Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label nähen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label nähen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 17. April 2018

Neue Jacke - neues (Blogger-) Glück / Teil 2

Heute ging es beim Sew along von Schnabelina um das Säumen und Nähen der Ärmelbündchen, dazu wurde der Kragen vervollständigt und der vordere Reißverschluss "verblendet" (sagt man das so?)

Puh, hier werden ganz schöne Anforderungen an die Sauberkeit des Nähens gestellt - dabei nähe ich häufiger nach dem Motto: "Ich lass das jetzt so - das soll so!" Meine Bemühungen waren auch nicht immer so ganz erfolgreich, doch das eine oder andere wird mir sicherlich bei einer 2. Jacke, die ich irgendwann ganz bestimmt einmal nähen werde, nicht mehr passieren. Das heißt: Da ich die Größe 134 genäht habe, wird es wohl noch ein Weilchen dauern, bis meine Tochter da rausgewachsen ist - vermutlich habe ich bis dahin all' meine Anfängerfehler vergessen und fange wieder bei Null an. Tja nun, so ist es dann eben. 

Heute habe ich auch nach Anleitung die Vorbereitungen für die abknöpfbare Kapuze getroffen. Dieses Detail war mir von Anfang an wichtig, denn beim Reiten stört die Kapuze manchmal, und so ist es gut, wenn sie bei schönem Wetter einfach zuhause gelassen werden kann.



Für diesen Vorteil nehme ich auch den Kampf mit meinem ganz persönlichen Nähfeind auf. Was der einen der Reißverschluss sind mir die KAM SNAPS. 
Alles, was mit ihnen schief laufen kann, läuft bei mir schief. Ich bringe die falschen Verschlüsse an den falschen Stellen an, beim Lösen reiße ich Löcher in die liebevoll genähte Kleidung, die Verschlüsse passen nicht übereinander, sie schließen nicht (wie kann das sein, frage ich mich dann immer wieder), sie zerbrechen beim Anbringen (und wieder: Wie kann das sein???) und/oder lösen sich beim Öffnen. Und ja, die Knöpfe passen zu dem Ding, mit dem man sie reindrückt, alles ist Original usw. 

Heute hatte ich erste kleine Erfolgserlebnisse zu vermelden: Zumindest das Eindrücken verlief ohne weitere Probleme. 
Übermorgen geht es dann ja weiter damit, dass die passenden Gegenstücke an die Kapuze angebracht werden müssen. Hui, das wird ein Spaß werden. Wahrscheinlich kann man mich über Berlins Stadtgrenzen hinaus hören... (und nicht vor Jubel vermutlich)


Da das Töchterchen jetzt noch in der Schule und heute nachmittag anderweitig beschäftigt ist, kann ich mit den Ärmeln erst einmal nicht weitermachen. Eine flüchtige Anprobe am frühen Morgen hat ergeben, dass die Ärmel noch viel zu lang sind, aber auf Verdacht möchte ich sie jetzt nicht kürzen, sonst kann ich meine Mutter zitieren, die immer sagte: "Zweimal abgeschnitten und doch zu kurz".




Teil 1 ist hier nachzulesen...

Sonntag, 23. April 2017

Ich mach' mir die Welt

... oder zumindest das Wochenende, wie es mir gefällt! Ein Hoch auf Pippi Langstrumpf, die weiß, was gut ist!!!

Ein sehr, sehr schönes Wochenende liegt fast hinter mir. Eines, an dem ich von gestern morgen an wirklich nur gemacht habe, was mir gefällt (wenn man von einem gewissen "Grundaufräumen" und einkaufen absieht). Und nachdem ich zum ersten Mal seit unendlich langer Zeit durchgeschlafen habe, frage ich mich, ob das daran liegt, dass ich sowohl gestern als auch heute nur meinen eigenen Bedürfnissen gefolgt bin.

Meine jüngste Tochter ist seit gestern morgen bis heute bei ihrer Freundin, und obwohl sie das liebste und artigste Kind ist, das man sich wünschen kann, richte ich mich bei der Gestaltung des Wochenendes natürlich auch in hohem Maße nach ihren Bedürfnissen. 
Die Bedürfnisse meiner 16jährigen Tochter sind sehr leicht zu erfüllen: Sie möchte in Ruhe in ihrem Zimmer sitzen und ab und zu mit mir plaudern. Das passt sehr gut zu meinen Bedürfnissen: Ich möchte in Ruhe lesen, nähen etc. und ab und zu mit ihr plaudern. Da gibt es kein Streit, keine Forderungen - Himmlisch!!! Ich glaube, ich sollte häufiger mal etwas machen... nur bietet es sich eben nicht allzu oft an.

Auch die angebrannten Brötchen konnten meine Laune heute morgen nicht schmälern - so ist das eben, wenn man während des Aufbackens mit anderen Dingen beschäftigt ist...





 ... wie hier mit dem Zuschneiden der schon lange geplanten Cambag von Tessa.



Bevor ich mich jedoch hinsetze, und die längst geplanten Schnitte nähe, muss ich zuvor einen Blazer zurückschicken, den ich zwar eigentlich zu dem gestern genähten Kleid bestellt habe, der mich jedoch aussehen lässt wie ein kleines rosa Schweinchen. Gut, war vielleicht zu erwarten, wenn man einen rosa Blazer zu einem rosa Kleid bestellt. Keine Ahnung, auf welchen Irrwegen mein Denkvermögen sich in dem Moment befand.




Das gestern genähte Kleid musste heute fertiggestellt, d.h. gesäumt werden. Ich hoffe, dass es am Ende mir dann auch so gut passt wie der Schneiderpuppe. Gestern sah es so aus, als würde sich die Unterwäsche sehr abzeichnen, mal sehen, was ich daran tun kann. Okay, bügeln müsste ich es wohl auch noch.




Die Familienfeier, zu der wir in Kürze fahren, nehme ich zum willkommenen Anlass, mir dann die oben erwähnte Tasche zu nähen. Das Nähen von Taschen gehört nicht zu meinen liebsten Projekten. Das mag daran liegen, dass absolute Gewissenhaftigkeit beim Zuschneiden, Einhalten der Nahtzugabe und das Übertragen der Passzeichen erforderlich sind. Und all' das sind nicht unbedingt meine Stärken. Außerdem hatte ich verdrängt, dass der von mir gewählte Stoff ganz laut nach einer Verstärkung durch Vlieseline schreit. Zumindest, wenn man eine Tasche nähen möchte. Da ich das jedoch erst nach den ersten drei Schritten gemerkt habe, hat sich der Stoff ausgerechnet am oberen Reißverschluss und - ausgerechnet - am Vorderteil verzogen. Die aufgenähte Blume ist also reine Camouflage und wurde ursprünglich nicht angestrebt, denn eigentlich wollte ich eine Tasche mit ganz klaren Linien ohne Schnörkel in der Hand halten. 




Nach zwei nahezu exzessiven Nähtagen sieht mein Zimmer so aus. Leider auch noch Stunden später, da ich mich bislang noch nicht aufraffen konnte, aufzuräumen. Das mag mit meinem heutigen Beschluss zusammenhängen, nur die Dinge zu tun, die ICH tun möchte. 



Wider Erwarten kommt meine Jüngste noch nicht so bald nach Hause. Beide Kinder scheinen die Zeit miteinander zu genießen und da die Mutter ihrer Freundin einfach toll ist, behält sie meine Tochter noch bei sich. Damit hatte meine Kleine auch ein wunderbares Wochenende: Gestern wurde das Geburtstagsgeschenk, das sie von ihrer Freundin erhalten hatte, eingelöst, und sie fuhren zum Filmpark Babelsberg, wo sie den ganzen Tag verbrachten, dann noch eine Übernachtung und heute Spielen bis zum Umfallen. Sicherlich ein Traum für jedes siebenjähriges Kind.


Da ich somit unverhoffte Ruhe habe, gehe ich in die Badewanne. Gibt es etwas dekadenteres, als mit einem Glas Sekt und einem guten Buch  an einem verregneten, stürmischen Nachmittag in der Badewanne abzutauchen? Und wenn dann der Badezusatz mit einen so netten  Namen hat und zum Ostergeschenk des Ex-Mannes gehörte - was braucht es noch mehr, um ein wunderbares Wochenende zu einem angemessenen Abschluss zu bringen?


Ich hoffe, alle anderen haben ebenfalls ein schönes Wochenende. Ich freue mich schon darauf, heute Abend darüber bei Grinsestern zu lesen, die wie jeden Sonntag sieben Sachen sammelt, für die wir unsere Hände gebraucht haben.

Montag, 3. April 2017

Lieblingsjacke

Seitdem ich weiß, wie angenehm Softshell zu vernähen ist, hatte ich schon seit längerer Zeit einmal vor, zusätzlich zu der "Reitjacke" des vergangenen Jahres eine weitere Jacke für den alltäglichen Gebrauch zu nähen. Vor längerer Zeit habe ich bereits diesen hübschen Softshell von Alles für Selbermacher in dem Wissen gekauft, dass meine Tochter Punkte sehr gerne mag. Und endlich bin ich an einem sonnigen Frühlingstag auch dazu gekommen, die Jacke zu nähen.

Es ist wie bei der anderen Jacke wieder eine Philippa von Farbenmix geworden. Durch die Seitennähte, die ich mit einer Zwillingsnadel weiß abgesteppt habe, sitzt sie sehr gut und sieht, wie ich finde, auch sehr gut aus. Apropos Zwillingsnadel: Manchmal ziehe ich die Zwillingsnadel der Covermaschine wirklich vor. Irgendwie ist meine Cover eine wahre Diva und lässt gerne einmal Stiche aus, sodass die Nähte manchmal wieder aufgehen, was sehr ärgerlich ist. Zwar sind das dann wenigstens keine Nähte, die das Kleidungsstück zusammenhalten, aber blöd aussehen tut es allemal.



Wie auch bei der Reitjacke habe ich das Prinzip der Taschen nicht so richtig verstanden. Und dennoch bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden, zumindest wenn man sich die Jacke nicht von links anguckt. Da die Reißverschlusseinsätze ein wenig knubbelig aussahen, habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und auf die jeweiligen Enden Herzen aus zum Glück farblich passendem Leder genäht. Und ich muss sagen, dass Ergebnis gefällt mir ausnehmend gut. Anders als in der Anleitung angegeben habe ich den Beleg noch einmal festgesteppt, denn mich stört wahnsinnig, dass der nicht fixierte Beleg der Reitjacke sich immer hochklappt und sehr unordentlich aussieht. Vielleicht hole ich her das Festnähen sogar noch einmal nach.

Die Innennaht der Kapuze habe ich ausnahmsweise mit einem Schrägstreifen versäubert. Ich bin überrascht, wieviel ordentlicher das gleich aussieht. Diese Mühe werde ich mir ab jetzt sicherlich häufiger machen. Und wie immer habe ich den Namen meiner Tochter und meine Handynummer eingenäht. Sollte mal das Kind verloren gehen, hat sie meine Nummer im Notfall immer bei sich. Und geht mal die Jacke ohne Kind verloren, so kann man die Besitzerin sehr schnell ausfindig machen.

Als Reißverschlussanhänger habe ich zwei Lederherzen zusammengenäht, eine Öse für das Kugelkettchen angebracht und so die Jacke, die ansonsten für unsere Verhältnisse recht schlicht ist, noch ein wenig gepumpt.



Ich liebe diesen Jackenschnitt, auch wenn ich zugeben muss, dass er mir für eine einfache Fleecejacke dann doch zu viel Fleißarbeit macht. Für eine solche Jacke, wie ich sie genäht habe, finde ich die Extras wie regulierbare Kapuze und Reißverschlussschutz einfach toll. Mein Vorhaben, Bündchen mit Daumenloch anzunähen, sind jedoch kläglich gescheitert, da ich die Beschreibung überhaupt nicht begriffen habe. Hmmmm....

Der Softshell ist im übrigen mit Fleece gefüttert und fühlt sich sowohl von außen als auch von innen sehr, sehr gut an. Ich bin sogar am Überlegen, ob ich nicht auch dringendst eine Softshelljacke bräuchte. Einfach weil der Stoff eine so schöne Haptik hat.













Verlinkt bei:

Sonntag, 26. März 2017

Fröliche Osstärn

... so werden Besucher und Heimkommende bei uns seit heute bereits vor der Tür begrüßt, denn das steht auf dem Begrüßungsschild, dass meine jüngste Tochter heute geschrieben hat.




Dieses Schild draußen aufzustellen, ist zwar chronologisch die letzte Sache für den Sieben Sachen Sonntag bei Grinsestern, doch für eine gute Überschrift bin ich bereit, die Chronologie mit Füßen zu treten!




Als ich heute morgen erwachte und erst auf meine Uhr und dann zufällig auf mein iPad schaute, war ich mehr als überrascht und zunächst vollkommen ohne Erklärung. Zum ersten Mal nämlich hatte ich nicht mitbekommen, dass die  Uhren umgestellt werden sollten. So war denn das Umstellen meiner Uhr eine meiner ersten Handlungen, für die ich meine Hände gebraucht habe.

Meine zweite Handlung war, das Taubennest zu fotografieren, das direkt vor unserem Küchenfenster ist. Ich habe nämlich vor, wenn die Taubenküken geschlüpft sind, täglich ein Foto zu machen, um die Entwicklung der Küken einmal für uns zu dokumentieren. Hoffentlich also bekommt die Kastanie nicht so schnell Blätter, damit uns die gute Sicht gewährt bleibt.



Mit einem Kaffee krabble ich wieder ins Bett und lese dort meiner inzwischen wach gewordenen Jüngsten eines meiner Lieblingsbücher: Die Häschenschule. 
Meine Tochter ist genau so begeistert wie ich, und so lese ich es schon den zweiten Morgen in Folge vor.



Frühstück! Als bekennende Frühstückshasserin liefere ich heute trotzdem das der jüngsten Tochter versprochene Frühstück mit Eiern, was wiederum ebenfalls die mittlere Tochter erfreut.


Die Zeit nach dem Frühstück nutze ich, um die gestern begonnene Softshelljacke fertigzunähen. Zum Glück fehlten nur die Bündchen, so dass das Kind sie gleich zum heutigen Spielplatzbesuch anziehen kann. Und weiteres Glück: Die Jacke wird vom Kind sehr geliebt!



Nach dem Spaziergang geht es in den Keller, denn wenn ich nicht langsam die Osterdeko hochhole, kann ich sie gleich im Keller lassen. Obwohl ich ein wahrer Dekofreak bin, packe ich die Ostersachen immer recht spät aus - im Unterschied zu Weihnachten, denn da kann ich meinen persönlichen Startschluss - den ersten Advent - kaum abwarten, um dem Dekowahn zu verfallen.
Hier haben wir die "Häschenstube" meiner kleinen Tochter aufgebaut. Dabei handelt es sich um ganz alte Möbel, die ich mal sehr günstig bei Ebay erstanden und gestrichen und "tapeziert" habe und die in einem ausgeräumten Regalfach stehen. Eigentlich wollte ich in diesem Jahr auf die Häschenstube verzichten, da ich das Gefühl hatte, dass sie im vergangenen Jahr recht unbeachtet blieb. Meine Tochter überzeugte mich, denn "Ohne Häschenstube ist gar kein richtiges Ostern, Mami".



Ich wünsche allen zwar noch nicht "Fröliche Osstärn", aber zumindest einen wunderschönen Sonntag (wenn man uns auch eine Stunde geklaut hat, was bei dem schönen Wetter hier umso ärgerlicher ist) und einen tollen Wochenanfang!!!

Dienstag, 21. Februar 2017

Rehe in der Bibliothek

Da der Frühling jetzt kommt - ich bin da ganz optimistisch - war es notwendig, die Frühjahrsgarderobe meiner Jüngsten ein wenig aufzufrischen.

Nach der Frühlingsjacke, die ich bereits gezeigt habe, habe ich nun ein Kleid aus der Oktober 1/17 genäht. Also eigentlich ist es ein Kleid, da meine Tochter jedoch bereits schlief, als ich es genäht habe und ich die Größe meiner Tochter mal wieder falsch einschätzte, habe ich es ein wenig zu kurz genäht. So ist es eigentlich mehr ein Longshirt denn ein Kleid geworden. 





Das Kleid besteht aus zwei unterschiedlichen Stoffarten. Das Oberteil wird aus Jersey genäht, der untere Rand und die beiden Taschen sind aus einem dünnen Jeansstoff. Den hatte ich nur nicht zur Hand und darum habe ich einen festen rosa-weiß gestreiften Denim genommen. Dadurch fällt das Kleid/Shirt weniger schwingend, da ich die Sache mit dem Kleid jedoch ohnehin verdorben habe, fällt das nicht negativ ins Gewicht.






Bestickt habe ich das Kleid mit unserer aktuellen Lieblingsstickdatei Waldliebe. Die habe ich zwar bereits vor einiger Zeit gekauft, jedoch jetzt wiederentdeckt.


In die Oberkanten der Taschen habe ich zwei kleine weiße Ösen geschlagen und durch diese ein rosa Band gezogen. Das nimmt den eckigen Kanten der ansonsten schlichten Taschen die Härte, die sicherlich auch durch den festen Denim sonst noch mehr hervorgehoben würde.

Der rosa Punktestoff ist von Alles für Selbermacher, ebenso wie der Jeansstreifen, den ich jedoch bereits im vergangenen Jahr gekauft habe und der nun dort nicht mehr zu kaufen ist.

Ich werde das Kleid ganz sicher noch einmal nähen und diesmal auch wirklich als Kleid. Hierfür werde ich auch den unteren Besatz aus einem dünneren Stoff nähen, um wirklich ein Kleid und nicht ein Longshirt zu nähen. Dennoch finde ich das Teil sehr gelungen, und auch meine Tochter freut sich sehr darüber und zieht es gerne an. 

Verlinkt bei:
Kiddikram
Made4Girls

Dienstag, 7. Februar 2017

Frühling, Frühling wird es nun bald...

Okay, wenn ich jetzt aus dem Fenster oder wahlweise auf das Thermometer schaue, sieht es nicht so aus, als würde meine hoffnungsvolle Überschrift bald mit der Realität übereinstimmen.

Dennoch habe ich nicht nur eine Sommerjacke genäht, sondern sie wurde auch getragen.

Wie im vergangenen Jahr war meine Tochter in diesem Jahr für 9 Tage im Urlaub auf Gomera. Dort ist es um diese Jahreszeit recht warm, doch ab und zu kann es sein, dass es regnet. Aus diesem Grund bekam ich wie auch im letzten Jahr die Auflage, eine dünne, möglichst umgefütterte Regenjacke zu nähen. Ebenfalls gleich geblieben wie im Vorjahr sind der Schnitt (Übergangsjacke von Lillesol & Pelle), die Stoffart (Taslan von Königreich der Stoffe) - - - und mein Hang, diese Jacke ein wenig zu klein zu nähen. Beim Nachlesen meines Blogposts vom letzten Jahr konnte ich von dem Vorsatz lesen, mich im kommenden Jahr daran zu erinnern, dass ich die Jacke größer nähen muss. So weit der Plan, doch wenn man sich den erst wieder vor Augen führt, wenn die Jacke genäht ist, hilft der reichlich wenig.

Hier kann man die abknöpfbare Kapuze sehen



Dennoch: der Jackenschnitt ist toll, ebenso wie der Stoff. Wen es interessiert, kann es in ebenjenem Post sehr gerne noch einmal nachlesen.




Als meine Tochter zur Schule kam, war ich ein wenig besorgt, dass ich ihre Kleidung nicht mehr besticken darf. Glücklicherweise ist das nicht der Fall - im Gegenteil, meine Tochter freut sich nach wie vor über jede Stickerei. Und so habe ich gestickt, was das Zeug hält und zwar die Stickdatei Wild Horse von Tinimi und die Stickdatei Pferdeliebe von Ginihouse. Um die Wasserdichtigkeit nicht allzu sehr zu beeinträchtigen, habe ich die Stickdatei zunächst auf Stickvlies gestickt und anschließend appliziert. Das macht die Stickereien ein wenig plakativer, was ich nicht immer unbedingt schöner finde. Doch wie gesagt: Der Zweck heiligt die Mittel. 

besticktes Snappapplabel am Kapuzenrand

Jetzt wird die Jacke zunächst einmal für die nächsten Monate in den Schrank gehängt, denn da sie lediglich mit einem Baumwollstoff gefüttert ist, hält sie lediglich Regen und Wind ab. Und ist damit für diese Kälte gänzlich ungeeignet.




Und wenn ich gleich meine Kleine und meinen Mann vom Flughafen abhole, werde ich zur Vorsicht eine Decke mitnehmen. Und mich freuen, dass wieder alle wieder zumindest  zusammen in einer Stadt sind!!!




Jedes Mal fällt mir aufs Neue ein Stein vom Herzen: Gelandet!
 Die wirklich miserable Bildqualität bitte ich zu entschuldigen. Das Licht bei dem Wetter...

 Verlinkt bei Kiddikram von Lunaju und Made4Girls












Montag, 6. Februar 2017

Das erste Zeugnis...

braucht eine angemessene Verpackung!

Unsere jüngste Tochter geht seit dem vergangenen September zur Schule.

Ich habe nun drei Töchter und alle drei gehen sie zur Schule. Doch bei keinem anderen Kind haben wir uns im Vorfeld so viele Gedanken gemacht wie bei unserer Jüngsten.

Sie ist sehr sensibel und schüchtern, verbunden mit einer großen Angst, auf unbekanntem Terrain Fehler zu machen. Fremde Situationen, fremde Menschen machen ihr Angst. Typisch für sie war folgende Situation, als sie dreiJahre alt war: Ich bitte sie, etwas für mich in der Küche in den Mülleimer zu werfen. Sie läuft los und kommt nach wenigen Sekunden zurück. Auf meine Frage, warum sie denn nicht das  Papier weggeschmissen habe, flüstert sie mir ins Ohr: "Ich habe mich nicht getraut. Da waren Leute in der Küche". Die Leute, das waren ihr damals 16jähriger Bruder und sein Freund. EIN Freund, nicht eine ganze Horde Sechzehnjähriger...

Die ersten 2 Jahre im Kindergarten waren für sie sehr schwierig: zu viele Kinder, zu viel Lärm, zu anonym. Sie weinte bereits sonntags, wenn sie montags wieder in den Kindergarten musste, sodass ich sie, wann immer es möglich war, zuhause bleiben ließ.

Schließlich fanden wir, als sie fünf war, den optimalen Kindergarten mit liebevollen Erziehern, festen Bezugspersonen und wenigen Kindern. Ich weiß kaum, wer den Kindergarten mehr genossen hat: Unsere Tochter oder ich.

Aufgrund dieser Erfahrung machten wir uns natürlich Sorgen, ob unsere Tochter geeignet ist für dieses Schulsystem. 
Doch wir hatten riesengroßes Glück. Die Klassenlehrerin ist unglaublich freundlich und einfühlsam, motiviert die Kinder und bringt ihnen das für mich Wesentliche für die erste Klasse bei: dass Schule und Lernen Spaß machen können. 
Denn lesen, Addition und Subtraktion im Zehner- und Zwanzigerzahlenraum - das lernen alle Kinder, manche gleich im ersten Halbjahr, andere im zweiten und manche in der zweiten Klasse. Doch wann lernen die Kinder, dass Schule Spaß machen kann? Dass Lernen nicht gleich Druck bedeutet? Dass Fehler nicht nur nicht schlimm, sondern manchmal auch wichtig sind? Das ist meiner Meinung nach das, worauf es in der ersten Klasse ankommt, hier werden die Weichen für das weitere Schulleben gestellt. Und die Schule nimmt einen so großen Anteil im Alltag der Kinder ein - egal, ob 1, 10. oder 13. Klasse - da sollte Schule nicht Leid und Angst bedeuten.





Wie gesagt, wir haben großes Glück gehabt. Dass es auch hätte anders kommen können, zeigen mir Beispiele aus dem Freundeskreis.

Vorletzten Freitag gab es hier in Berlin Zeugnisse, nur nicht für die ersten und zweiten Klassen. Dennoch bat uns die Klassenlehrerin, den Kindern eine Zeugnismappe mitzuschicken, da sie jedem Kind eine inoffizielle Beurteilung mitgeben wollte.




Von der großen Heidiliebe unserer Tochter habe ich hier, hier und hier bereits geschrieben, und da ich noch Heidi Stoff von Stoffe-Hemmers übrig hatte, habe ich eine Zeugnismappe mit Heidistoff und Heidistickdatei (Stoff und Liebe) genäht. Da ich nur wenig Lust hatte, Volumenvlies zuzuschneiden und aufzunähen - ich hatte sehr wenig Zeit, da ich erst am Vorabend auf die Idee mit der Zeugnismappe kam - freute ich mich, als ich bei Rossmann einen Bügelbrettbezug fand, der farblich gefiel und natürlich gepolstert war. Nachdem ich mir im klaren war, wie die Zeugnismappe aussehen sollte, ging es sehr schnell und so konnte ich der stolzen Erstklässlerin die angemessene Mappe für ihr erstes Zeugnis mitgeben. 



Verlinkt bei: Lunajus Kiddikram und Made4Girls

Sonntag, 5. Februar 2017

Blusen Sew along #3 - vorbei...



Ich gebe es zerknirscht und kleinlaut zu: Ich bin gescheitert. Und zwar am Stoff. Nachdem ich die Ärmel eingesetzt habe, habe ich erkannt: Das geht gar nicht. Das werde ich niemals anziehen...


... und zu allem Überfluss den Kragen auch noch falsch herum genäht
Meine Zweifel, die sich ja schon andeuteten, haben sich bestätigt und mir bleibt nur, dieses Ding zur Resteverwertung aufzubewahren. Meine Pläne, den Rest des Stoffs in einen Rock umzuwandeln, sind ebenfalls gescheitert.Wie sehr sie gescheitert sind, ist hier zu sehen. Nur liegt es jetzt nicht am Stoff, sondern am Nähen. Aaaaargh!!!

Ich danke Elle Puls ganz herzlich für die Arbeit und die tollen Tutorials im Rahmen dieses Sew alongs, wünsche allen anderen noch ganz viel Spaß und gutes Gelingen. Ich habe da so wunderschöne Exemplare gesehen...

Alles nix! Oder?

Wie jeden Sonntag sammelt Anita von Grinsestern sieben Dinge, für die wir unsere Hände gebraucht haben.

Zunächst einmal vorausgeschickt: Heute ist der Tag, an dem ich nicht nähen sollte. Und nicht zuschneiden. Und wer weiß, wovon ich noch meine Finger / Hände lassen sollte. Dabei fing alles so harmlos an...


Da heute mein letzter Tag als Strohwitwe und Einzelkindmutter ist - mein Mann ist mit meiner jüngsten Tochter im Urlaub gewesen - sollte dieser ganz im Zeichen des Nähens stehen. Und so suchte ich im Internet nach einem möglichen Geburtstagskleid für die Jüngste, fand eins (nämlich dieses) und nahm Maß, ob der erst kürzlich bestellte Stoff zum Kleid passen könnte. Najaa, ich brauche ca. 1,10 für das Rockteil und habe 1,05. Ob das reicht? Erst einmal abwarten, andere Dinge müssen dringlicher genäht werden.


Ob das reicht???
 Wie ich bereits in der vergangenen Woche schrieb, mache (ha, ich sollte sagen machte) ich mit beim Blusen Sew along von Elle Puls. Und schon letzte Woche war ich nicht so glücklich mit der Stoffwahl. In dieser Woche hatte sich gezeigt, dass das Ergebnis niemals tragbar wäre. Ich werde aus dem Sew along aussteigen, getreu dem Motto: Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Doch wie ich ja hier bereits schrieb, konnte ich mir einen Rock durchaus gut vorstellen - und genug Stoff hatte ich auch. Also schnitt ich mir eine MAjordis zu, die ich bereits einmal genäht habe und sehr, sehr gerne trage. Da sie mir erst nach diversem Verkleinern passte, schnitt ich sie ohne Nahtzugabe zu.

Und nähte. Und coverte. Und nähte. Und das Ergebnis gefiel mir gut. Dann zog ich sie meiner Schneiderpuppe an...


Von hinten



Und von vorn...
Tja, nun habe ich nicht nur die Bluse aus diesem Stoff, die mir passt, aber nicht gefällt, für die Tonne produziert, sondern auch noch einen Rock aus diesem Stoff, der mir gefällt, aber nicht passt. Großartig!!!

Und weil ich so schön dabei war, schnitt ich einen weiteren Rock ohne Nahtzugabe zu, denn mit Nahtzugabe war er ja zu groß (das allerdings, bevor ich gesehen hatte, dass mir ein Rock ohne Nahtzugabe zu klein sein wird). Jetzt hoffe ich darauf, dass dieser noch zu nähende Rock passen wird, wenn ich die Nähte schmaler mache. Ich werde berichten. 


Weiterer Rock, den ich vermutlich zu klein zugeschnitten habe

Später kam eine Freundin vorbei, die mir ihre Zwillingsnadel leihen wollte und mit der ich einen Kaffee trank. Gut, dass meine Tochter ihn gekocht hat, ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie ich den verdorben hätte...







Aber jetzt Trommelwirbel und Applaus: Mein Highlight des Tages! Gestern bastelte ich unter Fluchen, wie ich gestehen muss, eine Lampe nach dieser Anleitung. Als wir begannen, machten wir hoffnungsfrohe Pläne, was wir auf diese Art noch alles herstellen wollten. Nach drei Minuten wollten wir nur noch irgendwie fertig werden. Und als ich das Gebilde aus Wolle und Wasserball anschaute, konnte ich mir nicht vorstellen, dass das jemals eine Lampe werden könnte, die ich mir freiwillig hinhängen wollte. Und wurde eines besseren belehrt. Die Lampen gefallen uns beiden sehr gut und nach einer Nacht können wir uns sogar vorstellen, diese Bastelei zu wiederholen. Also hat doch noch etwas geklappt.




Bevor ich mich jetzt untätig auf die Couch setze, um wenigstens keinen weiteren Schaden anzurichten, werde ich noch dieses Bett bei Ebay einstellen. Ich hoffe, dass ich es los werde, denn meine Tochter hat ihr Zimmer nun ein wenig weniger kindlich eingerichtet, da hatte ein Hochbett keinen Platz mehr. 
So sah das Zimmer während der Umgestaltung aus. Die Pferdebordüre ist gewichen...

Sonntag, 29. Januar 2017

Von Müttern und Töchtern.

Und wieder heißt es, sieben Dinge zu zeigen, für die man seine Hände gebraucht hat, egal ob nur für wenige Minuten oder mehrere Stunden. Gesammelt wird dies alles von Anita von Grinsestern.

Es ist schon so eine Sache mit mir: Wie ich ja bereits mehrfach geschrieben habe, habe ich drei Töchter, wobei die erste bei ihrem Freund wohnt. Nun bin ich eine - ich muss es leider zugeben -  doch recht ängstliche Mutter. Früher, als meine Älteste noch zuhause wohnte, konnte ich nachts erst schlafen, wenn sie wieder zuhause war. Das ist nicht schön. Wer selber Kinder in einem gewissen Alter hat, weiß, wie lange man dann durchaus mal wach bleiben kann. Man kann Sonnenaufgänge bewundern, dem Erwachen der Vögel zuhören und vieles mehr. Seit sie nicht mehr zuhause wohnt, ist das alles kein Problem. Ich schaue einfach irgendwann morgens nach, wann sie das letzte Mal online war (sie weiß, dass ich das tue, es ist also nur leicht paranoid, aber kein stalken), und bin beruhigt. Entweder sie war an dem Tag schon online oder zuletzt so spät online, dass ich nicht erwarte, vor dem Nachmittag von ihr zu hören. Was aber mache ich bitteschön mit der Info "zuletzt online gestern um 19.29"? Tausende von Fragen tun sich mir auf. Warum war sie später nicht mehr online? Ist etwas passiert? Hat sie ihr Handy verloren? Ist sie verletzt und kann nicht mehr online gehen? Ist sie verletzt UND hat ihr Handy verloren?
Und somit verbringe ich meinen Morgen nicht etwa entspannt mit einem Buch im Bett, genüsslich den ersten Kaffee trinkend, nein, ich verbringe ihn mit meinem Handy in der Hand, den Kaffee achtlos in mich hineinschüttend und mir Sorgen machend. Verrückt, ich weiß...





Um meine überschüssige Energie loszuwerden, gönnte ich mir den Luxus, mich bereits um 8.00 Uhr an die Nähmaschine zu setzten und die ersten Nähte meiner Bluse für den Sew Along zu nähen. Warum mich das nur so mittel-zufrieden gemacht hat, ist hier nachzulesen.





Schließlich schnitt ich Quadrate für ein lang geplantes Projekt zu, für das die Stoffe bereits seit Juli hier liegen. Ich bin mir nicht so ganz sicher, was nach Fertigstellung mit der Patchworkdecke geschehen wird, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass jede Näherin in ihrem Nähleben einmal eine Patchworkdecke genäht haben muss. Mal sehen, ob ich das bereue. Das ganz akkurate Zuschneiden ist meine Sache nicht.





So früh angefangen mit meinem "Tagewerk" hatte ich zwischendrin auch Zeit, mit einem Becher Kaffee in der Hand ein wenig zu lesen. "Altweibersommer. Theodor Fontanes erster Fall" von Frank Goyke. Ich verehre Theodor Fontane sehr und finde es somit recht spaßig, ihn, rein fiktiv natürlich, einmal mit kriminalistischen Ambitionen kennenzulernen. Der Schreibstil des Buches passt perfekt in die Zeit Fontanes und liest sich aus diesem Grund für Liebhaber des literarischen Realismus schön. Ob das Buch jedermanns Sache ist, kann ich nicht beurteilen.





Kann mir jemand sagen, aus welchem Grund die Anwendungshinweise für eine Gesichtsmaske in mikroskopisch kleiner Schrift auf die Packung gedruckt werden? Um zu wissen, wie lange diese Maske einziehen muss, benötigte ich eine Lupe! Das nenne ich an der Zielgruppe vorbeidesignt. Denn die Menschen, die das noch ohne Brille lesen können, also Kinder, haben doch eine Gesichtsmaske gar nicht nötig. Entweder die Maske taugt nicht oder ich habe trotz Lupe falsch gelesen: Meine Haut spannt, als hätte ich ein vierstündiges Sonnenbad genommen.





Mittags fuhren meine mittlere Tochter und ich zu Ikea. Es ist immer wieder ungewohnt, etwas ohne meine jüngste Tochter zu unternehmen, doch die ist heute mit ihrem Vater unterwegs. Und so genieße ich es auch in vollen Zügen, einmal mit meinen beiden großen Töchtern alleine Zeit zu verbringen, so wie heute eben mit meiner mittleren Tochter, mit der ich so herrlich lachen kann. Es ist für mich immer wieder ein kleines "Wunder" zu erkennen, wie unterschiedlich meine drei Töchter sind, wie unterschiedlich dadurch das Zusammensein manchmal sein kann und wie sehr ich alle drei auf die gleiche Art und Weise liebe. 





Heute Abend, wenn meine Tochter und ich all' das ungesunde Zeug zu Abend gegessen haben, das wir immer gerne essen, wenn wir beide alleine sind, werde ich mich noch einmal an meine Decke wagen. Bislang sind mir die Grannys noch nicht so richtig geglückt, was daran liegen mag, dass ich eher stricke als häkel. Doch in diese Decke habe ich mich verliebt, als ich sie als Teaser bei Drops entdeckt hatte.





Ich wünsche allen einen schönen Sonntag Abend und einen schönen Wochenstart!!!