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Sonntag, 12. Juni 2016

Zwei auf einen Streich

oder: 12 von 12 trifft den Sieben Sachen- Sonntag

So ist es nämlich heute. Auf der einen Seite (Achtung: Wortspiel) sammelt Caro von "Draußen nur Kännchen" unter der Rubrik 12 von 12 am 12. eines jeden Monats anhand vieler Fotos (12, vermute ich mal), Eindrücke des Tages, auf der anderen Seite findet bei Anita von Grinsestern wie an jedem Sonntag statt, an dem 7 Dinge fotografisch dokumentiert werden, für die wir unsere Hände gebraucht haben. 

Dann beginne ich mal, die Herausforderung der Inklusive anzugehen, wobei es jeder Leserin und jedem Leser selbst überlassen ist, zu entscheiden, was zu wem gehört.

Das nenne ich einmal eine Einleitung...

1. meine erste,zum Glück unspektakuläre Handlung war es, anhand der Schuhe festzustellen, ob meine älteste Tochter nachts sicher nach Hause gekommen ist. Ist sie! Wenn ich überlege, um und vor was ich alles so Angst hatte, als sie noch klein war, muss ich über Mich nachsichtig den Kopf schütteln. Die wirklichen Ängste, also die, die mich wirklich neben der Spur stehen lassen können, kamen erst, als das Kind sich auch nächtens von der sicheren Seite ihrer Mutter wegbewegt hat. Und wenn ich sie in solchen Momenten nicht erreichen kann - na, das sind Ängste..., die ich natürlich und zum Glück nicht immer habe. Doch es gibt so Situationen...


Offensichtlich war es dort, wo die Tochter war, sehr staubig...


2. jetzt kann ich meinen ersten Kaffee kochen, den ich im Bett trinken werde. Es ist ja erst 6.50 Uhr.





3. während die Milch warm wird, gieße ich meine paar Blumen, die ich in Ermangelung eines Balkons in raffinierter ( doch keineswegs gänzlich unbedenklicher) Weise auf dem leicht abschüssigen Fensterbrett befestigt habe. Doch was soll ich machen, so mitten in der großen Stadt, wenn ich doch viel lieber morgens als erstes durch den eigenen Bauerngarten lustwandeln würde. Da muss ich dann eben flexibel sein.





4. Gestern überkam mich die Idee, dass ich unbedingt dunkelblaue Bettwäsche (da edel) haben möchte. Da ich im letzten 3 Garnituren der Aussteuerbettwäsche von meiner Mutter bekommen habe, die inzwischen an den gefalteten Kanten über die Jahre hinweg vergilbt sind, hatte ich schnell zwei Garnituren zur Hand, um sie färben zu können. Ich bin vom Ergebnis wirklich begeistert. Dadurch, dass es sich um Damastbettwäsche handelt, hat die Bettwäsche einen schönen Schimmer bekommen und das eingewebte Muster sieht nahezu plastisch aus. Was mich allerdings weniger begeistert, ist die Tatsache, dass ich es doch wirklich geschafft habe, nur einen Kopfkissenbezug zu färben. Ich brauche zwei!!! Es ist ja nicht so, als hätte ich keinen zweiten gehabt (denn dann hätte ich erst gar nicht angefangen zu färben), sondern ich habe ihn einfach vergessen. Himmel!!! Jetzt werde ich morgen versuchen, eine ähnliche Farbintesität hinzubekommen, wenn ich nachfärben werde. 
Ich nehme noch gerne Wetten entgegen, ob ich das hinbekomme oder nicht...



Es ist zwar nicht gebügelt, doch so umgebügelt wie es aussieht, ist die Bettwäsche nicht - das ist das Muster. Ehrlich!


5. Am späteren Vormittag telefoniere ich mit meiner jüngsten Tochter, die heute mit ihrem Vater und ihrem großen Bruder an der Ostsee ist. Das Wetter ist wohl nur so mittelprächtig, doch zum Glück haben Kinder da ein anderes Empfinden. Und solange das Meer und der Strand da sind, gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung, wie mein Vater immer sagt (ich hätte ihr eben doch die Regenhose einpacken sollen. Zu spät...) Während des Telefonats haben wir uns gegenseitig auf dem laufenden gehalten: Sie erzählt, was sie dort macht, ich berichte, was ihre zuhaue gebliebenen Babies so treiben. Das kann durchaus schon einmal 15-20 Minuten in Anspruch nehmen... Gute Mütter, die wir sind, wollen eben informiert sein.

Suchbild: Finde das Handy


6. Oh mein Gott, wie sieht mein Nähzimmer nur aus... Nach mehrstündiger Arbeit an Auftragsnähereien sieht es aus wie mein ganz persönliches Armageddon. Zumindest kam mir dieser Name als erstes in den Sinn, als ich nach kurzer Pause mein Nähreich wieder betrat. Um zu wissen, was mir da schemenhaft im Kopf herumspukte, musste ich das erst einmal nachlesen - ist ja sonst ein wenig peinlich, wenn man mit gefährlichem Halbwissen um sich schmeißt.  
Woran der Zustand des Zimmers auch immer erinnern mag: Ich muss ihn ändern und aufräumen.




7. In der Nähpause schaue ich eine neue Serie auf Amazon Instant Video. Ich habe nicht allzu viel von einer deutschen "Breaking Bad"-Kopie, noch dazu mit Bastian Pastewka erwartet. Da ich in den vergangenen Wochen jedoch zwei Hörbücher gehört habe, die er besprochen hat und denen ich sehr gerne zuhörte, habe ich der Miniserie "Morgen hör ich auf" eine Chance gegeben, was sehr gut war. Denn ich mag die Serie, Bastian Pastewka finde ich in der Rolle gut und Susanne Wolff, die seine Frau spielt, finde ich überhaupt toll. Teilweise bin ich zwar der Meinung, dass eine zu große Anhäufung von Zufällen das Geschehen bestimmt, aber dennoch mag ich diese Serie.
Und gerade habe ich gesehen, dass diese Serie auch in der ZDF-Mediathek zu sehen ist. Einfach auf den obigen Link gehen und - schwupps - ist man da...







8. Gibt es etwas Schöneres, als während des Anschauens von Serien etwas zu essen? Himmlisch. Und da diese komischen Wasser-Eise (ich bin mir sehr sicher, dieses Wort gibt es nicht), die es in 12er-Packs im Eisfach gibt, auch kaum Kalorien haben, habe ich ungeniert zugeschlagen. Statt Mittagessen sozusagen. Und... die Mengen an Zucker, die ich damit zu mir genommen habe, verdränge ich auch jetzt weiterhin erfolgreich.



9. Und da ich schon beim Thema "Kalorien" bin, kann ich auch gleich damit weitermachen. Vermutlich hat jeder, der ein Länderspiel der EM oder WM schaut, so seine eigene Tradition. Und die gibt es hier eben auch. Allerdings variiert die abhängig von den Familienmitgliedern, die mitschauen. Schaue ich ein Länderspiel in Anwesenheit von männlichen Familienmitgliedern, so gibt es traditionell wenigstens ein Mal unsere so genannten Deutschlandbrötchen, benannt nach einem Länderspiel der WM 2010. Da machte ich nämlich, weil es schnell ging und auch fernsehkompatibel war (man kann es in die Hand nehmen und braucht kein Besteck), eben diese Brötchen. Hinter dem vollmundigen Namen verbergen sich lediglich ausgehöhlte Aufbackbrötchen, mit einer Tomaten-Hackfleisch-Mischung gefüllt und viel Käse überbacken. Sehr, sehr lecker. Die wird es im Verlauf dieser EM sicherlich auch wieder einmal geben, auch wenn ich nur noch vegetarisch koche. Eine EM-Ausnahme also. 
Heute guckt kein Mann mit. Nur meine beiden großen Töchter und ich, yeah. Und darauf bereiten wir uns ganz anders vor. Das gesunde Abendessen bereitet meine mittlere Tochter vor - es gibt eine Tomaten-Zucchini-Quiche. Und das war es mit Gesundem. Unsere weibliche Variante der Länderspiel-Tradition ist, möglichst viele Süßigkeiten im Fußball-Look  zu verzehren, was weniger geübte Menschen vielleicht in ein Zuckerkoma fallen ließ. Uns natürlich nicht, denn wir haben diese Tradition bei der WM zur höchsten Vollendung gebracht.
Nicht zu vergessen das Eis im Eisfach, die Nachos und die Cola im Kühlschrank


10. Weil ich so schön im Schwung bin (schließlich ist die erste Näharbeit vollendet, und ich bin sogar relativ zufrieden), beginne ich mit dem Zuschneiden des weiteren Auftrags. Zuschneiden gehört definitiv nicht zu meinen Lieblingsaufgaben. Ich verkürze es mir, indem ich das Hörbuch "Urlaub mit Esel" höre. Es ist recht unterhaltsam, allerdings würde ich es nicht als unbedingtes "Muss" weiterempfehlen.

Wenn ich mir das so ansehe, passt unsere Katze sehr gut ins Farbkonzept. Als hätte ich es so gewollt...



11. Ich habe irgendwo einmal gelesen, dass Bügeln die kleine Schwester des Nähend sei. Für mich ist Bügeln die missmutige Tante des Nähens, die ich so gar nicht gerne besuche. Dennoch - wenn ich nicht für mich nähe, bin ich immer ein wenig gewissenhafter. Also bügele ich!



12. Es ist 19.07, und ich habe den mehr als zweifelhaften Erfolg zu verbuchen, dass ich einen Sonntag hinter mich gebracht habe, ohne einmal meinen Fuß vor die Haustür gesetzt zu haben. Und daran wird sich heute auch nichts mehr ändern, da in weniger als einer Stunde der Anpfiff ist und die gezeigten Süßigkeiten den Weg in unseren Magen finden müssen. 
Bis es soweit ist, genieße ich in vollen Zügen die Tatsache, große Töchter zu haben. Denn die eine der großen ist gerade dabei, das gesunde Abendessen vorzubereiten, während ich vollkommen entspannt dabei zusehen kann ohne helfen zu müssen. Herrlich!!!




Ich wünsche allen heute einen wunderschönen Sonntagabend. Ob mit oder ohne Fußball!!!


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