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Sonntag, 23. April 2017

Ich mach' mir die Welt

... oder zumindest das Wochenende, wie es mir gefällt! Ein Hoch auf Pippi Langstrumpf, die weiß, was gut ist!!!

Ein sehr, sehr schönes Wochenende liegt fast hinter mir. Eines, an dem ich von gestern morgen an wirklich nur gemacht habe, was mir gefällt (wenn man von einem gewissen "Grundaufräumen" und einkaufen absieht). Und nachdem ich zum ersten Mal seit unendlich langer Zeit durchgeschlafen habe, frage ich mich, ob das daran liegt, dass ich sowohl gestern als auch heute nur meinen eigenen Bedürfnissen gefolgt bin.

Meine jüngste Tochter ist seit gestern morgen bis heute bei ihrer Freundin, und obwohl sie das liebste und artigste Kind ist, das man sich wünschen kann, richte ich mich bei der Gestaltung des Wochenendes natürlich auch in hohem Maße nach ihren Bedürfnissen. 
Die Bedürfnisse meiner 16jährigen Tochter sind sehr leicht zu erfüllen: Sie möchte in Ruhe in ihrem Zimmer sitzen und ab und zu mit mir plaudern. Das passt sehr gut zu meinen Bedürfnissen: Ich möchte in Ruhe lesen, nähen etc. und ab und zu mit ihr plaudern. Da gibt es kein Streit, keine Forderungen - Himmlisch!!! Ich glaube, ich sollte häufiger mal etwas machen... nur bietet es sich eben nicht allzu oft an.

Auch die angebrannten Brötchen konnten meine Laune heute morgen nicht schmälern - so ist das eben, wenn man während des Aufbackens mit anderen Dingen beschäftigt ist...





 ... wie hier mit dem Zuschneiden der schon lange geplanten Cambag von Tessa.



Bevor ich mich jedoch hinsetze, und die längst geplanten Schnitte nähe, muss ich zuvor einen Blazer zurückschicken, den ich zwar eigentlich zu dem gestern genähten Kleid bestellt habe, der mich jedoch aussehen lässt wie ein kleines rosa Schweinchen. Gut, war vielleicht zu erwarten, wenn man einen rosa Blazer zu einem rosa Kleid bestellt. Keine Ahnung, auf welchen Irrwegen mein Denkvermögen sich in dem Moment befand.




Das gestern genähte Kleid musste heute fertiggestellt, d.h. gesäumt werden. Ich hoffe, dass es am Ende mir dann auch so gut passt wie der Schneiderpuppe. Gestern sah es so aus, als würde sich die Unterwäsche sehr abzeichnen, mal sehen, was ich daran tun kann. Okay, bügeln müsste ich es wohl auch noch.




Die Familienfeier, zu der wir in Kürze fahren, nehme ich zum willkommenen Anlass, mir dann die oben erwähnte Tasche zu nähen. Das Nähen von Taschen gehört nicht zu meinen liebsten Projekten. Das mag daran liegen, dass absolute Gewissenhaftigkeit beim Zuschneiden, Einhalten der Nahtzugabe und das Übertragen der Passzeichen erforderlich sind. Und all' das sind nicht unbedingt meine Stärken. Außerdem hatte ich verdrängt, dass der von mir gewählte Stoff ganz laut nach einer Verstärkung durch Vlieseline schreit. Zumindest, wenn man eine Tasche nähen möchte. Da ich das jedoch erst nach den ersten drei Schritten gemerkt habe, hat sich der Stoff ausgerechnet am oberen Reißverschluss und - ausgerechnet - am Vorderteil verzogen. Die aufgenähte Blume ist also reine Camouflage und wurde ursprünglich nicht angestrebt, denn eigentlich wollte ich eine Tasche mit ganz klaren Linien ohne Schnörkel in der Hand halten. 




Nach zwei nahezu exzessiven Nähtagen sieht mein Zimmer so aus. Leider auch noch Stunden später, da ich mich bislang noch nicht aufraffen konnte, aufzuräumen. Das mag mit meinem heutigen Beschluss zusammenhängen, nur die Dinge zu tun, die ICH tun möchte. 



Wider Erwarten kommt meine Jüngste noch nicht so bald nach Hause. Beide Kinder scheinen die Zeit miteinander zu genießen und da die Mutter ihrer Freundin einfach toll ist, behält sie meine Tochter noch bei sich. Damit hatte meine Kleine auch ein wunderbares Wochenende: Gestern wurde das Geburtstagsgeschenk, das sie von ihrer Freundin erhalten hatte, eingelöst, und sie fuhren zum Filmpark Babelsberg, wo sie den ganzen Tag verbrachten, dann noch eine Übernachtung und heute Spielen bis zum Umfallen. Sicherlich ein Traum für jedes siebenjähriges Kind.


Da ich somit unverhoffte Ruhe habe, gehe ich in die Badewanne. Gibt es etwas dekadenteres, als mit einem Glas Sekt und einem guten Buch  an einem verregneten, stürmischen Nachmittag in der Badewanne abzutauchen? Und wenn dann der Badezusatz mit einen so netten  Namen hat und zum Ostergeschenk des Ex-Mannes gehörte - was braucht es noch mehr, um ein wunderbares Wochenende zu einem angemessenen Abschluss zu bringen?


Ich hoffe, alle anderen haben ebenfalls ein schönes Wochenende. Ich freue mich schon darauf, heute Abend darüber bei Grinsestern zu lesen, die wie jeden Sonntag sieben Sachen sammelt, für die wir unsere Hände gebraucht haben.

Sonntag, 2. April 2017

Immer her mit dem Frühling

Es ist wieder Sonntag, und Anita von Grinsestern sammelt sieben Sachen, für die man seine Hände gebraucht hat, egal, ob für 5 Minuten oder 5 Stunden.

Mein Sonntag begann mit dem seit einer Woche allmorgendlichen Kontrollblick nach "meiner" Taube. Es ist schon komisch: Eigentlich mag ich Tauben nicht. Ich finde sie weder besonders hübsch, noch niedlich, und ihr monotones Gurren klingt in meinen Augen relativ abgestumpft. Dass sie dazu noch Krankheiten vermehren, macht es dabei natürlich nicht besser.
Und nun, wo eine Taube direkt vor unserem Küchenfenster brütet, erwische ich mich dabei, wie ich den Eichelhäher böse anstarre, wenn der sich auch nur in die Nähe des Nestes wagt. Nicht, dass ihm das etwas ausmacht, doch bin ich bereit und darauf vorbereitet, ihn jederzeit mit wildem Gefuchtelt davonzujagen. Wollen wir dann nur hoffen, dass sich nicht auch die Taube vor Schreck dann auf und davon macht. Vor ca. 4 Tagen sind zwei Küken geschlüpft. Gut, besonders hübsch sind auch die nicht (wie auch, siehe Mendel...) Da es aber nunmal die Küken meiner Taube sind, bin ich bereit, sie doch süß zu finden. Und heute konnte ich sogar dabei zusehen, wie die Taube ihre Kinder füttert, das war dann wirklich sehr rührend...


Wenn man sehr genau hinschaut, kann man die beiden Federbüschel unter dem Bauch der Mutter (oder des Vaters???) erkennen.


Nach getaner Hausarbeit lockt uns das schöne Wetter wie gestern in den Tierpark. Da wir eine Tierparkkarte haben, können wir es uns erlauben, auch einmal nur für den Spielplatz dorthin zu gehen. Dieser ist erst im letzten Sommer renoviert worden und verfügt jetzt über etwas, was die Berliner, wie ich im letzten Sommer erst lernte, "Plansche" nennen: Eine etwas tiefer gelegte Fläche mit Wasserspielen unterschiedlicher Art. Obwohl es heute nicht so warm war wie gestern, war die Plansche sehr gut besucht, unter anderem auch von meiner Tochter, die nicht lange trockene Kleider anhatte.

Während sie dort sehr, sehr ausgelassen spielte, häkelte ich weiter an meiner schon angekündigten Decke, die wegen anderer - ebenfalls noch unvollendeter - Projekte längere Zeit unbearbeitet blieb ...


Es nimmt Formen an: Nach meiner Rechnung fehlen nur noch 19 Grannys

... oder las in einem Buch, und ließ es mir insgesamt dort sehr gut gehen, obwohl ich das falsche Buch mithatte. Das war dann schon ein wenig blöd. Dennoch: es ist so himmlisch, endlich einmal wieder die Sonne genießen zu können.




Auch der tollste Spielplatz kann auf Dauer den Hunger nicht verhindern und so haben wir hart erkämpfte (bzw. erstandene, da lange Schlange am Kiosk) Pommes gegessen. Die allerdings waren jetzt nur so mittelgut.



Den Nachtisch bildete ein sehr leckeres Eis, das wir bereits gestern sozusagen zur Probe gegessen und für gut befunden haben. Ich finde zwar nicht, dass es sonderlich nach Ananas schmeckt, aber es ist einfach so hübsch anzusehen. Und das Auge ist ja mit, wie hinlänglich bekannt ist.





Nach einem schönen Tag wieder zuhause, trennt mich (fast) nur noch der Abwasch vom Feierabend, der ein wunderschönes Wochenende ausklingen lässt. Tja, vorbei scheinen die Tage, an denen ich Fotos von auszuräumenden Spülmaschinen zeigte - unsere neue (!!!) Spülmaschine ist nun seit drei Wochen kaputt, und irgendwas ist immer, dass entweder die Verkäufer keine Telefonnummer nennen können oder - nachdem das nun doch funktioniert hat - keiner von uns die Servicenummer anrufen kann. Ich arbeite also noch am Prozess.






Ich wünsche allen ein schönes Wochenende und freue mich schon darauf zu lesen, wie andere diesen schönen Sonntag verbracht haben.

Sonntag, 26. März 2017

Fröliche Osstärn

... so werden Besucher und Heimkommende bei uns seit heute bereits vor der Tür begrüßt, denn das steht auf dem Begrüßungsschild, dass meine jüngste Tochter heute geschrieben hat.




Dieses Schild draußen aufzustellen, ist zwar chronologisch die letzte Sache für den Sieben Sachen Sonntag bei Grinsestern, doch für eine gute Überschrift bin ich bereit, die Chronologie mit Füßen zu treten!




Als ich heute morgen erwachte und erst auf meine Uhr und dann zufällig auf mein iPad schaute, war ich mehr als überrascht und zunächst vollkommen ohne Erklärung. Zum ersten Mal nämlich hatte ich nicht mitbekommen, dass die  Uhren umgestellt werden sollten. So war denn das Umstellen meiner Uhr eine meiner ersten Handlungen, für die ich meine Hände gebraucht habe.

Meine zweite Handlung war, das Taubennest zu fotografieren, das direkt vor unserem Küchenfenster ist. Ich habe nämlich vor, wenn die Taubenküken geschlüpft sind, täglich ein Foto zu machen, um die Entwicklung der Küken einmal für uns zu dokumentieren. Hoffentlich also bekommt die Kastanie nicht so schnell Blätter, damit uns die gute Sicht gewährt bleibt.



Mit einem Kaffee krabble ich wieder ins Bett und lese dort meiner inzwischen wach gewordenen Jüngsten eines meiner Lieblingsbücher: Die Häschenschule. 
Meine Tochter ist genau so begeistert wie ich, und so lese ich es schon den zweiten Morgen in Folge vor.



Frühstück! Als bekennende Frühstückshasserin liefere ich heute trotzdem das der jüngsten Tochter versprochene Frühstück mit Eiern, was wiederum ebenfalls die mittlere Tochter erfreut.


Die Zeit nach dem Frühstück nutze ich, um die gestern begonnene Softshelljacke fertigzunähen. Zum Glück fehlten nur die Bündchen, so dass das Kind sie gleich zum heutigen Spielplatzbesuch anziehen kann. Und weiteres Glück: Die Jacke wird vom Kind sehr geliebt!



Nach dem Spaziergang geht es in den Keller, denn wenn ich nicht langsam die Osterdeko hochhole, kann ich sie gleich im Keller lassen. Obwohl ich ein wahrer Dekofreak bin, packe ich die Ostersachen immer recht spät aus - im Unterschied zu Weihnachten, denn da kann ich meinen persönlichen Startschluss - den ersten Advent - kaum abwarten, um dem Dekowahn zu verfallen.
Hier haben wir die "Häschenstube" meiner kleinen Tochter aufgebaut. Dabei handelt es sich um ganz alte Möbel, die ich mal sehr günstig bei Ebay erstanden und gestrichen und "tapeziert" habe und die in einem ausgeräumten Regalfach stehen. Eigentlich wollte ich in diesem Jahr auf die Häschenstube verzichten, da ich das Gefühl hatte, dass sie im vergangenen Jahr recht unbeachtet blieb. Meine Tochter überzeugte mich, denn "Ohne Häschenstube ist gar kein richtiges Ostern, Mami".



Ich wünsche allen zwar noch nicht "Fröliche Osstärn", aber zumindest einen wunderschönen Sonntag (wenn man uns auch eine Stunde geklaut hat, was bei dem schönen Wetter hier umso ärgerlicher ist) und einen tollen Wochenanfang!!!

Sonntag, 12. Februar 2017

Auf Friedrich Wilhelms Spuren

haben wir uns heute begeben - nämlich nach Paretz. Dort, in diesem kleinen Ort im Havelland, steht nämlich ein kleines Schloss, welches Friedrich Wilhelm III gebaut hatte. 
Geht es im übrigen eigentlich nur meinem Mann und mir so, dass wir ständig die preußischen Könige mit ihren immerzu fast identischen Namen verwechseln? Friedrich der Große, der Alte Fritz, der Soldatenkönig, Wilhelm I und II, Friedrich Wilhelm... Wer soll da denn noch mitkommen?

Als allererstes muss ich den tiefen Schlaf meiner jüngsten Tochter um 7.05 Uhr ausnutzen. Seit sie aus dem Urlaub zurück ist, ist ein Wichtel bei ihr eingezogen. Ganz plötzlich war da diese Tür, ein Fenster und ein kleiner Garten mit Zaun. Meine Tochter ist begeistert und malt ihm Bilder und legt ihm Gummibärchen vor die Tür. Ich bin überzeugt, dass sie weiß, dass ich dahinter stecke, doch so ein wenig Zauber im Alltag ist einfach wunderschön, finde ich. Gestern bekam der Wichtel auf Drängen der Kleinen ein Schälchen Milchbrei hingestellt und heute morgen muss ich dafür sorgen, dass der Milchbrei "aufgegessen" wurde und eine kleine Belohnung in Form einer Nuss und Rosinen für meine Tochter in der Wichtelschale liegen.






Bevor ich irgendetwas weiter mache, steht die erste Tasse Kaffee im Vordergrund. Die muss einfach sein, auch wenn nur wenig später "Frühstück" geben wird.




Wie ich ja schon vor einigen Wochen schrieb, machen wir gerne sonntags ganz klassisch einen Familienausflug. Meistens, zumindest in dieser kalten Jahreszeit, besuchen wir dabei Schlösser und Klöster, gehen Essen und haben einen sehr schönen Tag. Es ist fast wie ein Tag Urlaub, Auszeit vom Alltag. Das liegt für mich, die ich nicht gerne koche, sicherlich auch daran, dass wir auf dem Weg zu unserem Ziel (wie eben auch gerne bei Urlaubsfahrten) bei Mac D. frühstücken und diese doch recht zweifelhafte Mahlzeit (zu meiner Verteidigung sei gesagt: Niemand von uns isst einen Burger so früh am Morgen) mittags durch ein gutes Essen in einem Restaurant kompensieren.

"Frühstück"


Mittagessen mit Radler



Paretz ist ein kleiner Ort, der u.a. wegen meines Lieblingsdichters bekannt geworden ist, da Fontane diesen Ort wohl recht genau beschrieben hat. Da ich nur seine Romane, nicht aber die "Wanderung durch die Mark Brandenburg" gelesen habe, war mir das neu. 

Fotografieren diverser alter Schlitten, Kutschen und Sänften in der königlichen Remise mit geliehener Kamera


Da ich immer friere, ist - wie mein Mann behauptet - das Einschalten der Sitzheizung meine typische Handbewegung bei unseren Sonntagsausflügen.




Ausnahmsweise kommen wir heute erst gegen Abend nach Hause, so ist vermutlich meine letzte Handlung, für die ich meine Hände brauche, das allabendliche Vorlesen. So wie schon ich vor vielen Jahren (und meine Mutter vor noch viel mehr Jahren), liebt meine Tochter Else Urys Nesthäkchen, dessen ersten Band, Nesthäkchen und ihre Puppen, ich ihr nun bereits zum zweiten Mal vorlese.



Da Anita von Grinsestern wie jeden Sonntag 7 Sachen sammelt, für die wir unsere Hände gebraucht haben - egal ob 5 Stunden oder 5 Minuten - verlinke ich dort diesen Beitrag und bin schon sehr gespannt auf die Sonntage der anderen!

Ich wünsche allen einen wunderschönen Sonntag Abend!!!



Landschaft im Havelland










Dienstag, 7. Februar 2017

Frühling, Frühling wird es nun bald...

Okay, wenn ich jetzt aus dem Fenster oder wahlweise auf das Thermometer schaue, sieht es nicht so aus, als würde meine hoffnungsvolle Überschrift bald mit der Realität übereinstimmen.

Dennoch habe ich nicht nur eine Sommerjacke genäht, sondern sie wurde auch getragen.

Wie im vergangenen Jahr war meine Tochter in diesem Jahr für 9 Tage im Urlaub auf Gomera. Dort ist es um diese Jahreszeit recht warm, doch ab und zu kann es sein, dass es regnet. Aus diesem Grund bekam ich wie auch im letzten Jahr die Auflage, eine dünne, möglichst umgefütterte Regenjacke zu nähen. Ebenfalls gleich geblieben wie im Vorjahr sind der Schnitt (Übergangsjacke von Lillesol & Pelle), die Stoffart (Taslan von Königreich der Stoffe) - - - und mein Hang, diese Jacke ein wenig zu klein zu nähen. Beim Nachlesen meines Blogposts vom letzten Jahr konnte ich von dem Vorsatz lesen, mich im kommenden Jahr daran zu erinnern, dass ich die Jacke größer nähen muss. So weit der Plan, doch wenn man sich den erst wieder vor Augen führt, wenn die Jacke genäht ist, hilft der reichlich wenig.

Hier kann man die abknöpfbare Kapuze sehen



Dennoch: der Jackenschnitt ist toll, ebenso wie der Stoff. Wen es interessiert, kann es in ebenjenem Post sehr gerne noch einmal nachlesen.




Als meine Tochter zur Schule kam, war ich ein wenig besorgt, dass ich ihre Kleidung nicht mehr besticken darf. Glücklicherweise ist das nicht der Fall - im Gegenteil, meine Tochter freut sich nach wie vor über jede Stickerei. Und so habe ich gestickt, was das Zeug hält und zwar die Stickdatei Wild Horse von Tinimi und die Stickdatei Pferdeliebe von Ginihouse. Um die Wasserdichtigkeit nicht allzu sehr zu beeinträchtigen, habe ich die Stickdatei zunächst auf Stickvlies gestickt und anschließend appliziert. Das macht die Stickereien ein wenig plakativer, was ich nicht immer unbedingt schöner finde. Doch wie gesagt: Der Zweck heiligt die Mittel. 

besticktes Snappapplabel am Kapuzenrand

Jetzt wird die Jacke zunächst einmal für die nächsten Monate in den Schrank gehängt, denn da sie lediglich mit einem Baumwollstoff gefüttert ist, hält sie lediglich Regen und Wind ab. Und ist damit für diese Kälte gänzlich ungeeignet.




Und wenn ich gleich meine Kleine und meinen Mann vom Flughafen abhole, werde ich zur Vorsicht eine Decke mitnehmen. Und mich freuen, dass wieder alle wieder zumindest  zusammen in einer Stadt sind!!!




Jedes Mal fällt mir aufs Neue ein Stein vom Herzen: Gelandet!
 Die wirklich miserable Bildqualität bitte ich zu entschuldigen. Das Licht bei dem Wetter...

 Verlinkt bei Kiddikram von Lunaju und Made4Girls












Sonntag, 25. Oktober 2015

Ein Sonntag in Ostwestfalen

Heute kommen meine Sieben Sachen wieder einmal von meinem Besuch bei meinen Eltern. Sammeln tut sie wie immer Anita von Grinsestern.

Der Tag begann wie vermutlich bei den meisten heute mit dem Umstellen der Uhren. Ich persönlich freue mich ja über die Umstellung, da diese für mich die gemütliche Zeit und damit die Kerzenzeit einläutet.




Das Decken des Frühstückstisches: Eigentlich bin ich überhaupt kein Frühstücksfan. Wenn ich zuhause bin, habe ich oftmals noch so viele andere Dinge vor, dass mir das Frühstück als Einleitung für den Tag als zu lang erscheint. Das macht mich oftmals sehr kribbelig. Wenn ich zu Besuch bei meinen Eltern bin ist das ganz anders, da der Tag dann ohnehin einen ganz anderen Rhythmus hat.







Meine Mutter und ich binden Herbstkränze. Einen für meine Eltern, einen für uns. Wir beide geraten in einen Wettstreit umgekehrter Art: Wer hat den Schöneren? Du, nein du...


 





Wir besuchen - wie fast bei jedem Aufenthalt bei meinen Eltern - das Freilichtmuseum. Dort wird heute das Schnitzen von Runkeln (für alle die, die nicht aus Ostwestfalen kommen: Das sind Futterrüben) angeboten. Meine Mutter und ich sind noch ganz im Kreativrausch und schnitzen mit. Ich dachte, es sei so wie das Schnitzen von Kürbissen, doch es ist ganz anders, da diese Rüben sehr viel härter sind als Kürbisse. Dafür haben sie nicht die Kerne und diese glibberigen Fasern, was natürlich auch sehr angenehm ist.





Im Herbst beginnt auch meine sonst Handarbeiten ablehnende mittlere Tochter zu stricken. Da sie es sehr selten macht, ist meine Hilfe immer dann nötig, wenn Maschen fallen gelassen werden. 


Leider sind die Fotos ein wenig unscharf - ich habe keine Ahnung, aus welchem Grund das so ist...



Ich selbst stricke momentan an einem "Zwischendurch-Kurz-Projekt", nämlich an einem Tunika-Kleid für meine Tochter. Nach dem aufwändigen Pullover, der noch immer auf meinen Nadeln ist, brauchte ich mal etwas Entspannendes.




Und schließlich suchte ich noch nach Stoffen für eine Winterjacke für meine Tochter. 




Das war es dann mit meinem Herbstsonntag in Ostwestfalen. Ich wünsche allen einen schönen Abend und eine schöne Woche!!!

Montag, 12. Oktober 2015

12 von 12 trifft My kid wears

It's just another manic monday, I wish it was sunday, 

so sangen es schon die Bangles 1985. Immerhin nimmt dieses Lied ein besseres Ende als der Tag im Lied I don't like Monday von den Boomtown Rats. Es ist überhaupt überraschend, wie viele Lieder es über Montage gibt..

Ich habe prinzipiell nichts gegen Montage. Denn, ich gestehe es, der Montag ist der Tag, an dem wieder ein wenig Ruhe einkehrt, die Kinder in die Schule / Uni (seit neuestem) oder in die Kita gehen. Zwar muss ich früher aufstehen als am Wochenende, aber was nützt es, lange ausschlafen zu können, wenn ich auch am Wochenende um 6.30 Uhr aus dem Bett purzele. An diesem unspektakulären Montag sammelt Caro von "Draußen nur Kännchen" 12 Momente am 12. jeden Monats.

1. Heute steht als erste Aktion wie an jedem Morgen vor allen anderen Taten die Zubereitung des ersten Kaffees an.



Der erste Kaffee noch in großer Stille: Die Familie schläft

2. Nach einer ruhigen Viertelstunde müssen die Schulbrote zubereitet werden. Das jüngste Kind frühstückt im Kindergarten, so dass keine weitere Brotdose gefüllt werden muss.

Unsere Familie verkleinert sich inzwischen schon ein wenig, so dass die Anzahl der Brote wirklich übersichtlich bleibt. 





3. Und täglich grüßt das Murmeltier (wie haben wir eigentlich die enervierende alltägliche Routine genannt, bevor es diesen Film gab? Ach ja, ich glaube, wir sprachen vom Hamsterrad, blieben also irgendwie bei den Nagern...): Die Spülmaschine muss ausgeräumt werden. Und ebenfalls fast täglich ärgere ich mich über ekelhaft pappige Kakaoreste in Tassen, welche die lieben Kleinen (18, 16 und 14 Jahre) nicht "zeitnah" genug in die Spülmaschine bringen können. Es passiert recht häufig, dass unsere Geschirrschränke leer sind, da sich unzählige Tassen und Teller in den jeweiligen "Kinder"zimmern wiederfinden. Aber ich habe gelernt, dankbar zu sein. Immerhin finde ich das Geschirr wieder - unser Besteck nämlich wird entweder mitgegessen oder für den späteren Auszug beiseite gelegt. Egal, welchen Grund es dafür gibt: Unser Besteck - besonders die Messer und kleinen Löffel - verschwindet. Und zwar immer wieder. Wir haben schon zwei Bestecksätze à 24 nachgekauft, und wieder hat sich die Anzahl der kleinen Löffel auf einen seeehr übersichtlichen Bestand reduziert.


Diese Tasse kommt frisch aus der Spülmaschine! Igitt!!!

4. Auch die Katze kommt zu ihrem Recht:




5. Nach dem ersten Trubel - die Schulkinder sind versorgt - überzeuge ich meinen Mann von der Notwendigkeit, die jüngste Tochter zu fotografieren. Schließlich ist heute Montag, und da heißt es bei Rohmilch fast immer: My kid wears. Also raus aus der Wohnung, um im schönsten morgendlichen Herbstlicht Fotos für den entsprechenden Post zu machen.





6. In einem Rutsch wird die Kleine in den besten Kindergarten von allen gebracht.



7. Nach kurzem Zwischenstopp zum Kaffeetrinken zuhause, begleite ich einen Bekannten zum Zahnarzt. Trotz Termins müssen wir über eine Stunde warten, was vielleicht ärgerlich wäre, wenn die Leute dort nicht alle so nett und bemüht wären, zu helfen. 




Nach über zwei Stunden (inklusive Behandlung) standen wir wieder glücklich vor der Praxis, die Behandlung ist abgeschlossen, und ich freue mich, dass ich helfen konnte. 

8. Mein nächster Weg führte mich zum Einkaufen. Auch so eine Sache, die ich nicht sehr gerne mache. Es soll ja Menschen geben, die gerne Lebensmittel kaufen. 
Ich gestehe hier und jetzt ganz freimütig: Ich gehöre nicht dazu. 
Wobei ich diese Menschen um ihre Einstellung beneide. Wenn ich gerne Lebensmittel einkaufen ginge, hätte ich an jedem Tag ein Highlight, schließlich muss ich jeden Tag einkaufen gehen...



9. Gegen 15.00 Uhr abermals zum Kindergarten marschiert, um die jüngste Tochter zusammen mit ihren beiden Freunden abzuholen, da diese heute bei uns zu Besuch sind. Die Kinder freuen sich und brauchen für den Rückweg geschlagene 35 Minuten (statt der 15 Minuten, die eigentlich notwendig sind, wenn ich mit meiner Tochter alleine gehe). 
An jedem Strauch mussten wir stehen bleiben, Knallerbsen pflücken und mit lautem Gestampfe zum Platzen bringen. Das dauert natürlich so seine Zeit.



10. Zuhause angekommen müssen die Kinder sich zunächst einmal von den Anstrengungen des Weges erholen, indem die zuvor hingelegte Schokolade in Nullkommanix inhaliert wird. Mit Nachdruck geäußerten Wünschen nach Nachschlag gebe ich nicht nach, sondern schäle drei Äpfel. Zu meiner großen Überraschung hat es funktioniert, die Kinder sind zufrieden.


11. Die Ruhe, die nun herrscht, nutze ich aus, um unsere "Haustafel" jahreszeitlich gerecht auf Vordermann zu bringen. Okay, die Sache mit dem Zeichnen übe ich noch ein wenig. In meiner Vorstellung sah das Ganze irgendwie attraktiver aus...





12. Und da ich gerade so herbstlich unterwegs war, kaufte ich mir ein neues Windlicht. Da es in unserem Flur immer ein wenig zugig ist, kann ich keine Kerzen ohne Windlicht aufstellen, da die Kerzen dann furchtbar rußen und tropfen. Ein Windlicht hat darüber hinaus den in Zeiten der Elektrizität unvorstellbaren Vorteil, unseren Flur ein wenig zu beleuchten. Denn der ist immer (= I-M-M-E-R) zu dunkel. Nach nahezu 6 Jahren, die wir in dieser Wohnung leben, ist es uns noch immer nicht gelungen, eine zweite Flurlampe anzubringen. Da unser Flur jedoch sehr lang ist, reicht ein Lampe bei weitem nicht aus. Vorgesehen sind im übrigen laut Lampenanschlüssen 5 Lampen. 
Ich versuche es positiv zu sehen: Ab einem bestimmten Alter ist eine allzu helle Beleuchtung gar nicht vorteilhaft, und Kerzenlicht sagt man doch immer nach, dass es schmeichelt. Nun denn...



Wenn ich nun den Tag bis jetzt Revue passieren lasse (und dank Caro von "Draußen nur Kännchen" mache ich das heute bewusster als sonst, stelle ich fest, dass es ein recht unproduktiver Tag war, obwohl ich immer unterwegs und/oder beschäftigt war. Zufrieden stellt mich das nicht gerade, aber vielleicht kann ich das Ruder noch ein wenig herumreißen, wenn ich mich aufraffen und eine schon lange für meine Tochter zugeschnittene Hose nähen kann - oder zumindest damit beginne.

Für Caro war es heute ein hoffentlich wunderschöner Tag, denn sie hat, wie ich gelesen habe, heute Geburtstag. Alles Liebe von dieser Stelle schon einmal. Und allen anderen wünsche ich einen schönen Tag, eine schöne Woche und einen wundervollen Oktober.