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Donnerstag, 16. Februar 2017

Zugedeckt

Eigentlich wollte ich heute mal wieder ein selbstgenähtes Kleidungsstück zeigen. Da meine mittlere Tochter jedoch gerade zusammen mit mir ihr Zimmer renoviert, steht mir so gar nicht der Sinn nach umziehen und fotografiert werden. 


So sieht es nicht immer in unserem Flur aus...


Es müsste also etwa sein, dass ich drapieren kann, ohne selbst in Erscheinung zustrebten und dass ich ohne allzu viel Aufhebens darum machen zu müssen fotografieren kann. Und so ist meine Wahl auf die Decke gefallen, auf die ich ein wenig stolz bin. Nicht, weil die Grannys so kompliziert wären, sondern weil ich durchgehalten habe. 






Das Durchhalten, das Weitermachen wurde mir in diesem Fall recht leicht gemacht, denn diese Decke ist nicht "alltagsbegleitend" entstanden, sondern während unseres Sommerurlaubs.





Im vergangenen Sommer waren wir mit der nahezu kompletten Familie in Dienten am Hochkönig, also in Österreich. An sich sehr schön, für mich jedoch nicht das optimale Reiseziel, da ich ein kaputtes Knie habe. Und da isst es doch nicht so optimal, ein Land zu wählen, dass u.a. wegen seiner Berge berühmt ist und ein Haus zu wählen, das man nur über einen sehr, sehr steilen Weg zu Fuß erreichen kann. Das ist nicht nur nicht optimal, sondern sogar ziemlich dumm, zumal im Haus dann auch noch Treppen sind. Sehr dumm also. Und so kam es also, dass ich diverse Ausflüge nicht mitmachte und häkelnd im Haus blieb. Bei schönem Wetter war das überhaupt kein Problem. Dann lag ich im Garten auf eiener sehr bequemen Wiese und genoss die wunderschöne Aussicht und Ruhe. War das Wetter schlecht, fand ich es gar nicht schön, alleine in einem relativ dunklen Haus zu sitzen. Egal wie, ich hatte ausreichend Muße zum Häkeln und dabei diverse Hörbücher zu hören.




So kommt es, dass ich nun Besitzerin einer gehäkelten Grannydecke bin, wie ich sie immer schon mal haben wollte. Die Wolle finde ich nicht so geeignet. Sie ist aus reiner Baumwolle, rech





Die Grannysquares habe ich nach der sehr verständlichen Anleitung von Nach Stich und Faden gehäkelt.

Diese Decke liegt nun im Winter dekorativ im alten Wäschekorb meiner Oma und wartet dort auf die wärmere Jahreszeit, in der sie mit der dicken Kuscheldecke tauschen und den Platz auf dem Sofa in meinem Nähzimmer einnehmen kann. Da sie somit ganz und gar nur für mich und gehäkelt ist, hat sie einen Platz bei RUMS und Häkeline verdient

Sonntag, 23. August 2015

Trödler, Schloss und Picknick

Ein Urlaubstag an der Weser

Seit fast einer Woche bin ich mit meiner mittleren und meiner jüngsten Tochter bei meinen Eltern in Nordrhein Westfalen. Zwar wohne ich mittlerweile seit 15 Jahren in Berlin, wohnte zuvor in Kiel und Münster, doch so richtig zuhause fühle ich mich dort. Ich mag die Landschaft und vor allem die Ruhe, die dort an den meisten Orten vorherrscht. Meine Eltern wohnen in einer Kleinstadt mitten im Teutoburger Wald, deren Altstadt aus wunderschönen Fachwerkhäusern besteht.
Wann immer ich dort bin, besuchen wir das Freilichtmuseum und machen Ausflüge in die Umgebung. So auch heute.

Ziemlich bald nach dem Frühstück fuhren wir, bepackt mit einem vollen Picknickkorb und zwei Decken Richtung Weser. Dort besuchten wir einen Trödler, bei dem ich seit vielen Jahren nicht mehr war. Sein "Geschäft" ist in einem alten Gehöft, der Fußboden besteht aus Kopfsteinpflaster und Kies, in den oberen Etagen sind die Bodendielen so alt, dass ich bei jedem Schritt befürchte, durchzubrechen. Seine Ware steht wild durcheinander und oftmals findet man so manches schönes Stück, dass irgendwo unscheinbar herumstand.

eine wunderschöne Puppenhausküche, bei der mich besonders der Miniaturfleischwolf fasziniert hat.

Nach relativ erfolgreichem Einkauf fuhren wir weiter und suchten uns ein Plätzchen zum Picknicken und ließen uns die mitgebrachten Frikadellen, gekochten Eier und Kaffee schmecken. 



Beim Zusammenräumen huschte eine kleiner Laubfrosch durch das Gras. Ich hatte alle Mühe, ihn mit meinen Händen zumindest solange in Schach zu halten, bis meine Töchter ihn begutachten konnten. Meine Jüngste war begeistert, schließlich findet man in der Großstadt nicht so schnell einen kleinen Laubfrosch.



Nach unserem Picknick fuhren wir zum Schloss Corvey. Auf dem dortigen Friedhof liegt Hoffmann von Fallersleben begraben, der sicherlich vielen zumindest aufgrund eines literarischen und anschließend vertonten Gedichts bekannt ist. Schließlich ist er der Dichter der Deutschlandhymne.


Das Schloss ist wunderschön und seit vergangenem Jahr gehört es zum Weltkulturerbe. Gerade in der bereits goldenen Abendsonne wirkte es besonders beeindruckend.

Zuhause angekommen ging es dann zunächst ans Auspacken, 



dann an das Reinigen der Ausbeute,

Den alten Kartoffelkorb habe ich heute gekauft, die alte Backform aus Gusseisen hat mein Vater mir heute Abend geschenkt.


dem Abräumen der Terrassenauflagen (schlechtes Wetter wurde für morgen angekündigt)



und anschließend dem Ins-Bett-Bringen der Jüngsten beziehungsweise ihrer "Babies". 





Und somit geht gleich ein weiterer wunderschöner Tag in NRW zuende.

Kreativ geschaffen habe ich heute nichts, doch getan habe ich dennoch einiges mit meinen Händen und darum verlinke ich sehr gerne wieder beim Siebensachensonntag.

Freitag, 10. Juli 2015

Ich packe meinen Koffer und...

fülle ihn trotz heftigster Ermahnungen von Seiten meines Mannes, dessen Platzargumente nicht ganz unberechtigt sind, mit neu genähten Kleidungsstücken für meine jüngste Tochter.

Schlafanzug und Jogginganzug habe ich bereits in meinem Schottland-Post gezeigt, hinzugekommen sind noch:




Einmal nach Ki-ba-doos Lotty, ein Shirt mit passendem Top verziert mit einer Stickdatei aus der Serien Take a ride von Kunterbuntdesign



Das Schnittmuster für Große, nämlich MaLotty habe ich mir bereits zwei mal genäht und finde es sehr gut von der Passform und vom Nähen. Dennoch habe ich bis vor einigen Tagen behauptet, dieses Schnittmuster nicht für Kinder zu gebrauchen. Schließlich habe ich genug Schnittmuster von Pullis, Shirts und Tops. Doch je mehr Beispiele ich im Netz sah, umso klarer wusste ich: "Das brauche ich auch. Unbedingt. Sofort!" Zum Glück hatte ich die Stoffe schon seit einigen Monaten hier liegen, sodass ich am Montag sofort loslegen konnte. Töchterchen freut sich - und schwups! landet das Teil im Urlaubskoffer (eigentlich sind es natürlich zwei Teile, das verrate ich jedoch aus strategischen Gründen nicht meinem Mann, der sonst auf die Idee käme, ein anderes Teil aus dem Koffer zu fischen).

Als nächstes kam eine verkürzte Amelie, an die ich lange Ärmel genäht habe. Dringend notwendig für Schottland, kann ich Ihnen sagen. Gestern erst schaute ich auf einer Wetter-App nach dem Wetter in Fort William und war leicht verschreckt. Abgesehen davon, dass es dort zur Zeit seit einigen Tagen durchregnet, liegt das Rekordhoch der letzten Jahre für Juli bei 17°C (und das Rekordtief bei 0°) - also ist langärmelige Kleidung dringend geboten. Und würden wir nicht mit einem Campingbus verreisen, so kann ich Ihnen versichern, dass ich auch noch die Winterjacken einstecken würde.

Die Amelie ist bestickt mit der Stickdatei little Summergirl von Kunterbuntdesign. Die Stoffe kommen alle von Stoff und Liebe und gehören alle - bis auf den Stretchfrottee, den ich gleich zeige - zu der Serie Petite Jolie. Die Stoffe hatte ich glücklicherweise schon vor einer gefühlten Ewigkeit, nämlich vor dem DHL-Streik bestellt. Welch' ein Glück, denn auf diverse andere Pakete warte ich noch immer.

Die Jerseys bestechen ebenso wie die Bündchenware durch hervorragende Qualität. Es ist ein sehr griffiger, fester Stoff, der sich sehr gut vernähen lässt.



Passend dazu habe ich eine Sweat-Jacke von Lillesol & Pelle genäht, die ebenfalls Stickdateien aus der Serie Little Summergirl enthält.

Der Stretchfrottee ist relativ weich und hat wenig "Stand", fühlt sich jedoch sehr angenehm auf der Haut an. Ich bin da sehr gespannt, ob die Jacke auch nach mehrmaligem Tragen dann noch ihre Form behält.








Wenn es die Zeit noch zulässt, möchte ich noch einen Regenmantel, eine kleine Umhängetasche und einen Rucksack nähen. Und es wäre natürlich schön (sagt meine Tochter im Brustton der Überzeugung), wenn auch ihre Puppe  ihr Baby entsprechende Urlaubskleidung bekäme. Naja, mal sehen, ob das alles zu schaffen ist. Das Wichtigste ist jetzt erst einmal fertig.

Mal wieder sind das hier eindeutige Mädchensachen, die deshalb bei der Meitlisache verlinkt werden.