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Montag, 16. April 2018

Neue Jacke - neues (Blogger-)Glück?

Schon wieder ist fast ein Jahr vergangen, in dem ich mich blogmäßig in der Versenkung befunden habe. Ich hätte nie gedacht, dass mein Durchhaltevermögen so angreifbar ist - na, ist wohl der blinde Fleck, der sich  gerade ein wenig lichtet.

Der diesmalige Grund für mein Wiederauftauchen liegt bei Schnabelina. Schnabelina hat zum Softshelljacken-Sew-Along aufgerufen, und viele sind gekommen. Ich auch. Zuerst wollte ich gar nicht, denn erstens hat meine Tochter bereits zwei Softshell-Jacken und zweitens bin ich mit dem dafür verwendeten Schnitt sehr glücklich. Doch dann konnte ich feststellen, dass meine Tochter aus ihrer Reitjacke herausgewachsen ist.
Jippieh, ich kann mitnähen!



Da Online-Bestellungen sich nicht mit einer derartig kurzentschlossenen Teilnahme an einem Sew along vertragen, habe ich einen Softshell bei einem Stoffhändlier vor Ort erstanden. Zwar finde ich sowohl das Muster als auch den Farbton (Beere nennt man den, glaube ich) sehr schön, allerdings hätte ich mir für eine "Reitjacke" einen Uni-Stoff schöner vorstellen können. Doch wie einst ja schon Gorbatschow so sinnend feststellte: Wer zu spät kommt....
So handele ich denn nach dem Motto: "Was nicht passt, wird passend gemacht" und besticke in etwas dezenterer Form als bei der letzten Reitjacke die zukünftige Jacke mit einem Stickmuster von Rock-Queen.

Inzwischen sind wir schon bei Tag vier angelangt. Wie immer bei Schnabelina sind ihre Schnittmuster unglaublich gut - gut gradiert und toll erklärt! Und in diesem Schnittmuster gibt es sogar noch zwei Videos. Und das erste hat wirklich mein Projekt gerettet, denn mit den Reißverschlusstaschen habe ich mich sehr schwer getan, die hätte ich ohne das Video nicht hinbekommen.

Heute im Laufe des Tages werde ich mich an die Aufgabe des heutigen Tages machen - es geht um den Kragen und den vorderen Reißverschluss. Ich freue mich schon darauf.


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Montag, 3. April 2017

Lieblingsjacke

Seitdem ich weiß, wie angenehm Softshell zu vernähen ist, hatte ich schon seit längerer Zeit einmal vor, zusätzlich zu der "Reitjacke" des vergangenen Jahres eine weitere Jacke für den alltäglichen Gebrauch zu nähen. Vor längerer Zeit habe ich bereits diesen hübschen Softshell von Alles für Selbermacher in dem Wissen gekauft, dass meine Tochter Punkte sehr gerne mag. Und endlich bin ich an einem sonnigen Frühlingstag auch dazu gekommen, die Jacke zu nähen.

Es ist wie bei der anderen Jacke wieder eine Philippa von Farbenmix geworden. Durch die Seitennähte, die ich mit einer Zwillingsnadel weiß abgesteppt habe, sitzt sie sehr gut und sieht, wie ich finde, auch sehr gut aus. Apropos Zwillingsnadel: Manchmal ziehe ich die Zwillingsnadel der Covermaschine wirklich vor. Irgendwie ist meine Cover eine wahre Diva und lässt gerne einmal Stiche aus, sodass die Nähte manchmal wieder aufgehen, was sehr ärgerlich ist. Zwar sind das dann wenigstens keine Nähte, die das Kleidungsstück zusammenhalten, aber blöd aussehen tut es allemal.



Wie auch bei der Reitjacke habe ich das Prinzip der Taschen nicht so richtig verstanden. Und dennoch bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden, zumindest wenn man sich die Jacke nicht von links anguckt. Da die Reißverschlusseinsätze ein wenig knubbelig aussahen, habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und auf die jeweiligen Enden Herzen aus zum Glück farblich passendem Leder genäht. Und ich muss sagen, dass Ergebnis gefällt mir ausnehmend gut. Anders als in der Anleitung angegeben habe ich den Beleg noch einmal festgesteppt, denn mich stört wahnsinnig, dass der nicht fixierte Beleg der Reitjacke sich immer hochklappt und sehr unordentlich aussieht. Vielleicht hole ich her das Festnähen sogar noch einmal nach.

Die Innennaht der Kapuze habe ich ausnahmsweise mit einem Schrägstreifen versäubert. Ich bin überrascht, wieviel ordentlicher das gleich aussieht. Diese Mühe werde ich mir ab jetzt sicherlich häufiger machen. Und wie immer habe ich den Namen meiner Tochter und meine Handynummer eingenäht. Sollte mal das Kind verloren gehen, hat sie meine Nummer im Notfall immer bei sich. Und geht mal die Jacke ohne Kind verloren, so kann man die Besitzerin sehr schnell ausfindig machen.

Als Reißverschlussanhänger habe ich zwei Lederherzen zusammengenäht, eine Öse für das Kugelkettchen angebracht und so die Jacke, die ansonsten für unsere Verhältnisse recht schlicht ist, noch ein wenig gepumpt.



Ich liebe diesen Jackenschnitt, auch wenn ich zugeben muss, dass er mir für eine einfache Fleecejacke dann doch zu viel Fleißarbeit macht. Für eine solche Jacke, wie ich sie genäht habe, finde ich die Extras wie regulierbare Kapuze und Reißverschlussschutz einfach toll. Mein Vorhaben, Bündchen mit Daumenloch anzunähen, sind jedoch kläglich gescheitert, da ich die Beschreibung überhaupt nicht begriffen habe. Hmmmm....

Der Softshell ist im übrigen mit Fleece gefüttert und fühlt sich sowohl von außen als auch von innen sehr, sehr gut an. Ich bin sogar am Überlegen, ob ich nicht auch dringendst eine Softshelljacke bräuchte. Einfach weil der Stoff eine so schöne Haptik hat.













Verlinkt bei:

Mittwoch, 1. Juni 2016

Nähen für den Schulanfang-Sew along # 3

Mittendrin


so heißt heute die Station beim von Lunaju initiierten Sew along "Nähen für den Schulanfang" 

Tja, mittendrin bin ich ... mittendrin im Chaos, im Verschneiden, in --- ach, überhaupt.

Wie ich ja hier bereits angekündigt habe, möchte ich zur Einschulung eine Elodie nähen. Die habe ich bereits vor zwei Jahren zur Konfirmation der größeren Schwester genäht und war absolut begeistert. Ich dachte, ich befände mich auf der sicheren Seite, schließlich hatte ich das Kleid bereits zufriedenstellend genäht und wusste nun, worauf ich achten muss. Beim Nachmessen des Oberkörpers meiner Tochter kam ich laut Schnittmustertabelle auf das recht eigentümliche Ergebnis, dass ich ein Kleid in Größe 98/104 nähen müsste. Na, vielen Dank, das Kind trägt eine 122! 
Also habe ich beherzt eine 122 ohne Nahtzugabe zugeschnitten, damit das Kleid nur in der Weite ein wenig enger ausfällt, dafür aber Länge und Taillenhöhe stimmen. 8 Nähte zu nähen ist mit der Overlock schnell getan, und als ich voller Vorfreude das fertige Unterkleid zum Vergleich an das Kleid von vor zwei Jahren (in Größe 110) anhielt, stellte ich voll Entsetzen fest, dass das heutige Kleid oben enger geworden ist, als das zwei Jahre alte. Himmel!!! Das kann niemals passen. 

Das Kind steht zur Anprobe im Moment nicht zur Verfügung, doch dass das nicht gehen wird, ist wohl klar. 
Ich habe daraufhin noch zwei weitere Bahnen zugeschnitten, die aufgrund des Stoffmangels (schließlich waren nur 8 Bahnen vorgesehen) etwas kürzer ausgefallen sind. Also, 4 cm kürzer - das ist nicht wirklich nur etwas kürzer... Außerdem vergrößert sich die untere Länge des Saums damit auf ca. 4,50 m.




 Da ich das Kleid insgesamt natürlich nun kürzen muss, ist eine Bordüre zur Verlängerung auf Ursprungslänge unbedingt nötig. Die bereits gekaufte Bordüre passt so, wie ich es mir vorgestellt habe, natürlich nicht, so dass ich eine neue werde kaufen müssen. Und das Oberteil passt selbstverständlich auch nicht mehr, so dass ich das noch einmal zuschneiden musste. Ob mir das alles am Ende gefallen wird, das bezweifele ich doch sehr.

Ich überlege schon, auf Plan B zurückzugreifen. Ich habe nämlich vor einigen Tagen ein sehr süßes Kleid aus der Oktober 3/16 genäht - gelingsicher und mit entsprechendem Stoff durchaus feierlich genug für eine Einschulung. Vielleicht gibt es jetzt einfach das. Damit stehe ich natürlich wieder am Anfang und bin seeehr weit weg von "mittendrin"


Der Sitz des Kleides sieht ein wenig eigentümlich aus, weil meine Tochter gerade mitten im Sprung ist. Eigentlich sitzt es sehr gut. Ehrlich!







Doch etwas Fertiggestelltes kann ich dennoch vorweisen, nämlich die Schreibtischunterlage nach dem Freebook von Farbenmix







Da ich die Unterlage in A3+ genäht habe, erschien mir das Einsteckfach für den Stundenplan als zu groß. So habe ich auf die Seite einfach eine kleineres Fach für kleine Bilder/Fotos o.ä. genäht.


Ansonsten kann ich nur hoffen, dass das Nähschicksal mir ab jetzt ein wenig hold ist. Heute Abend, wenn die Tochter da ist, werde ich eine Anprobe machen und dann entscheiden, wie es weitergehen wird. Doch jetzt muss ich mich erst einmal wieder dem Paralleluniversum, sprich dem schnöden Alltag widmen.

Zur Belohnung meiner Bemühungen, die noch vor mir liegen, freue ich mich schon darauf, heute Abend zu schauen, wie weit alle anderen Mitstreiterinnen sein werden.

Mittwoch, 4. Mai 2016

Aufregender Schulanfang

Jetzt mache ich zum ersten Mal bei einem Sew along mit und stolpere quasi hinein. Ich mache nämlich mit bei LunaJus Linkparty "Nähen für den Schulanfang". 


Folgenden Eckdaten, die ich aus JunaJus Blog kopiert habe (ich hoffe, dass ist in Ordnung) werden jetzt meine Nähzukunft beeinflussen:


 27.April-.4.Mai  Anmeldung durch verlinken hier im Blog von JunaJu

4. Mai 
Startschuss: Brainstorming ;)
Was will ich nähen? Habe ich schon eine konkrete Idee oder muss ich erstmal  in Ruhe überlegen.
Welchen Stoff nehme ich? Was muss ich noch besorgen?

18. Mai: Ich habe angefangen!
 Heute zeige ich einen ersten Zwischenstand von meinem Projekt.
Ist der Stoff schon da?
Bin ich bei meiner Idee geblieben oder ist noch etwas dazu gekommen bw. habe ich nochmal alles umgeworfen?
Komme ich klar oder brauche ich vielleicht etwas Hilfe?

1. Juni: Mittendrin- es wird!
Ich bin schon mitten drin in meinem Projekt und so langsam sieht man wie es fertig aussehen könnte.

15. Juni: Fast geschafft-
Ich bin schon fast fertig, es fehlt nur noch der letzte Feinschliff oder eine Kleinigkeit.

29. Juni: Finale- Juchhuuu ich bin fertig! 
Heute zeige ich die tollen (Trage)Fotos von unserem glücklichen Schulkind bzw. wenn es noch eine Überraschung sein soll nur von dem Projekt.
Edit: Wer zufällig gerade am Finaltag im Urlaub ist kann es noch vier Wochen länger verlinken, ich lass das Verlinkungstool noch länger offen 
Sew Along Schulanfang 2016- ich bin dabei!





Was also möchte ich nähen?
Ach, da gibt es so viele Dinge, die anstehen.

Zuallererst natürlich das Einschulungskleid. Der Schnitt soll eine Elodie sein, den Stoff habe ich bereits Anfang April auf dem Stoffmarkt gekauft. Blaue Streublümchen auf weißem Hintergrund und als Kombistoff blauer Vichykaro. Als Unterkleid habe ich einen sehr weich fallenden Baumwollstoff in hellrosa gewählt. Damit bin ich jedoch noch nicht zu 100% zufrieden, ich schätze, ich werde mich noch einmal nach weißem Musselin o.ä. umschauen.

Stoff für das Kleid


Dann kommt natürlich die Schultüte dran. Die soll aus blau-weißem Punktestoff genäht werden, die Spitze bildet ein blauer Stoff mit Schmetterlingen (um einen Zusammenhang zum Ranzen herzustellen, der zwar keinen Fitzel blau in sich hat, dafür einen großen Schmetterling zeigt). Auch diesen Stoff habe ich bereits auf dem Stoffmarkt gekauft. Außerdem habe ich bereits einen Papprohling auseinandergenommen, um daraus - aus Geschenkpapier - ein Schnittmuster für den Stoff herzustellen. Wie inzwischen wohl fast überall üblich, möchte ich die Schultüte so nähen, dass sie nach der Einschulung zu einem Kissen umfunktioniert werden kann. Aus diesem Grund bin ich auch noch nicht ganz sicher, ob ich die Schultüte  wirklich ganz klassisch mit Tüll verschließen werde (den ich ebenfalls schon habe), oder ob ich weicheren Baumwollstoff nehmen werde.


Stoff für die Schultüte





Und die Stoffe für Kleid und Schultüte zusammen.
Dann möchte ich noch eine Schreibtischunterlage nach einem Freebook von Farbenmix und Hefthüllen nähen. Diese beiden Projekte werde ich jedoch auf jeden Fall hintenan stellen und habe das Material noch nicht. 

Außerdem wird das Wochenende der Einschulung - die hier in Berlin übrigens erst am 10.09.16 sein wird - ein Feier-Marathon-Wochenende werden, da unsere Kleine am Tag nach der Einschulung, also am 11.09. noch getauft werden wird und ich auch für diesen Anlass noch ein Kleid nähen muss möchte.

Soweit also mein vielleicht etwas motivierter Plan. Zum Glück sind die Einladungen mit einer gestickten Schultüte bereits von mir verschickt worden, so dass ich diese von meiner Liste schon streichen kann. Ärgerlicherweise habe ich vergessen, Fotos von den Einladungskarten zu machen, da ich sie wirklich sehr hübsch finde. Und - juchhuu - die Erzieherin und der Erzieher der jetzigen Einrichtung und die Erzieherin der ersten Einrichtung, die meinem Kind in der damals für sie so unglücklichen Kitazeit (es war einfach für unsere sehr ängstliche und zurückhaltende Tochter die falsche Kita) eine große Stütze war, haben sogar bereits zugesagt. Darüber freue ich mich sehr.

Ich hoffe sehr, dass ich diesen doch für mich recht straffen Zeitplan einhalten kann. Das wird mir umso schwerer fallen, da unser Einschulungstermin ja noch in ferner Zukunft liegt - immerhin haben bei uns am Ende des Sew alongs die Sommerferien noch nicht einmal begonnen.

Auch ein Schreibtisch muss noch besorgt und das Zimmer dementsprechend umorganisiert werden. Zwar hat das Kind ein sehr großes Zimmer, da sie jedoch viel mit Puppen spielt, die alle ihr eigenes Bett, mehrere Puppenschränke und eine Küche haben, ist das Zimmer doch auch recht voll. Aber irgendwie werden wir auch das hinbekommen.

Ich freu mich drauf!


Donnerstag, 13. August 2015

RUMS mit Hose

Welcher Irrsinn hat mir eigentlich eingeflüstert, dass ich eine Hose nähen möchte? 

Es muss die 10tägige Nähabstinenz gewesen sein, die mich noch aus dem Urlaub heraus Stoff hat bestellen lassen - nämlich den hier: Achromatics/Unbunt-Geoleaves von Alles für Selbermachen (inzwischen wohl ausverkauft). Ein, wie ich finde, wunderschöner Stoff, den ich dringend vernähen wollte. 

So weit, so gut. Aber das gefühlt tausendste Shirt? Nein, dachte ich mir in infantilem Optimismus, da geht noch mehr, da muss eine Hose zu. Und schwups, war auch der passende Hosenstoff im virtuellen Einkaufswagen. Bestellen und Bezahlen geht dank der Technik von Schottland aus und so wurde mir zunächst einmal die Heimkehr mit dem Wissen versüßt, dass die Stoffe und ich nahezu zeitgleich ankommen würden. 

Geht es Ihnen auch so? Dass Sie sehnsüchtig auf den bestellten Stoff warten, ihn
SOFORT waschen müssen - und ihn dann liegen lassen? Nun gut, am Montag machte ich mich trotz großer Hitze an die Hose. 

Den Schnitt habe ich mir irgendwie selbst zusammen gebastelt, und ich kann sagen: das war keine gute Idee. Kurz zusammengefasst: die Hose sitzt wenn überhaupt, dann nur dank des Gürtels. Etwas mehr Nahtzugabe an den Oberschenkeln hingegen wäre sicherlich nicht zu verachten gewesen, doch trotz meiner Mäkelei finde ich sie dann angezogen gar nicht so schlimm, wie man bei meinem Gezeter vielleicht denken könnte.





Als Kombination dazu habe ich ein Shirt nach dem Schnittmuster REBEKAH von Farbenmix genäht. 








Das Shirt ließ sich im Unterschied zur Hose sehr gut nähen. Den unteren Saum habe ich mit einem Fransenband (heißt das so?) verziert. Mal sehen, ob mir das auf Dauer gefallen wird. Ich habe Sorge, dass die Fransen bald ausfransen werden. Und was sich hier so nach lustigem Wortspiel anhört, sähe in der Realität sicherlich sehr doof aus.





Beide Stoffe sind von Alles für Selbermacher. Der Jersey aus der Serie Unbunt ist, wie gesagt, bereits ausverkauft, bei dem Hosenstoff handelt es sich um diesen sehr leichten dehnbaren Jeansstoff. Der Jersey fühlt sich, wie alle Eigenproduktionen von AfS sehr, sehr gut an, der Jeansstoff hätte für meinen Geschmack als Hosenstoff etwas fester sein können. 

Wenn ich mir diese Kombination ansehe, ist der Mustermix schon sehr auffällig. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich beide Teile häufiger mit einem schwarzen "Gegenstück" - also schwarzer Hose oder schwarzes Shirt - kombinieren werde.


Ist mir anzumerken, dass ich nicht so gerne fotografiert werde?


Und jetzt verlinke ich bei RUMS und schaue mal, welche Inspirationen wieder an gewohnter Stelle eintrudeln.


Donnerstag, 23. Juli 2015

Wenn die Sonne nicht kommt, so locke ich sie

zumindest versuche ich das mit diesem Kleid. 







Es ist eine Lucille von Farbenmix. Dieser Schnitt war einer der ersten, die ich für mich genäht habe. Es ist auch schon eine gewisse Zeit her, dass ich dieses Kleid genäht habe, da es aber immer nur für mich war und auch meins bleiben wird (denn esist glücklicherweise nicht der Stil meiner Töchter, die mir doch häufiger mal etwas aus meiner Garderobe abquatschen), denke ich, dass ich es zu RUMS bringen darf.




Der Stoff ist gelber Romanitjersey, wo ich ihn gekauft habe, weiß ich nicht mehr. Bestickt habe ich ihn mit den Vögeln aus dem Bauernreigen von Kunterbuntdesign.




Irgendwie habe ich immer, wenn ich das Kleid trage, das Gefühl, das irgendetwas fehlt (wenn ich mir die Designbeispiele anschaue, habe ich dieses Gefühl komischerweise nicht).




Aus diesem Grund habe ich bei dem Kleid (wie bei den anderen beiden, die ich schon nach diesem Schnittmuster genäht habe) einen Gürtel gebastelt und diesen mit einer roten Stoffblüte aus einem Jerseyrest aufgehübscht. So fühle ich mich gleich wohler.

Das Kleid hatte ich bei einer Konfirmation an, und es ist wirklich lustig zu sehen, wie auffällig dieses Kleid auf Fotos neben all' den dunkel gekleideten Gästen aussieht. 
Ich bin ja nicht allzu oft für knallige Farben, doch manchmal gefällt es mir eben. So auch bei diesem Kleid.





Und ich finde, es ist definitiv das Passende, für trübe Tage und Sonnensehnsucht.

Dienstag, 21. Juli 2015

An apple a day ...

... keeps the doctor away.




Na, da wollen wir doch mal hoffen, dass dieser Spruch sich nicht nur wegen der aufgedruckten Äpfel bewahrheiten wird, sondern auch, weil die Jacke aus beschichteter Baumwolle (Stoffe Zanderino) nicht nur wasserabweisend, sondern wenigstens nahezu wasserdicht ist. 






Genäht habe ich die Retrojacke Rabea von Farbenmix mit der Kapuzenerweiterung. Ich war wirklich dankbar, dass es diese Erweiterung gab, sonst hätte ich auf einen anderen Schnitt zurückgreifen müssen. Denn ein Regenmantel ohne Kapuze ist zwar für mich angemessen (denn ich hasse Kopfbedeckungen jeder Art), aber meiner Tochter würde ich ein solch sinnloses Kleidungsstück weder nähen noch kaufen.




Die Jacke ist recht schnell und ohne größere Schwierigkeiten genäht - es sei denn, man stellt sich so dusselig an wie ich. Ich habe nämlich die Kapuze bereits gefüttert an die Außenjacke genäht und hatte dann das Problem, das Innenfutter vernünftig einzunähen. Es ist ja nicht so, dass ich nicht schon einige Jacken genäht hätte. Was weiß ich, wo ich mit meinen Gedanken war... Ich habe es weitestgehend gerettet, indem ich die offene Kante des Innenfutters an der Kapuze mit einem Schrägband kaschiert habe.

Statt der vorgesehenen Knöpfe habe ich einen Reißverschluss eingenäht, das gefällt mir bei Regenjacken besser. Sie ist weit genug, um über dickere Pullis zu passen, da die Jacke selbst ja lediglich mit einer leichten Baumwolle gefüttert ist.




Die Ärmel habe ich mit einer Paspel abgesetzt. Das hatte ich eigentlich auch mit den anderen Nähten vor, habe es dann aber im Eifer des Gefechts vergessen.




Jacken ohne Taschen gefallen meiner Tochter gar nicht. Also habe ich zwei Herztaschen auf die Jacke genäht. Zwar sind sie nicht so groß, dass man unendlich viele Schätze dort verstauen könnte, aber für ein paar gesammelte Kleinigkeiten reichen sie doch.




Damit Wind und Regen draußen bleiben, habe ich die Ärmel unten enger genäht und mit einem Bündchen abgeschlossen. Im Original werden die Ärmel unten weiter, was bei anderen Jacken sehr niedlich aussieht, für eine Regenjacke jedoch ungünstig ist.




Als ich den Stoff bestellte, hatte ich gedacht, die Äpfel seien etwas kleiner. So war ich beim Auspacken dann doch sehr überrascht von der Größe. Ich bin heilfroh, dass meine Tochter nicht mehr die Größe 86 trägt, sonst hätte vielleicht nur ein Apfel Platz auf dem Kleidungsstück gehabt. 

Meine Tochter ist begeistert, und das besonders von der Zipfelkapuze. Durch das feste Material der beschichteten Baumwolle steht der Zipfel eben auch entsprechend hoch und gibt meiner Kleinen ein wahres Zwergenaussehen. 






Um für den schottischen Regen gewappnet zu sein, habe ich in die Kapuze ein Band eingezogen. So kann ich sie dann schön festziehen und verhindern, dass sie bei Wind vom Kopf gepustet wird. 

Wie immer habe ich auf das Innenfutter der Jacke den Namen meiner Tochter und meine Handynummer gestickt. Sollte sie also einmal im Gewühl verloren gehen, so hat sie meine Telefonnummer immer bei sich (funktioniert also wie die Sicherheitsarmbänder, die es im Handel zu kaufen gibt - allerdings nicht bei hohen Temperaturen, wenn die Jacke zuhause bleibt).







Hach, ich bin selbst ganz angetan von dieser Jacke.

Jetzt muss sie eben nur noch wasserdicht sein, das werde ich morgen einmal an einem Stoffrest ausprobieren.

Und weil ich den Stoff so niedlich fand und die Puppe, Entschuldigung, das Baby Alea natürlich auch nicht nass werden darf, habe ich mich am nächsten Morgen gleich wieder an die Maschine gesetzt, um auch Alea ein entsprechendes Urlaubsoutfit zu nähen. Natürlich mit Zipfelkapuze, doch ansonsten ungefüttert. 





Himmel, war das ein Kampf. Durch das starre Material musste der Mantel größer sein als ausgemessen und so wurde gefuscht, geflucht und aufgetrennt. 
Das Mäntelchen hat sicherlich seine Schönheitsfehler (den einen werde ich ausbaden müssen: Er ist so schwer anzuziehen, dass immer ich das werde übernehmen müssen), aber er sieht an Alea sehr süß aus und das Töchterchen freut sich. 

Und da der Mantel ganz deutlich ein Mädchenteil ist, sogar zwei, denn die Puppe das Baby wird mitgezählt, geht's schnell zur Meitlisache und zum ersten Mal zu Kiddikram.

Donnerstag, 16. Juli 2015

Er ist wieder da!!!

Mein Gejammere und Geschimpfe scheint geklappt zu haben: Der Sommer kehrt zurück. Angeblich nur ganz vorsichtig und auf eine kleine Stippvisite, aber ich will mal nicht nörgelig sein und genieße jetzt die Tage, an denen es selbst für meine Begriffe recht warm und auch trocken ist (warm und nass mag ich nämlich auch nicht).

Zur Feier des Sommers habe ich auch für diesen (dieses???) RUMS ein wahres Sommerfeelingskleid genäht. Eine Lorelady nach diesem Ebook. Im letzten Jahr konnte man auf sehr vielen Blogs so viele tolle Variationen dieses Kleides sehen, dass ich jetzt nach kleinem Zögern ebenfalls diesen Schnitt gekauft habe. Die Stoffe habe ich mal wieder vom Neuköllner Stoffmarkt (man sollte denken, ich kaufte niemals woanders. Tu ich aber, wirklich). Ich hatte zwar viele sehr passende Stoffe im Internet gesehen, doch da ich so unsicher war, wollte ich zunächst einmal günstigere Stoffe vernähen.






Das Kleid selbst ist sehr einfach genäht, mir war nur die ganze Kräuselei seeeehr, sehr langweilig. Als es fertig war, kam dann zunächst die Enttäuschung. Ich fand, ich sah aus, wie eine Matroschka-Puppe, zumindest figurmäßig. Vielleicht fallen die Stoffe nicht weich genug, oder es ist ein zu ungewohntes Bild, jedenfalls war ich vom Anblick des Spiegelbilds nicht überzeugt. Also wanderte das Kleid erst einmal wieder in die Tiefen meines Kleiderschranks, wobei das Wetter der letzten Tage auch nicht half, es wieder hervorzukramen. 






Nun habe ich es doch wieder angezogen, und mir scheint, dass das Kleid vielleicht doch nicht so schlecht ist, obwohl ich sagen muss, dass ich finde, dass es etwas moppelig macht. Doch eins schafft es zumindest: Es sorgt bei mir für echte Prinzessinnengefühle. Hätte ich so ein Kleid als Kind gehabt, ich hätte im 7. Himmel geschwebt. So ist es jetzt aber auch nicht schlecht, und ich genieße das Gefühl, wenigstens temporär als Prinzessin durch die Straßen zu flanieren.





Übrigens: Obwohl ich mich als Kind riesig über so ein Kleid gefreut hätte, bin ich bislang noch nicht auf die Idee gekommen, das Kleid in der Mädchenversion für meine jüngste Tochter zu nähen. Aber vielleicht hole ich das ja doch noch nach.

Da dies jedoch definitiv ein Kleid für mich ist, geht es zu RUMS

Montag, 29. Juni 2015

Endlich Sommer...

Wie viele sind wohl gestern mit diesem Gedanken und Stoßseufzer ins Bett gegangen?

Ich gehörte auf jeden Fall dazu, doch beim Blick aus dem Fenster zweifele ich noch, dass diese Behauptung Bestätigung finde. Denn statt Sonne sehe ich regennasse Straßen. Naja, ist ja noch früh...  

Heute ist meine Tochter in einer Amelie von Farbenmix in die Kita gegangen. 
Dieser Schnitt ist aufgrund seiner wenigen Schnittteile (zwei, um genau zu sein) sehr geeignet, am Vorabend ein neues Kleidchen zu nähen, wenn man feststellt, dass alles andere, was das Kind anziehen könnte, in der Wäsche ist. Oder nicht gefällt. Oder so. Die einzige Voraussetzung ist das Vorhandensein von Stoff, und ich vermute, bei jeder Stoff- und Nähsüchtigen fände man diese Zugabe ohne längeres suchen. Oder? 

Für dieses Kleid habe ich Stoff vom freitäglichen Markt am Maybachufer genommen. Der findet auch dienstags statt, ist dann vermutlich ein wenig leerer und dringend zu empfehlen. Doch zurück zum Kleid. Das Kleid selbst war gestern Abend schnell genäht, was erstrangig an der beschriebenen Einfachheit des Schnittmusters liegt und zweitens daran, dass ich diesen Schnitt schon mehrere Male genäht habe, weil ich ihn eben wegen der Schlichtheit des Schnittes so niedlich finde.
Bei der Hose handelt es sich übrigens um die schmale Sweathose von Ki-ba-doo. Genäht habe ich sie aus Jeansjersey von Stoffe.de, von dem ich allerdings nicht sehr begeistert bin. Zu kurz ist sie eigentlich nicht, sondern nur ein wenig hoch gerutscht. 


Was jedoch schon aufgrund der Größe ewig lange dauerte, war die Stickerei (80 Minuten). Wie beim letzten Mal schon habe ich die Datei Camper von Blaubeerstern genommendieses Mal in groß und mit einem Motiv, das sogar meine mittlere Tochter sehr süß fand (und die ist nicht so schnell für Stickereien zu begeistern): ein mit Koffern vollbeladenes Auto, das einen Wohnwagen zieht. 







Hach, da kommt Urlaubsstimmung auf, und es werden Kindheitserinnerungen wach... Denn jeden wunderschönen Urlaub verbrachten wir im Wohnwagen, und auch in den letzten Jahren sind die Mädchen und ich häufig nach Dänemark auf einen Campingplatz gefahren, wo meine Eltern dann mit ihrem Wohnwagen hinkamen. Und da für uns in diesem Jahr der Dänemarkurlaub ausfallen musste, hole ich uns den Wohnwagen eben auf diesem Weg in unser Leben. Oder auf unsere Kleidung, was ja wohl nahezu das Gleiche ist.  


Also: Ein Motiv mit besonders schönen Erinnerungen für meine Töchter und mich. Jetzt muss nur das versprochenen Wetter mitspielen.




Und wem das nicht reicht, der bekommt das Campinggefühl auf akkustische Weise nahegebracht.



Und jetzt geht es im Volltempo zu My kid wears
Und zum ersten Mal zur Meitlisache. Und zu kiddikram.