auch heute nur meinen eigenen Bedürfnissen gefolgt bin.

Meine jüngste Tochter ist seit gestern morgen bis heute bei ihrer Freundin, und obwohl sie das liebste und artigste Kind ist, das man sich wünschen kann, richte ich mich bei der Gestaltung des Wochenendes natürlich auch in hohem Maße nach ihren Bedürfnissen. 
Die Bedürfnisse meiner 16jährigen Tochter sind sehr leicht zu erfüllen: Sie möchte in Ruhe in ihrem Zimmer sitzen und ab und zu mit mir plaudern. Das passt sehr gut zu meinen Bedürfnissen: Ich möchte in Ruhe lesen, nähen etc. und ab und zu mit ihr plaudern. Da gibt es kein Streit, keine Forderungen - Himmlisch!!! Ich glaube, ich sollte häufiger mal etwas machen... nur bietet es sich eben nicht allzu oft an.

Auch die angebrannten Brötchen konnten meine Laune heute morgen nicht schmälern - so ist das eben, wenn man während des Aufbackens mit anderen Dingen beschäftigt ist...





 ... wie hier mit dem Zuschneiden der schon lange geplanten Cambag von Tessa.



Bevor ich mich jedoch hinsetze, und die längst geplanten Schnitte nähe, muss ich zuvor einen Blazer zurückschicken, den ich zwar eigentlich zu dem gestern genähten Kleid bestellt habe, der mich jedoch aussehen lässt wie ein kleines rosa Schweinchen. Gut, war vielleicht zu erwarten, wenn man einen rosa Blazer zu einem rosa Kleid bestellt. Keine Ahnung, auf welchen Irrwegen mein Denkvermögen sich in dem Moment befand.




Das gestern genähte Kleid musste heute fertiggestellt, d.h. gesäumt werden. Ich hoffe, dass es am Ende mir dann auch so gut passt wie der Schneiderpuppe. Gestern sah es so aus, als würde sich die Unterwäsche sehr abzeichnen, mal sehen, was ich daran tun kann. Okay, bügeln müsste ich es wohl auch noch.




Die Familienfeier, zu der wir in Kürze fahren, nehme ich zum willkommenen Anlass, mir dann die oben erwähnte Tasche zu nähen. Das Nähen von Taschen gehört nicht zu meinen liebsten Projekten. Das mag daran liegen, dass absolute Gewissenhaftigkeit beim Zuschneiden, Einhalten der Nahtzugabe und das Übertragen der Passzeichen erforderlich sind. Und all' das sind nicht unbedingt meine Stärken. Außerdem hatte ich verdrängt, dass der von mir gewählte Stoff ganz laut nach einer Verstärkung durch Vlieseline schreit. Zumindest, wenn man eine Tasche nähen möchte. Da ich das jedoch erst nach den ersten drei Schritten gemerkt habe, hat sich der Stoff ausgerechnet am oberen Reißverschluss und - ausgerechnet - am Vorderteil verzogen. Die aufgenähte Blume ist also reine Camouflage und wurde ursprünglich nicht angestrebt, denn eigentlich wollte ich eine Tasche mit ganz klaren Linien ohne Schnörkel in der Hand halten. 




Nach zwei nahezu exzessiven Nähtagen sieht mein Zimmer so aus. Leider auch noch Stunden später, da ich mich bislang noch nicht aufraffen konnte, aufzuräumen. Das mag mit meinem heutigen Beschluss zusammenhängen, nur die Dinge zu tun, die ICH tun möchte. 



Wider Erwarten kommt meine Jüngste noch nicht so bald nach Hause. Beide Kinder scheinen die Zeit miteinander zu genießen und da die Mutter ihrer Freundin einfach toll ist, behält sie meine Tochter noch bei sich. Damit hatte meine Kleine auch ein wunderbares Wochenende: Gestern wurde das Geburtstagsgeschenk, das sie von ihrer Freundin erhalten hatte, eingelöst, und sie fuhren zum Filmpark Babelsberg, wo sie den ganzen Tag verbrachten, dann noch eine Übernachtung und heute Spielen bis zum Umfallen. Sicherlich ein Traum für jedes siebenjähriges Kind.


Da ich somit unverhoffte Ruhe habe, gehe ich in die Badewanne. Gibt es etwas dekadenteres, als mit einem Glas Sekt und einem guten Buch  an einem verregneten, stürmischen Nachmittag in der Badewanne abzutauchen? Und wenn dann der Badezusatz mit einen so netten  Namen hat und zum Ostergeschenk des Ex-Mannes gehörte - was braucht es noch mehr, um ein wunderbares Wochenende zu einem angemessenen Abschluss zu bringen?


Ich hoffe, alle anderen haben ebenfalls ein schönes Wochenende. Ich freue mich schon darauf, heute Abend darüber bei Grinsestern zu lesen, die wie jeden Sonntag sieben Sachen sammelt, für die wir unsere Hände gebraucht haben.

Freitag, 7. April 2017

Ein Besuch im Zoo



Zwar waren wir nicht im Kölner Zoo, sondern im Berliner Tierpark, doch schön war es allemal!!!


Der Tierpark Berlin gehört ohnehin zu meinen ganz großen Lieblingsorten in Berlin, von denen ich zugegebenermaßen nicht so viele habe, genauso wie der Stoffmarkt am Neuköllner Maybachufer, von dem ich hier schon einmal geschrieben habe. Und so passte es zusammen, dass am vergangenen Samstag meine jüngste Tochter auf die Frage, was sie denn bei diesem wunderschönen Wetter machen wolle, spontan antwortete: "Stoffmarkt oder Tierpark". Und weil das Wetter an diesem Tag so besonders schön war, haben wir beides gemacht. Umso größer war die Freude, dass auch meine mittlere Tochter mit uns in den Tierpark ging.



Fast unmittelbar vor dem Stoffmarkt ist ein tollerSpielplatz, den wir einmal zufällig gesehen haben. Wenn meine Tochter nicht ohnehin schon ein begeisterte Stoffmarktbesucherin wäre, könnte ich sie sicherlich mit dem Versprechen, diesen Spielplatz zu besuchen, dorthin locken. 









Am Nachmittag ging es dann Nonstop in den Tierpark. Wie ich ja schon schrieb, lieben wir alle den Tierpark sehr, zumal das Wohl der Tiere seit der neuen Leitung immer mehr in den Vordergrund gerückt wird.






Recht bald sahen wir dieses süße Eselbaby, das an diesem Tag erst zwei Tage alt war. Es war so rührend, wie es auf seinen langen Beinen noch ein wenig holprig die Gegend erkundete und trotz einiger Unsicherheit schon der Lebensfreude durch mutige Sprünge Ausdruck verlieh.


Dieses Eselbaby brachte uns noch zusätzliches Glück: Von einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin des Tierparks, die ebenfalls das Eselbaby verzückt beobachtete, erfuhren wir von der "kommentierten Elefantenfütterung". Wenn jemand von Ihnen einmal um 15.00 Uhr im Tierpark ist, dann gehen Sie unbedingt dorthin. Ich fand es sehr spektakulär, die Tiere aus dieser Nähe betrachten zu können, denn normalerweise scheinen die Elefanten nicht so tief in das Wasserbecken in Richtung Zuschauer zu gehen. Darüber hinaus bekamen wir sehr interessante und auch lustige Informationen. Wer hätte z.B. gedacht, dass neugeborene Elefanten erst einmal lernen müssen, mit dem Rüssel umzugehen und sich durchaus häufiger einmal selbst bei den ersten Gehversuchen auf den Rüssel treten?










Sehr liebevoll fand ich diese Ausstellung: Hinter einer Glasscheibe waren unterschiedliche Vogeleier ausgestellt und beschriftet - und was konnte der aufmerksame Beobachter erkennen? Neben Pinguin, Strauß und Möwe konnte man das Gelege des Osterhasen entdecken. Was mich dabei besonders anrührte, war die Mühe, die sich die Mitarbeiter des Tierparks gemacht haben, obwohl doch sicherlich sehr, sehr viele Besucher an diesem Ausstellungsstück vorbeigehen, ohne zu bemerken, dass der Osterhase auch im Tierpark anzutreffen ist. Wenn man denn nur aufmerksam genug ist. Um mich nicht mit fremden Federn zu schmücken... das habe nicht ich, sondern meine Tochter entdeckt.







Meine Tochter trägt auf den Bildern das Kleid "Anninanni Mädchentraum". Eigentlich wird es aus Webware genäht, was ich auch bereits getan habe. Doch auch aus Jersey fällt das Kleid sehr schön und man kann sich dann sogar den Reißverschluss sparen. Ein Kleid, das ich aufgrund der benötigten Stoffmenge nicht immer nähen werde, das ich jedoch auf jeden Fall sehr gerne mag und das nicht das letzte bleiben wird.

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Montag, 3. April 2017

Lieblingsjacke

Seitdem ich weiß, wie angenehm Softshell zu vernähen ist, hatte ich schon seit längerer Zeit einmal vor, zusätzlich zu der "Reitjacke" des vergangenen Jahres eine weitere Jacke für den alltäglichen Gebrauch zu nähen. Vor längerer Zeit habe ich bereits diesen hübschen Softshell von Alles für Selbermacher in dem Wissen gekauft, dass meine Tochter Punkte sehr gerne mag. Und endlich bin ich an einem sonnigen Frühlingstag auch dazu gekommen, die Jacke zu nähen.

Es ist wie bei der anderen Jacke wieder eine Philippa von Farbenmix geworden. Durch die Seitennähte, die ich mit einer Zwillingsnadel weiß abgesteppt habe, sitzt sie sehr gut und sieht, wie ich finde, auch sehr gut aus. Apropos Zwillingsnadel: Manchmal ziehe ich die Zwillingsnadel der Covermaschine wirklich vor. Irgendwie ist meine Cover eine wahre Diva und lässt gerne einmal Stiche aus, sodass die Nähte manchmal wieder aufgehen, was sehr ärgerlich ist. Zwar sind das dann wenigstens keine Nähte, die das Kleidungsstück zusammenhalten, aber blöd aussehen tut es allemal.



Wie auch bei der Reitjacke habe ich das Prinzip der Taschen nicht so richtig verstanden. Und dennoch bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden, zumindest wenn man sich die Jacke nicht von links anguckt. Da die Reißverschlusseinsätze ein wenig knubbelig aussahen, habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und auf die jeweiligen Enden Herzen aus zum Glück farblich passendem Leder genäht. Und ich muss sagen, dass Ergebnis gefällt mir ausnehmend gut. Anders als in der Anleitung angegeben habe ich den Beleg noch einmal festgesteppt, denn mich stört wahnsinnig, dass der nicht fixierte Beleg der Reitjacke sich immer hochklappt und sehr unordentlich aussieht. Vielleicht hole ich her das Festnähen sogar noch einmal nach.

Die Innennaht der Kapuze habe ich ausnahmsweise mit einem Schrägstreifen versäubert. Ich bin überrascht, wieviel ordentlicher das gleich aussieht. Diese Mühe werde ich mir ab jetzt sicherlich häufiger machen. Und wie immer habe ich den Namen meiner Tochter und meine Handynummer eingenäht. Sollte mal das Kind verloren gehen, hat sie meine Nummer im Notfall immer bei sich. Und geht mal die Jacke ohne Kind verloren, so kann man die Besitzerin sehr schnell ausfindig machen.

Als Reißverschlussanhänger habe ich zwei Lederherzen zusammengenäht, eine Öse für das Kugelkettchen angebracht und so die Jacke, die ansonsten für unsere Verhältnisse recht schlicht ist, noch ein wenig gepumpt.



Ich liebe diesen Jackenschnitt, auch wenn ich zugeben muss, dass er mir für eine einfache Fleecejacke dann doch zu viel Fleißarbeit macht. Für eine solche Jacke, wie ich sie genäht habe, finde ich die Extras wie regulierbare Kapuze und Reißverschlussschutz einfach toll. Mein Vorhaben, Bündchen mit Daumenloch anzunähen, sind jedoch kläglich gescheitert, da ich die Beschreibung überhaupt nicht begriffen habe. Hmmmm....

Der Softshell ist im übrigen mit Fleece gefüttert und fühlt sich sowohl von außen als auch von innen sehr, sehr gut an. Ich bin sogar am Überlegen, ob ich nicht auch dringendst eine Softshelljacke bräuchte. Einfach weil der Stoff eine so schöne Haptik hat.













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Sonntag, 2. April 2017

Immer her mit dem Frühling

Es ist wieder Sonntag, und Anita von Grinsestern sammelt sieben Sachen, für die man seine Hände gebraucht hat, egal, ob für 5 Minuten oder 5 Stunden.

Mein Sonntag begann mit dem seit einer Woche allmorgendlichen Kontrollblick nach "meiner" Taube. Es ist schon komisch: Eigentlich mag ich Tauben nicht. Ich finde sie weder besonders hübsch, noch niedlich, und ihr monotones Gurren klingt in meinen Augen relativ abgestumpft. Dass sie dazu noch Krankheiten vermehren, macht es dabei natürlich nicht besser.
Und nun, wo eine Taube direkt vor unserem Küchenfenster brütet, erwische ich mich dabei, wie ich den Eichelhäher böse anstarre, wenn der sich auch nur in die Nähe des Nestes wagt. Nicht, dass ihm das etwas ausmacht, doch bin ich bereit und darauf vorbereitet, ihn jederzeit mit wildem Gefuchtelt davonzujagen. Wollen wir dann nur hoffen, dass sich nicht auch die Taube vor Schreck dann auf und davon macht. Vor ca. 4 Tagen sind zwei Küken geschlüpft. Gut, besonders hübsch sind auch die nicht (wie auch, siehe Mendel...) Da es aber nunmal die Küken meiner Taube sind, bin ich bereit, sie doch süß zu finden. Und heute konnte ich sogar dabei zusehen, wie die Taube ihre Kinder füttert, das war dann wirklich sehr rührend...


Wenn man sehr genau hinschaut, kann man die beiden Federbüschel unter dem Bauch der Mutter (oder des Vaters???) erkennen.


Nach getaner Hausarbeit lockt uns das schöne Wetter wie gestern in den Tierpark. Da wir eine Tierparkkarte haben, können wir es uns erlauben, auch einmal nur für den Spielplatz dorthin zu gehen. Dieser ist erst im letzten Sommer renoviert worden und verfügt jetzt über etwas, was die Berliner, wie ich im letzten Sommer erst lernte, "Plansche" nennen: Eine etwas tiefer gelegte Fläche mit Wasserspielen unterschiedlicher Art. Obwohl es heute nicht so warm war wie gestern, war die Plansche sehr gut besucht, unter anderem auch von meiner Tochter, die nicht lange trockene Kleider anhatte.

Während sie dort sehr, sehr ausgelassen spielte, häkelte ich weiter an meiner schon angekündigten Decke, die wegen anderer - ebenfalls noch unvollendeter - Projekte längere Zeit unbearbeitet blieb ...


Es nimmt Formen an: Nach meiner Rechnung fehlen nur noch 19 Grannys

... oder las in einem Buch, und ließ es mir insgesamt dort sehr gut gehen, obwohl ich das falsche Buch mithatte. Das war dann schon ein wenig blöd. Dennoch: es ist so himmlisch, endlich einmal wieder die Sonne genießen zu können.




Auch der tollste Spielplatz kann auf Dauer den Hunger nicht verhindern und so haben wir hart erkämpfte (bzw. erstandene, da lange Schlange am Kiosk) Pommes gegessen. Die allerdings waren jetzt nur so mittelgut.



Den Nachtisch bildete ein sehr leckeres Eis, das wir bereits gestern sozusagen zur Probe gegessen und für gut befunden haben. Ich finde zwar nicht, dass es sonderlich nach Ananas schmeckt, aber es ist einfach so hübsch anzusehen. Und das Auge ist ja mit, wie hinlänglich bekannt ist.





Nach einem schönen Tag wieder zuhause, trennt mich (fast) nur noch der Abwasch vom Feierabend, der ein wunderschönes Wochenende ausklingen lässt. Tja, vorbei scheinen die Tage, an denen ich Fotos von auszuräumenden Spülmaschinen zeigte - unsere neue (!!!) Spülmaschine ist nun seit drei Wochen kaputt, und irgendwas ist immer, dass entweder die Verkäufer keine Telefonnummer nennen können oder - nachdem das nun doch funktioniert hat - keiner von uns die Servicenummer anrufen kann. Ich arbeite also noch am Prozess.






Ich wünsche allen ein schönes Wochenende und freue mich schon darauf zu lesen, wie andere diesen schönen Sonntag verbracht haben.

Sonntag, 26. März 2017

Fröliche Osstärn

... so werden Besucher und Heimkommende bei uns seit heute bereits vor der Tür begrüßt, denn das steht auf dem Begrüßungsschild, dass meine jüngste Tochter heute geschrieben hat.




Dieses Schild draußen aufzustellen, ist zwar chronologisch die letzte Sache für den Sieben Sachen Sonntag bei Grinsestern, doch für eine gute Überschrift bin ich bereit, die Chronologie mit Füßen zu treten!




Als ich heute morgen erwachte und erst auf meine Uhr und dann zufällig auf mein iPad schaute, war ich mehr als überrascht und zunächst vollkommen ohne Erklärung. Zum ersten Mal nämlich hatte ich nicht mitbekommen, dass die  Uhren umgestellt werden sollten. So war denn das Umstellen meiner Uhr eine meiner ersten Handlungen, für die ich meine Hände gebraucht habe.

Meine zweite Handlung war, das Taubennest zu fotografieren, das direkt vor unserem Küchenfenster ist. Ich habe nämlich vor, wenn die Taubenküken geschlüpft sind, täglich ein Foto zu machen, um die Entwicklung der Küken einmal für uns zu dokumentieren. Hoffentlich also bekommt die Kastanie nicht so schnell Blätter, damit uns die gute Sicht gewährt bleibt.



Mit einem Kaffee krabble ich wieder ins Bett und lese dort meiner inzwischen wach gewordenen Jüngsten eines meiner Lieblingsbücher: Die Häschenschule. 
Meine Tochter ist genau so begeistert wie ich, und so lese ich es schon den zweiten Morgen in Folge vor.



Frühstück! Als bekennende Frühstückshasserin liefere ich heute trotzdem das der jüngsten Tochter versprochene Frühstück mit Eiern, was wiederum ebenfalls die mittlere Tochter erfreut.


Die Zeit nach dem Frühstück nutze ich, um die gestern begonnene Softshelljacke fertigzunähen. Zum Glück fehlten nur die Bündchen, so dass das Kind sie gleich zum heutigen Spielplatzbesuch anziehen kann. Und weiteres Glück: Die Jacke wird vom Kind sehr geliebt!



Nach dem Spaziergang geht es in den Keller, denn wenn ich nicht langsam die Osterdeko hochhole, kann ich sie gleich im Keller lassen. Obwohl ich ein wahrer Dekofreak bin, packe ich die Ostersachen immer recht spät aus - im Unterschied zu Weihnachten, denn da kann ich meinen persönlichen Startschluss - den ersten Advent - kaum abwarten, um dem Dekowahn zu verfallen.
Hier haben wir die "Häschenstube" meiner kleinen Tochter aufgebaut. Dabei handelt es sich um ganz alte Möbel, die ich mal sehr günstig bei Ebay erstanden und gestrichen und "tapeziert" habe und die in einem ausgeräumten Regalfach stehen. Eigentlich wollte ich in diesem Jahr auf die Häschenstube verzichten, da ich das Gefühl hatte, dass sie im vergangenen Jahr recht unbeachtet blieb. Meine Tochter überzeugte mich, denn "Ohne Häschenstube ist gar kein richtiges Ostern, Mami".



Ich wünsche allen zwar noch nicht "Fröliche Osstärn", aber zumindest einen wunderschönen Sonntag (wenn man uns auch eine Stunde geklaut hat, was bei dem schönen Wetter hier umso ärgerlicher ist) und einen tollen Wochenanfang!!!

Sonntag, 19. März 2017

Geschäftig

Nachdem ich am letzten Sonntag wegen des Geburtstags, bzw. wegen der Nachbereitungen keine Zeit hatte, mache ich heute wieder mit beim Sieben Sachen Sonntag.

"Ist es weg?", fragte ich mich heute morgen (genauso wie gestern und vorgestern morgen) hoffnungsvoll, um sofort die Ernüchterung zu erfahren. Nein, ist es nicht. Ich habe mir am Donnerstag beim Nichtstun einen Nerv eingeklemmt, direkt oben am Halsansatz und inzwischen fühlt sich die linke Hälfte meines Nackens und Halses an wie blaugeschlagen, von meinem Kopf möchte ich gar nicht erst reden. Ein Körnersack half nur wenig, was die Schmerzen jedoch errräglich macht, ist diese wärmende Salbe in Verbindung mit einer Ibuprofen. So schön, sich schon um 7.20 Uhr Chilliextrakt aufzutragen...







Gestern Abend schlief meine große Tochter hier und zusammen mit der Mittleren verbrachten wir einen Abend, an dem ich gelacht habe, bis die Tränen kamen und der Bauch weh tat. Meine mittlere Tochter nämlich hat die bewunderns- und gleichermaßen beneidenswerte Eigenart, über sich selbst zu lachen. Und gestern präsentierte sie ihr "Tagebuch" aus der dritten Klasse. Es war so zuckersüß und wahnsinnig komisch und - leider auch teilweise recht traurig. Heute räume ich die Überbleibsel von einem sehr schönen Abend weg. Hach, zwar bin ich oft sehr rührselig, dass meine Kleinen schon so groß, erwachsen und z.T. Aus dem Haus sind, aber --- es ist so unvergleichlich toll, große Töchter zu haben!




Frühstück mit anschließendem Abräumen und Spülen, da unsere neue Spülmaschine kaputt, es aber so schwierig ist, mit dem Servicepartner von Ikea-Elektrogeräten Kontakt aufzunehmen.






Morgen beginnt mein erstes Blockseminar, das bedeutet für mich, dass ich all' meine Unterlagen zusammensuchen muss, da morgen früh sonst die absolute Hektik ausbricht.






Sehr ambitioniert bin ich heute an die Nähmaschine gegangen, da ich zwei Kleidungsstücke und eine Tasche fertig nähen wollte, um sie in der kommenden Woche anzuziehen. Da ich in den nächsten Tagen immer erst um 17.30 zuhause sein werde, werde ich wohl nicht dazu kommen. Und - hurra!!! es ist geschafft. Kleid, Jacke und Tasche sind fertig geworden, Kleid und Jacke sogar zu meiner Zufriedenheit, während ich mit der Tasche noch ein wenig hadere. Aber mal sehen, wie sie aussieht, wenn die bestellten Gurte, D-Ringe und Taschenringe angekommen sind.





Schließlich probiere ich passend zum Wetter unseren neuen Duschzusatz aus - der Name ist heute wettertechnisch Programm.


Meine große Tochter hat morgen zusammen mit ihrer Freundin ihren Abiturvortrag für ihre 5. Prüfungskomponente. Und so halten meine Tochter, ihre Vortragspartnerin und eine weitere Freundin, deren Prüfung am Dienstag stattfindet, mir ihren Vortrag. Ich hoffe, meine diversen Hinweise bezüglich ihrer Vortragsweise konnte ihnen helfen. Ich selbst habe von sehr interessanten Themen profitiert.




Meine Kopfschmerzen nehmen wieder heftige Ausmaße an, so dass ich mich, sobald es mir möglich ist, ins Bett legen werde. Ich wünsche allen einen schönen Sonntag und eine tolle Woche!

Montag, 13. März 2017

7 Jahre

ist mein kleines Mädchen, unser Nesthäkchen, schon geworden! Seit dem Sommer ist sie ein Schulkind, seit einigen Wochen fehlen ihr die oberen Milchzähne und sie kann lesen. Ja, es ist nicht mehr zu leugnen - meine Kleine wird groß!

Seit ihrem dritten Geburtstag nähe ich ihr alljährlich ein Geburtstagskleid, das nach Ablauf des Jahres in der Erinnerungskiste verschwindet. Ich finde, das ist später, wenn die Kleine so groß ist, dass ein Geburtstagskleid mit dem aktuellen Alter drauf eher peinlich ist, eine wunderschöne Erinnerung, die vermutlich mit vielen "Weißt du noch?"s verbunden sein wird. (Ich bedauere immer wieder, dass ich, als meine beiden großen Töchter noch klein waren, noch nicht nähen konnte. Zwar hat meine nun 16jährige Tochter von mir zum Geburtstag einen Rock genäht bekommen, auf die applizierte "16" konnte ich aber noch gerade rechtzeitig verzichten)

In diesem Jahr habe ich das Schnittmuster Winterhude von Pech und Schwefel genäht. Das Alter findet sich nur anhand einer einzelnen "7" auf dem Kleid wieder. Sowohl Stoff als auch Schnitt sind auffallend genug, so dass ich das Kleid nicht mit vielen Stickereien überlasten wollte. Ich habe die Größe 122 genäht, fand es dann allerdings viel zu kurz. Aus diesem Grund habe ich unten eine Borte angenäht, was mir jetzt sogar recht gut gefällt.
Statt vieler Worte gibt es eine erste Bilderflut.



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Der Geburtstag selbst war sehr schön. Meine Tochter feiert gerne Mottopartys und hatte sich in diesem Jahr als Motto Murmeltiere überlegt. Nach erstem entsetzten Aufstöhnen ging ich die Sache an:



1.: Der Geburtstagskuchen
Hier habe ich einen so genannten Patchkuchen gebacken, so dass man nach dem Anschneiden im Innern des Kuchens eine Möhre entdecken sollte. Dazu musste ich zunächst aus einem eingefärbten Kuchen viele Möhren ausstechen und diese in einem 2 Kuchen einbacken



Danach wurde er noch mit Marzipanmöhren und "Möhrengrün" (Ostergras um Schaschlikspieße geklebt) verziert. Zusätzlich gab es noch Schokoladeneis (Murmeltierbraun) und Stracciatella mit unterschiedlichen Dopings.

2.: Die Deko

Damit die Gäste gleich wussten, was sie erwartet, wurden sie bereits im Treppenhaus durch Hinweisschilder darauf aufmerksam gemacht, wo sie hingehen müssen, um zur Murmeltierparty zu gelangen.






Für die Tischdecke habe ich auf der grasgrünen Tischdecke eine kleine "Murmeltierwelt" aufgebaut.






Aus lufttrockener Modelliermasse habe ich viele Murmeltiere und Möhren (die eigentlich mal Schultüten waren) ausgeschnitten und an einem Ast über dem Esstisch aufgehängt.



 Für jedes Kind gab es einen beschrifteten "Murmeltierbecher" und eine 

 Flasche mit Kakao.



3.: Der Schatz

Die Kinder mussten den Spuren des gefährlichen Steinadlers folgen, der den Murmeltieren den Schatz geklaut hat. Zum Glück haben sie es geschafft und als Belohnung gab es nach dem Öffnen des Schatzes für jeden eine Tüte mit unterschiedlichen Mitgebseln, wie Luftblasen mit Murmeltieretiketten, Murmeltierbuttons, Murmeltier-Schlüsselanhänger aus Schrumpffolie und andere, "nicht-murmeltierige" Kleinigkeiten.




4.: Die Spiele

Durch Zufall bin ich auf das Spiel "Steck dem Esel den Schwanz an" gestoßen. Dort müssen Kinder mit verbundenen Augen einem aufgemalten Esel den Schwanz an die richtige Stelle kleben, was natürlich für viel Gelächter sorgen kann, wenn der Schwanz beispielsweise an den Hufen landet.

Wir haben dieses Spiel auch gespielt in der Variation "Gib dem Murmeltier die Möhre". 
Zunächst waren die Kinder begeistert von dem wirklich sehr großen Murmeltierbild und auch das Spiel hat ihnen großen Spaß gemacht.


 Dann mussten die Kinder mit Möhrenbällen (Bälle aus mit Füllwatte gefüllten Luftballons in Orange und Grün) Dosen abwerfen, die mit Bildern vom großen und gefährlichen Steinadler beklebt waren. Auch das hat den Kindern sehr viel Spaß gemacht.
Das aber wohl unangefochtene Highlight war das von mir recht spontan ausgedachte Steinadlerspiel. Ich habe die Höhle unter dem Hochbett meiner Tochter mit einer blauen Fleecedecke zugehängt, auf die ich sehr behelfsmäßig vier Murmeltiere geklebt habe und diese Höhle nun kurzerhand zum Murmeltierbau erklärt. In den Schatztüten hat jedes Kind eine Trillerpfeife gefunden, und diese kam nun zum Einsatz (was ich später noch ein wenig bereut habe). Die Kinder durften im Kinderzimmer tanzen, hüpfen und spielen und erst wenn sie von mir aus der Küche einen Steinadlerruf hörten, durften sie wie die Murmeltiere pfeifen, was das Zeug (oder das Trommelfell) hält und blitzschnell in der Höhle verschwinden, bevor der Steinadler sie fangen kann und sie seinen Adlerhorst putzen und für ihn kochen müssen. (Diese Variante fand ich ein wenig netter als die Realität, in der der Adler die Murmeltiere frisst) Ich muss sagen, dass ich vier Anläufe und eine fiese List brauchte, bis ich ein kleines Murmeltier fangen konnte. Dieses musste mir dann bei den anderen Murmeltieren helfen.

Abends haben wir noch mit den Eltern der Gastkinder zusammen gesessen, getrunken und noch viel Spaß gehabt. Um 0.00 Uhr bin ich erschöpft und hochzufrieden ins Bett gefallen.

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