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Montag, 12. Oktober 2015

12 von 12 trifft My kid wears

It's just another manic monday, I wish it was sunday, 

so sangen es schon die Bangles 1985. Immerhin nimmt dieses Lied ein besseres Ende als der Tag im Lied I don't like Monday von den Boomtown Rats. Es ist überhaupt überraschend, wie viele Lieder es über Montage gibt..

Ich habe prinzipiell nichts gegen Montage. Denn, ich gestehe es, der Montag ist der Tag, an dem wieder ein wenig Ruhe einkehrt, die Kinder in die Schule / Uni (seit neuestem) oder in die Kita gehen. Zwar muss ich früher aufstehen als am Wochenende, aber was nützt es, lange ausschlafen zu können, wenn ich auch am Wochenende um 6.30 Uhr aus dem Bett purzele. An diesem unspektakulären Montag sammelt Caro von "Draußen nur Kännchen" 12 Momente am 12. jeden Monats.

1. Heute steht als erste Aktion wie an jedem Morgen vor allen anderen Taten die Zubereitung des ersten Kaffees an.



Der erste Kaffee noch in großer Stille: Die Familie schläft

2. Nach einer ruhigen Viertelstunde müssen die Schulbrote zubereitet werden. Das jüngste Kind frühstückt im Kindergarten, so dass keine weitere Brotdose gefüllt werden muss.

Unsere Familie verkleinert sich inzwischen schon ein wenig, so dass die Anzahl der Brote wirklich übersichtlich bleibt. 





3. Und täglich grüßt das Murmeltier (wie haben wir eigentlich die enervierende alltägliche Routine genannt, bevor es diesen Film gab? Ach ja, ich glaube, wir sprachen vom Hamsterrad, blieben also irgendwie bei den Nagern...): Die Spülmaschine muss ausgeräumt werden. Und ebenfalls fast täglich ärgere ich mich über ekelhaft pappige Kakaoreste in Tassen, welche die lieben Kleinen (18, 16 und 14 Jahre) nicht "zeitnah" genug in die Spülmaschine bringen können. Es passiert recht häufig, dass unsere Geschirrschränke leer sind, da sich unzählige Tassen und Teller in den jeweiligen "Kinder"zimmern wiederfinden. Aber ich habe gelernt, dankbar zu sein. Immerhin finde ich das Geschirr wieder - unser Besteck nämlich wird entweder mitgegessen oder für den späteren Auszug beiseite gelegt. Egal, welchen Grund es dafür gibt: Unser Besteck - besonders die Messer und kleinen Löffel - verschwindet. Und zwar immer wieder. Wir haben schon zwei Bestecksätze à 24 nachgekauft, und wieder hat sich die Anzahl der kleinen Löffel auf einen seeehr übersichtlichen Bestand reduziert.


Diese Tasse kommt frisch aus der Spülmaschine! Igitt!!!

4. Auch die Katze kommt zu ihrem Recht:




5. Nach dem ersten Trubel - die Schulkinder sind versorgt - überzeuge ich meinen Mann von der Notwendigkeit, die jüngste Tochter zu fotografieren. Schließlich ist heute Montag, und da heißt es bei Rohmilch fast immer: My kid wears. Also raus aus der Wohnung, um im schönsten morgendlichen Herbstlicht Fotos für den entsprechenden Post zu machen.





6. In einem Rutsch wird die Kleine in den besten Kindergarten von allen gebracht.



7. Nach kurzem Zwischenstopp zum Kaffeetrinken zuhause, begleite ich einen Bekannten zum Zahnarzt. Trotz Termins müssen wir über eine Stunde warten, was vielleicht ärgerlich wäre, wenn die Leute dort nicht alle so nett und bemüht wären, zu helfen. 




Nach über zwei Stunden (inklusive Behandlung) standen wir wieder glücklich vor der Praxis, die Behandlung ist abgeschlossen, und ich freue mich, dass ich helfen konnte. 

8. Mein nächster Weg führte mich zum Einkaufen. Auch so eine Sache, die ich nicht sehr gerne mache. Es soll ja Menschen geben, die gerne Lebensmittel kaufen. 
Ich gestehe hier und jetzt ganz freimütig: Ich gehöre nicht dazu. 
Wobei ich diese Menschen um ihre Einstellung beneide. Wenn ich gerne Lebensmittel einkaufen ginge, hätte ich an jedem Tag ein Highlight, schließlich muss ich jeden Tag einkaufen gehen...



9. Gegen 15.00 Uhr abermals zum Kindergarten marschiert, um die jüngste Tochter zusammen mit ihren beiden Freunden abzuholen, da diese heute bei uns zu Besuch sind. Die Kinder freuen sich und brauchen für den Rückweg geschlagene 35 Minuten (statt der 15 Minuten, die eigentlich notwendig sind, wenn ich mit meiner Tochter alleine gehe). 
An jedem Strauch mussten wir stehen bleiben, Knallerbsen pflücken und mit lautem Gestampfe zum Platzen bringen. Das dauert natürlich so seine Zeit.



10. Zuhause angekommen müssen die Kinder sich zunächst einmal von den Anstrengungen des Weges erholen, indem die zuvor hingelegte Schokolade in Nullkommanix inhaliert wird. Mit Nachdruck geäußerten Wünschen nach Nachschlag gebe ich nicht nach, sondern schäle drei Äpfel. Zu meiner großen Überraschung hat es funktioniert, die Kinder sind zufrieden.


11. Die Ruhe, die nun herrscht, nutze ich aus, um unsere "Haustafel" jahreszeitlich gerecht auf Vordermann zu bringen. Okay, die Sache mit dem Zeichnen übe ich noch ein wenig. In meiner Vorstellung sah das Ganze irgendwie attraktiver aus...





12. Und da ich gerade so herbstlich unterwegs war, kaufte ich mir ein neues Windlicht. Da es in unserem Flur immer ein wenig zugig ist, kann ich keine Kerzen ohne Windlicht aufstellen, da die Kerzen dann furchtbar rußen und tropfen. Ein Windlicht hat darüber hinaus den in Zeiten der Elektrizität unvorstellbaren Vorteil, unseren Flur ein wenig zu beleuchten. Denn der ist immer (= I-M-M-E-R) zu dunkel. Nach nahezu 6 Jahren, die wir in dieser Wohnung leben, ist es uns noch immer nicht gelungen, eine zweite Flurlampe anzubringen. Da unser Flur jedoch sehr lang ist, reicht ein Lampe bei weitem nicht aus. Vorgesehen sind im übrigen laut Lampenanschlüssen 5 Lampen. 
Ich versuche es positiv zu sehen: Ab einem bestimmten Alter ist eine allzu helle Beleuchtung gar nicht vorteilhaft, und Kerzenlicht sagt man doch immer nach, dass es schmeichelt. Nun denn...



Wenn ich nun den Tag bis jetzt Revue passieren lasse (und dank Caro von "Draußen nur Kännchen" mache ich das heute bewusster als sonst, stelle ich fest, dass es ein recht unproduktiver Tag war, obwohl ich immer unterwegs und/oder beschäftigt war. Zufrieden stellt mich das nicht gerade, aber vielleicht kann ich das Ruder noch ein wenig herumreißen, wenn ich mich aufraffen und eine schon lange für meine Tochter zugeschnittene Hose nähen kann - oder zumindest damit beginne.

Für Caro war es heute ein hoffentlich wunderschöner Tag, denn sie hat, wie ich gelesen habe, heute Geburtstag. Alles Liebe von dieser Stelle schon einmal. Und allen anderen wünsche ich einen schönen Tag, eine schöne Woche und einen wundervollen Oktober.

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