Dieses Blog durchsuchen

Dienstag, 14. Juli 2015

Mein Wochenrückblick

mit Verspätung


Während der gefühlte Rest Deutschlands aufjubelt, würde ich mich am liebsten in die Schmollecke verdrücken: Das Wetter ist schlechter (also für mich schlechter) geworden. Dennoch gab es ein paar Momente, in denen ich mich gefreut habe, soo wetterabhängig bin ich jetzt auch wieder nicht. 

Am Dienstag kam endlich der langersehnte Stempel mit meinem Wunschaufdruck an. Lange genug gedauert hatte es ja. Um genau zu sein: Über einen Monat. Bei der Anfertigung des Stempels hat sich Alles für Selbermacher selbst übertroffen: die angekündigte Lieferzeit wurde um einige Tage unterschritten, doch zwischen dem Stempel und mir stand der DHL-Streik, den ich bereits bejammert habe. Doch Dienstag kam er endlich an. Mit Spannung habe ich ihn ausgepackt und gleich ausprobiert, und er ist genau so, wie ich ihn mir gewünscht habe. Oft habe ich Stempel, die unsauber stempeln, bei denen ein Druckrand zu sehen ist. Beim Alles für Selbermacher-Stempel ist das nicht der Fall, er stempelt perfekt. Vielen Dank dafür!




Mittwoch und Donnerstag habe ich viel genäht, wie ich hier bereits gezeigt habe. Ich muss mich zunächst immer aufraffen, zumal sich meine Nähecke bei den Temperaturen der letzten Tage sehr aufgeheizt hat. Wenn ich mich dann jedoch erst einmal hingesetzt habe, würde ich am liebsten nicht mehr aufstehen und so sieht die Ecke dann auch aus. Chaos pur. 



So sieht es leider immer nach diversen Nähexessen aus, auch wenn ich das Foto einige Tage später gemacht habe und ich zwischendurch mal wieder aufgeräumt hatte.

Am Donnerstag war ich zuerst mit einer Freundin bei Stoff und Stil. Es war wie immer, wenn wir zusammen auf Stoffjagd sind, ein sehr schöner, erfolgreicher und teurer Ausflug. Unsere Töchter gingen gemeinsam zur Kita, bis meine Jüngste im Januar die Kita wechselte. 

So haben wir anschließend zusammen meine Jüngste aus ihrer Kita geholt und sind zum Sommerfest der alten Kita gefahren. Es ist für mich recht befremdend zu sehen, wie meine Tochter auf ihre alte Kita reagiert. Sie wird dort wieder sehr schüchtern, unsicher und traut sich noch nicht einmal, selbst etwas zu trinken zu holen, während sie eigentlich in der Zeit, in der sie die neue Kita besucht, zu einem recht selbstsicheren kleinen Mädchen geworden ist. Bis sie eben wieder einen Fuß in ihre alte Kita setzt. Sie hat beim Sommerfest derartig  unwohl gefühlt und Angst gehabt (wovor konnte sie mir selbst nicht sagen), dass wir bereits nach einer knappen Stunde wieder gegangen sind.
Mir zeigt das immer sehr deutlich, wie richtig unser Entschluss war, die Kita zu wechseln. Was diese neue Kita geleistet hat und immer noch leistet, ist mit nichts aufzuwiegen. Das ist sicherlich ein Grund dafür, dass ich für den Streik so viel Verständnis hatte, denn wir haben, da sind sich meine Jüngste und ich einig, die besten Erzieher der Welt, die alle Anerkennung verdient haben. 

Samstag beendete ich mein Projekt: In Schottland regnet es IMMER, mein Kind benötigt Regenkleidung, das kann ich selber! und nähte dem Nesthäkchen einen Regenmantel. Trotz einiger selbst verursachter Umständlichkeiten  bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden und freue mich besonders, dass er der Kleinen so gut gefällt. Und weil noch so viel von der beschichteten Baumwolle übrig war, nähte ich der Puppe einen fast identischen Regenmantel. Na, der hat mich vielleicht Nerven gekostet, der dauerte fast länger als der Mantel fürs Kind. 




Am Sonntag hatte mein Nesthäkchen mit ihrer Musikgymnastik-Gruppe einen Auftritt. Dadurch, dass wir bereits eine ganze Stunde eher dort sein müssen, war es eine recht zeitaufwändige Veranstaltung, die auch, weil die gesamte Ballettschule samt Musikschülern dort auftritt, durchaus ihre Längen hat (die ich alleine ertragen musste, weil mein Mann schon in den Urlaub vorgefahren ist). Ich kürzte das Geschehen für uns allerdings ab, indem wir uns vorzeitig rausschlichen. Das ist sicherlich nicht besonders fein, doch nach 1,5 Stunden Programm war ein Ende noch immer nicht abzusehen und ich hatte doch noch einige andere Punkte im Tagesablauf abzuhaken.




Zu sehen, wieviel Spaß die Kleine heute hatte, ließ mein Herz aufgehen. Als sie im vergangenen Jahr mittanzte, war ganz deutlich, wie unwohl sie sich auf der Bühne fühlte. Jeder Faser ihres kleinen Körpers zeigte Unbehagen. Aus diesem Grund fragte ich sie in diesem Jahr, ob sie mitmachen wolle. Ich war mir sehr sicher, dass sie froh sei, nicht mitmachen zu müssen, doch Irrtum: Sie wollte. Die Lehrerin (oder wie nennt man das bei solchen Kursen?) sagt mir seit einigen Wochen, wie sehr sich die Kleine zu ihrem Vorteil verändert habe, wie viel angstfreier sie geworden sei. Wenn ich das höre, bin ich so erleichtert, denn es hat mich schon sehr belastet zu sehen, wie oft mein Kind im wahrsten Sinne des Wortes starr vor Angst war. Auch das ist ganz sicher etwas, was wir dem neuen Kindergarten zu verdanken haben. Und es macht mich mehr als glücklich.

Und wieder ging eine Woche mit vielen kleinen - und oft auch unspektakulären - Glücksmomenten vorbei. Und wie immer stelle ich mir verblüfft die Frage: Hoppala, wo ist denn die Zeit geblieben?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen