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Donnerstag, 9. Juli 2015

War's das schon wieder?

Mit dem Sommer, meine ich? 
Bitte nicht, denn ich liebe den Sommer, und ich liebe Sommerkleider. Schon als ich ein kleines Kind war, begeisterte mich das Gefühl eines wehenden Rockes (möglichst ein "Drehrock" - selbstverständlich) an nackten Beinen. Wobei ich in meiner Wahrnehmung von allen Mädchen meiner Klasse, ach was, der ganzen Schule, die letzte war, die die Strumpfhose bzw. lange Hose gegen Kniestrümpfe eintauschen durfte. Aber dann war er auch für mich endlich da: der Sommer!!! 

Mein Mann ist nicht annähernd so sommervernarrt wie ich, er leidet in der Hitze. Er begründet seine Ablehnung u.a. damit, dass Frauen im Sommer aufgrund ihrer Kleidung privilegiert seien. In ärmellosem Kleid mit nackten Beinen in Sandalen zur Arbeit? Kein Problem. Wie aber sähe das männliche Pendant aus, wenn man sich in irgendeiner Form der Öffentlichkeit präsentieren muss? Okay, ich gebe ihm recht, das ist ganz sicher einer der Vorteile, die man als Frau so hat. Und diesen Vorteil nutze ich im Sommer zu jeder passenden (und manchmal auch nicht passenden) Gelegenheit aus. 

Eines meiner liebsten Sommerkleider habe ich nach einem Schnittmuster genäht, das ich selbst von einem Second-Hand-Kleid abgenommen habe. Gelernt habe ich das bei einem Kurs in Berlin von Frau Tulpe. Nach diesem Kurs habe ich nie wieder ein Schnittmuster von einem Kleidungsstück abgenommen (und vermutlich auch bereits vergessen, wie es geht), aber allein für diesen einen Schnitt hat sich für mich der Kurs gelohnt, denn das ist bereits das zweite Kleid, dass ich nach diesem Schnitt genäht habe. Der Stoff ist vom Holländischen Stoffmarkt, den ich im vergangenen Jahr zum ersten (und leider letzten) Mal in Bremen besucht habe. Es handelt sich um einen Patchworkstoff von Tilda, der sich sehr angenehm trägt. 







Das Kleid ist recht einfach gemacht, und ich finde, es wirkt gerade durch die Schlichtheit. Der Tunnelzug entsteht durch ein aufgenähtes Satinschrägband und rafft das Kleid in der Weite, sodass für einen guten Sitz kein Reißverschluss nötig ist. (Sehr von Vorteil, ich mag das Einnähen von Reißverschlüssen ganz und gar nicht) Die Träger werden oben mit gleichem Schrägband, das übrigens auch den Saum bildet, in Form gebracht. Da ich dieses Kleid unbedingt zeigen wollte, immerhin hatte ich es in den letzten Tagen einige Male an, ignoriere ich beharrlich das unpassende Wetter und friere während der Fotografiererei als dass ich meine Pläne ändere... oder ziehe ins Treppenhaus um. Wirklich glücklich wirke ich nun nicht gerade... 





So, Wetter hin, Wetter her, auch im Hagelschauer geht es nun zu RUMS

Kommentare:

  1. wow. das kleid ist superschön. das ist genau meine geschmack. und...ich liebe den sommer auch :) lg sassi

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  2. Oh, vielen Dank, das freut mich sehr. Offensichtlich haben wir nicht nur bei Kleidern und Jahreszeiten n einen ähnlichen Geschmack, sondern auch bei Katzen 😊.

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  3. Ganz zauberhaft, Dein Kleid! Der Schnitt ist wunderschön und die Stoffwahl wunderschön, besonders das Satinschrägband dazu gefällt mir. Das Kleid würde ich auch sofort nähen, ganz mein Geschmack.
    Viele Grüße
    Britta

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  4. Gefällt mir sehr gut dein Kleid. Und für schöne Fotos friert man doch gerne :-).

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