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Montag, 3. April 2017

Lieblingsjacke

Seitdem ich weiß, wie angenehm Softshell zu vernähen ist, hatte ich schon seit längerer Zeit einmal vor, zusätzlich zu der "Reitjacke" des vergangenen Jahres eine weitere Jacke für den alltäglichen Gebrauch zu nähen. Vor längerer Zeit habe ich bereits diesen hübschen Softshell von Alles für Selbermacher in dem Wissen gekauft, dass meine Tochter Punkte sehr gerne mag. Und endlich bin ich an einem sonnigen Frühlingstag auch dazu gekommen, die Jacke zu nähen.

Es ist wie bei der anderen Jacke wieder eine Philippa von Farbenmix geworden. Durch die Seitennähte, die ich mit einer Zwillingsnadel weiß abgesteppt habe, sitzt sie sehr gut und sieht, wie ich finde, auch sehr gut aus. Apropos Zwillingsnadel: Manchmal ziehe ich die Zwillingsnadel der Covermaschine wirklich vor. Irgendwie ist meine Cover eine wahre Diva und lässt gerne einmal Stiche aus, sodass die Nähte manchmal wieder aufgehen, was sehr ärgerlich ist. Zwar sind das dann wenigstens keine Nähte, die das Kleidungsstück zusammenhalten, aber blöd aussehen tut es allemal.



Wie auch bei der Reitjacke habe ich das Prinzip der Taschen nicht so richtig verstanden. Und dennoch bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden, zumindest wenn man sich die Jacke nicht von links anguckt. Da die Reißverschlusseinsätze ein wenig knubbelig aussahen, habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und auf die jeweiligen Enden Herzen aus zum Glück farblich passendem Leder genäht. Und ich muss sagen, dass Ergebnis gefällt mir ausnehmend gut. Anders als in der Anleitung angegeben habe ich den Beleg noch einmal festgesteppt, denn mich stört wahnsinnig, dass der nicht fixierte Beleg der Reitjacke sich immer hochklappt und sehr unordentlich aussieht. Vielleicht hole ich her das Festnähen sogar noch einmal nach.

Die Innennaht der Kapuze habe ich ausnahmsweise mit einem Schrägstreifen versäubert. Ich bin überrascht, wieviel ordentlicher das gleich aussieht. Diese Mühe werde ich mir ab jetzt sicherlich häufiger machen. Und wie immer habe ich den Namen meiner Tochter und meine Handynummer eingenäht. Sollte mal das Kind verloren gehen, hat sie meine Nummer im Notfall immer bei sich. Und geht mal die Jacke ohne Kind verloren, so kann man die Besitzerin sehr schnell ausfindig machen.

Als Reißverschlussanhänger habe ich zwei Lederherzen zusammengenäht, eine Öse für das Kugelkettchen angebracht und so die Jacke, die ansonsten für unsere Verhältnisse recht schlicht ist, noch ein wenig gepumpt.



Ich liebe diesen Jackenschnitt, auch wenn ich zugeben muss, dass er mir für eine einfache Fleecejacke dann doch zu viel Fleißarbeit macht. Für eine solche Jacke, wie ich sie genäht habe, finde ich die Extras wie regulierbare Kapuze und Reißverschlussschutz einfach toll. Mein Vorhaben, Bündchen mit Daumenloch anzunähen, sind jedoch kläglich gescheitert, da ich die Beschreibung überhaupt nicht begriffen habe. Hmmmm....

Der Softshell ist im übrigen mit Fleece gefüttert und fühlt sich sowohl von außen als auch von innen sehr, sehr gut an. Ich bin sogar am Überlegen, ob ich nicht auch dringendst eine Softshelljacke bräuchte. Einfach weil der Stoff eine so schöne Haptik hat.













Verlinkt bei:

Sonntag, 19. März 2017

Geschäftig

Nachdem ich am letzten Sonntag wegen des Geburtstags, bzw. wegen der Nachbereitungen keine Zeit hatte, mache ich heute wieder mit beim Sieben Sachen Sonntag.

"Ist es weg?", fragte ich mich heute morgen (genauso wie gestern und vorgestern morgen) hoffnungsvoll, um sofort die Ernüchterung zu erfahren. Nein, ist es nicht. Ich habe mir am Donnerstag beim Nichtstun einen Nerv eingeklemmt, direkt oben am Halsansatz und inzwischen fühlt sich die linke Hälfte meines Nackens und Halses an wie blaugeschlagen, von meinem Kopf möchte ich gar nicht erst reden. Ein Körnersack half nur wenig, was die Schmerzen jedoch errräglich macht, ist diese wärmende Salbe in Verbindung mit einer Ibuprofen. So schön, sich schon um 7.20 Uhr Chilliextrakt aufzutragen...







Gestern Abend schlief meine große Tochter hier und zusammen mit der Mittleren verbrachten wir einen Abend, an dem ich gelacht habe, bis die Tränen kamen und der Bauch weh tat. Meine mittlere Tochter nämlich hat die bewunderns- und gleichermaßen beneidenswerte Eigenart, über sich selbst zu lachen. Und gestern präsentierte sie ihr "Tagebuch" aus der dritten Klasse. Es war so zuckersüß und wahnsinnig komisch und - leider auch teilweise recht traurig. Heute räume ich die Überbleibsel von einem sehr schönen Abend weg. Hach, zwar bin ich oft sehr rührselig, dass meine Kleinen schon so groß, erwachsen und z.T. Aus dem Haus sind, aber --- es ist so unvergleichlich toll, große Töchter zu haben!




Frühstück mit anschließendem Abräumen und Spülen, da unsere neue Spülmaschine kaputt, es aber so schwierig ist, mit dem Servicepartner von Ikea-Elektrogeräten Kontakt aufzunehmen.






Morgen beginnt mein erstes Blockseminar, das bedeutet für mich, dass ich all' meine Unterlagen zusammensuchen muss, da morgen früh sonst die absolute Hektik ausbricht.






Sehr ambitioniert bin ich heute an die Nähmaschine gegangen, da ich zwei Kleidungsstücke und eine Tasche fertig nähen wollte, um sie in der kommenden Woche anzuziehen. Da ich in den nächsten Tagen immer erst um 17.30 zuhause sein werde, werde ich wohl nicht dazu kommen. Und - hurra!!! es ist geschafft. Kleid, Jacke und Tasche sind fertig geworden, Kleid und Jacke sogar zu meiner Zufriedenheit, während ich mit der Tasche noch ein wenig hadere. Aber mal sehen, wie sie aussieht, wenn die bestellten Gurte, D-Ringe und Taschenringe angekommen sind.





Schließlich probiere ich passend zum Wetter unseren neuen Duschzusatz aus - der Name ist heute wettertechnisch Programm.


Meine große Tochter hat morgen zusammen mit ihrer Freundin ihren Abiturvortrag für ihre 5. Prüfungskomponente. Und so halten meine Tochter, ihre Vortragspartnerin und eine weitere Freundin, deren Prüfung am Dienstag stattfindet, mir ihren Vortrag. Ich hoffe, meine diversen Hinweise bezüglich ihrer Vortragsweise konnte ihnen helfen. Ich selbst habe von sehr interessanten Themen profitiert.




Meine Kopfschmerzen nehmen wieder heftige Ausmaße an, so dass ich mich, sobald es mir möglich ist, ins Bett legen werde. Ich wünsche allen einen schönen Sonntag und eine tolle Woche!

Montag, 6. Februar 2017

Das erste Zeugnis...

braucht eine angemessene Verpackung!

Unsere jüngste Tochter geht seit dem vergangenen September zur Schule.

Ich habe nun drei Töchter und alle drei gehen sie zur Schule. Doch bei keinem anderen Kind haben wir uns im Vorfeld so viele Gedanken gemacht wie bei unserer Jüngsten.

Sie ist sehr sensibel und schüchtern, verbunden mit einer großen Angst, auf unbekanntem Terrain Fehler zu machen. Fremde Situationen, fremde Menschen machen ihr Angst. Typisch für sie war folgende Situation, als sie dreiJahre alt war: Ich bitte sie, etwas für mich in der Küche in den Mülleimer zu werfen. Sie läuft los und kommt nach wenigen Sekunden zurück. Auf meine Frage, warum sie denn nicht das  Papier weggeschmissen habe, flüstert sie mir ins Ohr: "Ich habe mich nicht getraut. Da waren Leute in der Küche". Die Leute, das waren ihr damals 16jähriger Bruder und sein Freund. EIN Freund, nicht eine ganze Horde Sechzehnjähriger...

Die ersten 2 Jahre im Kindergarten waren für sie sehr schwierig: zu viele Kinder, zu viel Lärm, zu anonym. Sie weinte bereits sonntags, wenn sie montags wieder in den Kindergarten musste, sodass ich sie, wann immer es möglich war, zuhause bleiben ließ.

Schließlich fanden wir, als sie fünf war, den optimalen Kindergarten mit liebevollen Erziehern, festen Bezugspersonen und wenigen Kindern. Ich weiß kaum, wer den Kindergarten mehr genossen hat: Unsere Tochter oder ich.

Aufgrund dieser Erfahrung machten wir uns natürlich Sorgen, ob unsere Tochter geeignet ist für dieses Schulsystem. 
Doch wir hatten riesengroßes Glück. Die Klassenlehrerin ist unglaublich freundlich und einfühlsam, motiviert die Kinder und bringt ihnen das für mich Wesentliche für die erste Klasse bei: dass Schule und Lernen Spaß machen können. 
Denn lesen, Addition und Subtraktion im Zehner- und Zwanzigerzahlenraum - das lernen alle Kinder, manche gleich im ersten Halbjahr, andere im zweiten und manche in der zweiten Klasse. Doch wann lernen die Kinder, dass Schule Spaß machen kann? Dass Lernen nicht gleich Druck bedeutet? Dass Fehler nicht nur nicht schlimm, sondern manchmal auch wichtig sind? Das ist meiner Meinung nach das, worauf es in der ersten Klasse ankommt, hier werden die Weichen für das weitere Schulleben gestellt. Und die Schule nimmt einen so großen Anteil im Alltag der Kinder ein - egal, ob 1, 10. oder 13. Klasse - da sollte Schule nicht Leid und Angst bedeuten.





Wie gesagt, wir haben großes Glück gehabt. Dass es auch hätte anders kommen können, zeigen mir Beispiele aus dem Freundeskreis.

Vorletzten Freitag gab es hier in Berlin Zeugnisse, nur nicht für die ersten und zweiten Klassen. Dennoch bat uns die Klassenlehrerin, den Kindern eine Zeugnismappe mitzuschicken, da sie jedem Kind eine inoffizielle Beurteilung mitgeben wollte.




Von der großen Heidiliebe unserer Tochter habe ich hier, hier und hier bereits geschrieben, und da ich noch Heidi Stoff von Stoffe-Hemmers übrig hatte, habe ich eine Zeugnismappe mit Heidistoff und Heidistickdatei (Stoff und Liebe) genäht. Da ich nur wenig Lust hatte, Volumenvlies zuzuschneiden und aufzunähen - ich hatte sehr wenig Zeit, da ich erst am Vorabend auf die Idee mit der Zeugnismappe kam - freute ich mich, als ich bei Rossmann einen Bügelbrettbezug fand, der farblich gefiel und natürlich gepolstert war. Nachdem ich mir im klaren war, wie die Zeugnismappe aussehen sollte, ging es sehr schnell und so konnte ich der stolzen Erstklässlerin die angemessene Mappe für ihr erstes Zeugnis mitgeben. 



Verlinkt bei: Lunajus Kiddikram und Made4Girls

Sonntag, 29. Januar 2017

Von Müttern und Töchtern.

Und wieder heißt es, sieben Dinge zu zeigen, für die man seine Hände gebraucht hat, egal ob nur für wenige Minuten oder mehrere Stunden. Gesammelt wird dies alles von Anita von Grinsestern.

Es ist schon so eine Sache mit mir: Wie ich ja bereits mehrfach geschrieben habe, habe ich drei Töchter, wobei die erste bei ihrem Freund wohnt. Nun bin ich eine - ich muss es leider zugeben -  doch recht ängstliche Mutter. Früher, als meine Älteste noch zuhause wohnte, konnte ich nachts erst schlafen, wenn sie wieder zuhause war. Das ist nicht schön. Wer selber Kinder in einem gewissen Alter hat, weiß, wie lange man dann durchaus mal wach bleiben kann. Man kann Sonnenaufgänge bewundern, dem Erwachen der Vögel zuhören und vieles mehr. Seit sie nicht mehr zuhause wohnt, ist das alles kein Problem. Ich schaue einfach irgendwann morgens nach, wann sie das letzte Mal online war (sie weiß, dass ich das tue, es ist also nur leicht paranoid, aber kein stalken), und bin beruhigt. Entweder sie war an dem Tag schon online oder zuletzt so spät online, dass ich nicht erwarte, vor dem Nachmittag von ihr zu hören. Was aber mache ich bitteschön mit der Info "zuletzt online gestern um 19.29"? Tausende von Fragen tun sich mir auf. Warum war sie später nicht mehr online? Ist etwas passiert? Hat sie ihr Handy verloren? Ist sie verletzt und kann nicht mehr online gehen? Ist sie verletzt UND hat ihr Handy verloren?
Und somit verbringe ich meinen Morgen nicht etwa entspannt mit einem Buch im Bett, genüsslich den ersten Kaffee trinkend, nein, ich verbringe ihn mit meinem Handy in der Hand, den Kaffee achtlos in mich hineinschüttend und mir Sorgen machend. Verrückt, ich weiß...





Um meine überschüssige Energie loszuwerden, gönnte ich mir den Luxus, mich bereits um 8.00 Uhr an die Nähmaschine zu setzten und die ersten Nähte meiner Bluse für den Sew Along zu nähen. Warum mich das nur so mittel-zufrieden gemacht hat, ist hier nachzulesen.





Schließlich schnitt ich Quadrate für ein lang geplantes Projekt zu, für das die Stoffe bereits seit Juli hier liegen. Ich bin mir nicht so ganz sicher, was nach Fertigstellung mit der Patchworkdecke geschehen wird, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass jede Näherin in ihrem Nähleben einmal eine Patchworkdecke genäht haben muss. Mal sehen, ob ich das bereue. Das ganz akkurate Zuschneiden ist meine Sache nicht.





So früh angefangen mit meinem "Tagewerk" hatte ich zwischendrin auch Zeit, mit einem Becher Kaffee in der Hand ein wenig zu lesen. "Altweibersommer. Theodor Fontanes erster Fall" von Frank Goyke. Ich verehre Theodor Fontane sehr und finde es somit recht spaßig, ihn, rein fiktiv natürlich, einmal mit kriminalistischen Ambitionen kennenzulernen. Der Schreibstil des Buches passt perfekt in die Zeit Fontanes und liest sich aus diesem Grund für Liebhaber des literarischen Realismus schön. Ob das Buch jedermanns Sache ist, kann ich nicht beurteilen.





Kann mir jemand sagen, aus welchem Grund die Anwendungshinweise für eine Gesichtsmaske in mikroskopisch kleiner Schrift auf die Packung gedruckt werden? Um zu wissen, wie lange diese Maske einziehen muss, benötigte ich eine Lupe! Das nenne ich an der Zielgruppe vorbeidesignt. Denn die Menschen, die das noch ohne Brille lesen können, also Kinder, haben doch eine Gesichtsmaske gar nicht nötig. Entweder die Maske taugt nicht oder ich habe trotz Lupe falsch gelesen: Meine Haut spannt, als hätte ich ein vierstündiges Sonnenbad genommen.





Mittags fuhren meine mittlere Tochter und ich zu Ikea. Es ist immer wieder ungewohnt, etwas ohne meine jüngste Tochter zu unternehmen, doch die ist heute mit ihrem Vater unterwegs. Und so genieße ich es auch in vollen Zügen, einmal mit meinen beiden großen Töchtern alleine Zeit zu verbringen, so wie heute eben mit meiner mittleren Tochter, mit der ich so herrlich lachen kann. Es ist für mich immer wieder ein kleines "Wunder" zu erkennen, wie unterschiedlich meine drei Töchter sind, wie unterschiedlich dadurch das Zusammensein manchmal sein kann und wie sehr ich alle drei auf die gleiche Art und Weise liebe. 





Heute Abend, wenn meine Tochter und ich all' das ungesunde Zeug zu Abend gegessen haben, das wir immer gerne essen, wenn wir beide alleine sind, werde ich mich noch einmal an meine Decke wagen. Bislang sind mir die Grannys noch nicht so richtig geglückt, was daran liegen mag, dass ich eher stricke als häkel. Doch in diese Decke habe ich mich verliebt, als ich sie als Teaser bei Drops entdeckt hatte.





Ich wünsche allen einen schönen Sonntag Abend und einen schönen Wochenstart!!!

Donnerstag, 16. Juni 2016

Hoch zu Ross

sitzt meine jüngste Tochter seit diesem Ausflug einmal in der Woche.

Und für mich ist das die Gelegenheit, mich an die Nähmaschine zu setzen, um eine Softshelljacke zu nähen, die nicht zu weit ist, um einen richtigen Sitz zu kontrollieren und die nicht im Wind flattert.
Schon immer wollte ich Softshell vernähen, hatte bloß immer die Kosten gescheut als auch die Notwendigkeit nicht als zwingend betrachtet.

Nachdem beide Gründe, die gegen das Vernähen von Softshell sprachen, beseitigt wurden (der Softshell vom Königreich der Stoffe ist wirklich erschwinglich und von sehr guter Qualität), machte ich mich ans Nähen.

Der Schnitt war schnell klar: Eine Philippa von Farbenmix. Das Schnittmuster war - wie von Farbenmix gewohnt - sehr verständlich und leicht nachzuarbeiten. Ich freue mich sehr, dass ich jetzt weiß, wie ich einen Kinnschutz am oberen Ende eines Reißverschlusses und einen Riegel zum Verkleinern der Kapuze nähe. Also habe ich noch etwas wirklich Nützliches gelernt!

Bestickt habe ich die Jacke mit der Stickdatei Wild Horse von Tinimi. Zunächst hatte ich befürchtet, dass diese Datei meiner Tochter nicht gefallen, weil sie ihr vielleicht zu "erwachsen" wären. Dem war nicht so, was vermutlich auch damit zusammenhängt, dass ich von mir als besonders "teeniemäßig" empfundene Stickdatei nicht gestickt habe. 
Letztendlich habe ich versucht, eines der Pferde nachzusticken, auf dem sie häufiger reitet.

Die Taschenecken habe ich mit Snappap verstärkt und damit die zweite Premiere bewältigt. Und es zeigte sich, dass sowohl Snappap als auch Softshell sehr gut zu vernähen sind.


Ein Glitzerherz am Reißverschluss, und die Jacke ist für unsere Ansprüche perfekt. Und vor allem: dem Kind gefällt sie sehr gut.






Mein ganzer Stolz: der Kinnschutz







Definitiv eine Mädchensache und für Kinder sowieso und darum geht es 
zu Kiddikram
zur Meitlisache

Mittwoch, 15. Juni 2016

Nähen für den Schulanfang- Sew along #4

Fast geschafft

... so heißt das Motto des heutigen Treffens bei Lunajus Sew along "Nähen für den Schulanfang".

Und es stimmt, ich habe es wirklich fast geschafft. Vorgenommen hatte ich mir ja so Einiges, das Meiste ist (fast) geschafft und zwei neue Projekte ist noch hinzugekommen.

Womit also bin ich fertig, bzw. fast fertig?

1. mit der Schultüte, die ich bereits hier gezeigt habe
2. mit der Schreibtischunterlage, die ich hier bereits gezeigt habe
3. mit dem Kleid, das ich an gleicher Stelle "in der Fertigung" gezeigt habe. Hier fehlen wirklich nur noch Kleinigkeiten wie das Rüschenband als Ärmelabschluss (und ich habe es nun doch nicht gefüttert, obwohl ich inzwischen zwei unterschiedliche Stoffe dafür gekauft habe)




Diesen Kranz möchte das angehende Schulkind unbedingt zur Einschulung tragen. Mich freut es, denn diesen Kranz trug ich vor vielen Jahren zur Erstkommunion meines großen Bruders. I


4. mit drei Stiftehaltern oder sonstigen Utensilos, um ein "Zwischendurch-Erfolgsprojekt" zu haben


Upcycling, wie man vermutlich erkennen kann

5. mit einer Zählmaus nach diesem E-Book






Ich bin recht zufrieden mit mir. Denn bei uns in Berlin werden die Kinder erst am 10.09. eingeschult, sodass ich sehr früh mit den wichtigsten Projekten fertig bin.


Was ich noch nähen möchte, 

1. ist ein Regenschutz für den Ranzen (ich hoffe, ich finde dafür die Beschreibung in den unendlichen Weiten des Internets wieder). Der Stoff dafür ist gestern bereits gekommen, und ich finde, er sieht sehr süß zum Ranzen aus.

2. eine Jacke, die zu dem Kleid passt, wenn das Wetter nicht mehr dem Kleid angemessen ist. Oder umgekehrt.
Geplant ist der Aster Cardigan, den es von Näh-Connection auch in deutscher Übersetzung gibt. Leider konnte ich die Seite nicht aufrufen, aus diesem Grund der Link zum englischen Schnittmuster.
Zumindest die Jacke werde ich vielleicht nicht mehr bis zur Ziellinie des Sew alongs schaffen, ich bin jedoch sehr zuversichtlich, dass sie bis zum September fertiggestellt sein wird.

Ansonsten brauche ich ganz dringend ein Kleid für mich (jaja, ein ganzer Schrank voll mit Nichts-Anzuziehen), doch das gehört natürlich nicht so richtig zu einem Nähen für den Schulanfang-Sew along. Ebenso wenig wie das Kleid für die Taufe am Tag nach der Einschulung.

Ich bin mehr als gespannt, was die anderen Teilnehmerinnen genäht habe. Wer weiß, vielleicht bekomme ich noch weitere Ideen, für Dinge, die ich UNBEDINGT nähen muss.

Und zum Abschluss einmal ein Eindruck, wie es während des Nähens des Kleides aussah!


In Bilderbüchern bezeichnet man Derartiges wohl als Wimmelbild

Sonntag, 12. Juni 2016

Zwei auf einen Streich

oder: 12 von 12 trifft den Sieben Sachen- Sonntag

So ist es nämlich heute. Auf der einen Seite (Achtung: Wortspiel) sammelt Caro von "Draußen nur Kännchen" unter der Rubrik 12 von 12 am 12. eines jeden Monats anhand vieler Fotos (12, vermute ich mal), Eindrücke des Tages, auf der anderen Seite findet bei Anita von Grinsestern wie an jedem Sonntag statt, an dem 7 Dinge fotografisch dokumentiert werden, für die wir unsere Hände gebraucht haben. 

Dann beginne ich mal, die Herausforderung der Inklusive anzugehen, wobei es jeder Leserin und jedem Leser selbst überlassen ist, zu entscheiden, was zu wem gehört.

Das nenne ich einmal eine Einleitung...

1. meine erste,zum Glück unspektakuläre Handlung war es, anhand der Schuhe festzustellen, ob meine älteste Tochter nachts sicher nach Hause gekommen ist. Ist sie! Wenn ich überlege, um und vor was ich alles so Angst hatte, als sie noch klein war, muss ich über Mich nachsichtig den Kopf schütteln. Die wirklichen Ängste, also die, die mich wirklich neben der Spur stehen lassen können, kamen erst, als das Kind sich auch nächtens von der sicheren Seite ihrer Mutter wegbewegt hat. Und wenn ich sie in solchen Momenten nicht erreichen kann - na, das sind Ängste..., die ich natürlich und zum Glück nicht immer habe. Doch es gibt so Situationen...


Offensichtlich war es dort, wo die Tochter war, sehr staubig...


2. jetzt kann ich meinen ersten Kaffee kochen, den ich im Bett trinken werde. Es ist ja erst 6.50 Uhr.





3. während die Milch warm wird, gieße ich meine paar Blumen, die ich in Ermangelung eines Balkons in raffinierter ( doch keineswegs gänzlich unbedenklicher) Weise auf dem leicht abschüssigen Fensterbrett befestigt habe. Doch was soll ich machen, so mitten in der großen Stadt, wenn ich doch viel lieber morgens als erstes durch den eigenen Bauerngarten lustwandeln würde. Da muss ich dann eben flexibel sein.





4. Gestern überkam mich die Idee, dass ich unbedingt dunkelblaue Bettwäsche (da edel) haben möchte. Da ich im letzten 3 Garnituren der Aussteuerbettwäsche von meiner Mutter bekommen habe, die inzwischen an den gefalteten Kanten über die Jahre hinweg vergilbt sind, hatte ich schnell zwei Garnituren zur Hand, um sie färben zu können. Ich bin vom Ergebnis wirklich begeistert. Dadurch, dass es sich um Damastbettwäsche handelt, hat die Bettwäsche einen schönen Schimmer bekommen und das eingewebte Muster sieht nahezu plastisch aus. Was mich allerdings weniger begeistert, ist die Tatsache, dass ich es doch wirklich geschafft habe, nur einen Kopfkissenbezug zu färben. Ich brauche zwei!!! Es ist ja nicht so, als hätte ich keinen zweiten gehabt (denn dann hätte ich erst gar nicht angefangen zu färben), sondern ich habe ihn einfach vergessen. Himmel!!! Jetzt werde ich morgen versuchen, eine ähnliche Farbintesität hinzubekommen, wenn ich nachfärben werde. 
Ich nehme noch gerne Wetten entgegen, ob ich das hinbekomme oder nicht...



Es ist zwar nicht gebügelt, doch so umgebügelt wie es aussieht, ist die Bettwäsche nicht - das ist das Muster. Ehrlich!


5. Am späteren Vormittag telefoniere ich mit meiner jüngsten Tochter, die heute mit ihrem Vater und ihrem großen Bruder an der Ostsee ist. Das Wetter ist wohl nur so mittelprächtig, doch zum Glück haben Kinder da ein anderes Empfinden. Und solange das Meer und der Strand da sind, gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung, wie mein Vater immer sagt (ich hätte ihr eben doch die Regenhose einpacken sollen. Zu spät...) Während des Telefonats haben wir uns gegenseitig auf dem laufenden gehalten: Sie erzählt, was sie dort macht, ich berichte, was ihre zuhaue gebliebenen Babies so treiben. Das kann durchaus schon einmal 15-20 Minuten in Anspruch nehmen... Gute Mütter, die wir sind, wollen eben informiert sein.

Suchbild: Finde das Handy


6. Oh mein Gott, wie sieht mein Nähzimmer nur aus... Nach mehrstündiger Arbeit an Auftragsnähereien sieht es aus wie mein ganz persönliches Armageddon. Zumindest kam mir dieser Name als erstes in den Sinn, als ich nach kurzer Pause mein Nähreich wieder betrat. Um zu wissen, was mir da schemenhaft im Kopf herumspukte, musste ich das erst einmal nachlesen - ist ja sonst ein wenig peinlich, wenn man mit gefährlichem Halbwissen um sich schmeißt.  
Woran der Zustand des Zimmers auch immer erinnern mag: Ich muss ihn ändern und aufräumen.




7. In der Nähpause schaue ich eine neue Serie auf Amazon Instant Video. Ich habe nicht allzu viel von einer deutschen "Breaking Bad"-Kopie, noch dazu mit Bastian Pastewka erwartet. Da ich in den vergangenen Wochen jedoch zwei Hörbücher gehört habe, die er besprochen hat und denen ich sehr gerne zuhörte, habe ich der Miniserie "Morgen hör ich auf" eine Chance gegeben, was sehr gut war. Denn ich mag die Serie, Bastian Pastewka finde ich in der Rolle gut und Susanne Wolff, die seine Frau spielt, finde ich überhaupt toll. Teilweise bin ich zwar der Meinung, dass eine zu große Anhäufung von Zufällen das Geschehen bestimmt, aber dennoch mag ich diese Serie.
Und gerade habe ich gesehen, dass diese Serie auch in der ZDF-Mediathek zu sehen ist. Einfach auf den obigen Link gehen und - schwupps - ist man da...







8. Gibt es etwas Schöneres, als während des Anschauens von Serien etwas zu essen? Himmlisch. Und da diese komischen Wasser-Eise (ich bin mir sehr sicher, dieses Wort gibt es nicht), die es in 12er-Packs im Eisfach gibt, auch kaum Kalorien haben, habe ich ungeniert zugeschlagen. Statt Mittagessen sozusagen. Und... die Mengen an Zucker, die ich damit zu mir genommen habe, verdränge ich auch jetzt weiterhin erfolgreich.



9. Und da ich schon beim Thema "Kalorien" bin, kann ich auch gleich damit weitermachen. Vermutlich hat jeder, der ein Länderspiel der EM oder WM schaut, so seine eigene Tradition. Und die gibt es hier eben auch. Allerdings variiert die abhängig von den Familienmitgliedern, die mitschauen. Schaue ich ein Länderspiel in Anwesenheit von männlichen Familienmitgliedern, so gibt es traditionell wenigstens ein Mal unsere so genannten Deutschlandbrötchen, benannt nach einem Länderspiel der WM 2010. Da machte ich nämlich, weil es schnell ging und auch fernsehkompatibel war (man kann es in die Hand nehmen und braucht kein Besteck), eben diese Brötchen. Hinter dem vollmundigen Namen verbergen sich lediglich ausgehöhlte Aufbackbrötchen, mit einer Tomaten-Hackfleisch-Mischung gefüllt und viel Käse überbacken. Sehr, sehr lecker. Die wird es im Verlauf dieser EM sicherlich auch wieder einmal geben, auch wenn ich nur noch vegetarisch koche. Eine EM-Ausnahme also. 
Heute guckt kein Mann mit. Nur meine beiden großen Töchter und ich, yeah. Und darauf bereiten wir uns ganz anders vor. Das gesunde Abendessen bereitet meine mittlere Tochter vor - es gibt eine Tomaten-Zucchini-Quiche. Und das war es mit Gesundem. Unsere weibliche Variante der Länderspiel-Tradition ist, möglichst viele Süßigkeiten im Fußball-Look  zu verzehren, was weniger geübte Menschen vielleicht in ein Zuckerkoma fallen ließ. Uns natürlich nicht, denn wir haben diese Tradition bei der WM zur höchsten Vollendung gebracht.
Nicht zu vergessen das Eis im Eisfach, die Nachos und die Cola im Kühlschrank


10. Weil ich so schön im Schwung bin (schließlich ist die erste Näharbeit vollendet, und ich bin sogar relativ zufrieden), beginne ich mit dem Zuschneiden des weiteren Auftrags. Zuschneiden gehört definitiv nicht zu meinen Lieblingsaufgaben. Ich verkürze es mir, indem ich das Hörbuch "Urlaub mit Esel" höre. Es ist recht unterhaltsam, allerdings würde ich es nicht als unbedingtes "Muss" weiterempfehlen.

Wenn ich mir das so ansehe, passt unsere Katze sehr gut ins Farbkonzept. Als hätte ich es so gewollt...



11. Ich habe irgendwo einmal gelesen, dass Bügeln die kleine Schwester des Nähend sei. Für mich ist Bügeln die missmutige Tante des Nähens, die ich so gar nicht gerne besuche. Dennoch - wenn ich nicht für mich nähe, bin ich immer ein wenig gewissenhafter. Also bügele ich!



12. Es ist 19.07, und ich habe den mehr als zweifelhaften Erfolg zu verbuchen, dass ich einen Sonntag hinter mich gebracht habe, ohne einmal meinen Fuß vor die Haustür gesetzt zu haben. Und daran wird sich heute auch nichts mehr ändern, da in weniger als einer Stunde der Anpfiff ist und die gezeigten Süßigkeiten den Weg in unseren Magen finden müssen. 
Bis es soweit ist, genieße ich in vollen Zügen die Tatsache, große Töchter zu haben. Denn die eine der großen ist gerade dabei, das gesunde Abendessen vorzubereiten, während ich vollkommen entspannt dabei zusehen kann ohne helfen zu müssen. Herrlich!!!




Ich wünsche allen heute einen wunderschönen Sonntagabend. Ob mit oder ohne Fußball!!!