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Dienstag, 17. April 2018

Neue Jacke - neues (Blogger-) Glück / Teil 2

Heute ging es beim Sew along von Schnabelina um das Säumen und Nähen der Ärmelbündchen, dazu wurde der Kragen vervollständigt und der vordere Reißverschluss "verblendet" (sagt man das so?)

Puh, hier werden ganz schöne Anforderungen an die Sauberkeit des Nähens gestellt - dabei nähe ich häufiger nach dem Motto: "Ich lass das jetzt so - das soll so!" Meine Bemühungen waren auch nicht immer so ganz erfolgreich, doch das eine oder andere wird mir sicherlich bei einer 2. Jacke, die ich irgendwann ganz bestimmt einmal nähen werde, nicht mehr passieren. Das heißt: Da ich die Größe 134 genäht habe, wird es wohl noch ein Weilchen dauern, bis meine Tochter da rausgewachsen ist - vermutlich habe ich bis dahin all' meine Anfängerfehler vergessen und fange wieder bei Null an. Tja nun, so ist es dann eben. 

Heute habe ich auch nach Anleitung die Vorbereitungen für die abknöpfbare Kapuze getroffen. Dieses Detail war mir von Anfang an wichtig, denn beim Reiten stört die Kapuze manchmal, und so ist es gut, wenn sie bei schönem Wetter einfach zuhause gelassen werden kann.



Für diesen Vorteil nehme ich auch den Kampf mit meinem ganz persönlichen Nähfeind auf. Was der einen der Reißverschluss sind mir die KAM SNAPS. 
Alles, was mit ihnen schief laufen kann, läuft bei mir schief. Ich bringe die falschen Verschlüsse an den falschen Stellen an, beim Lösen reiße ich Löcher in die liebevoll genähte Kleidung, die Verschlüsse passen nicht übereinander, sie schließen nicht (wie kann das sein, frage ich mich dann immer wieder), sie zerbrechen beim Anbringen (und wieder: Wie kann das sein???) und/oder lösen sich beim Öffnen. Und ja, die Knöpfe passen zu dem Ding, mit dem man sie reindrückt, alles ist Original usw. 

Heute hatte ich erste kleine Erfolgserlebnisse zu vermelden: Zumindest das Eindrücken verlief ohne weitere Probleme. 
Übermorgen geht es dann ja weiter damit, dass die passenden Gegenstücke an die Kapuze angebracht werden müssen. Hui, das wird ein Spaß werden. Wahrscheinlich kann man mich über Berlins Stadtgrenzen hinaus hören... (und nicht vor Jubel vermutlich)


Da das Töchterchen jetzt noch in der Schule und heute nachmittag anderweitig beschäftigt ist, kann ich mit den Ärmeln erst einmal nicht weitermachen. Eine flüchtige Anprobe am frühen Morgen hat ergeben, dass die Ärmel noch viel zu lang sind, aber auf Verdacht möchte ich sie jetzt nicht kürzen, sonst kann ich meine Mutter zitieren, die immer sagte: "Zweimal abgeschnitten und doch zu kurz".




Teil 1 ist hier nachzulesen...

Montag, 16. April 2018

Neue Jacke - neues (Blogger-)Glück?

Schon wieder ist fast ein Jahr vergangen, in dem ich mich blogmäßig in der Versenkung befunden habe. Ich hätte nie gedacht, dass mein Durchhaltevermögen so angreifbar ist - na, ist wohl der blinde Fleck, der sich  gerade ein wenig lichtet.

Der diesmalige Grund für mein Wiederauftauchen liegt bei Schnabelina. Schnabelina hat zum Softshelljacken-Sew-Along aufgerufen, und viele sind gekommen. Ich auch. Zuerst wollte ich gar nicht, denn erstens hat meine Tochter bereits zwei Softshell-Jacken und zweitens bin ich mit dem dafür verwendeten Schnitt sehr glücklich. Doch dann konnte ich feststellen, dass meine Tochter aus ihrer Reitjacke herausgewachsen ist.
Jippieh, ich kann mitnähen!



Da Online-Bestellungen sich nicht mit einer derartig kurzentschlossenen Teilnahme an einem Sew along vertragen, habe ich einen Softshell bei einem Stoffhändlier vor Ort erstanden. Zwar finde ich sowohl das Muster als auch den Farbton (Beere nennt man den, glaube ich) sehr schön, allerdings hätte ich mir für eine "Reitjacke" einen Uni-Stoff schöner vorstellen können. Doch wie einst ja schon Gorbatschow so sinnend feststellte: Wer zu spät kommt....
So handele ich denn nach dem Motto: "Was nicht passt, wird passend gemacht" und besticke in etwas dezenterer Form als bei der letzten Reitjacke die zukünftige Jacke mit einem Stickmuster von Rock-Queen.

Inzwischen sind wir schon bei Tag vier angelangt. Wie immer bei Schnabelina sind ihre Schnittmuster unglaublich gut - gut gradiert und toll erklärt! Und in diesem Schnittmuster gibt es sogar noch zwei Videos. Und das erste hat wirklich mein Projekt gerettet, denn mit den Reißverschlusstaschen habe ich mich sehr schwer getan, die hätte ich ohne das Video nicht hinbekommen.

Heute im Laufe des Tages werde ich mich an die Aufgabe des heutigen Tages machen - es geht um den Kragen und den vorderen Reißverschluss. Ich freue mich schon darauf.


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Donnerstag, 2. März 2017

Es RUMSt im März

Nach längerer Abstinenz bin ich mal wieder mit einem Kleidungsstück vertreten. Allerdings nur ein wenig halbherzig, denn so 100%ig stehe ich nicht dahinter.



Ich habe bereits in meinem vorletzten RUMS-Beitrag den Rock Majordis von Kibadoo vorgestellt und dort angekündigt, diesen Schnitt unbedingt noch einmal nähen zu wollen. Das habe ich auch getan und nicht nur einmal, sondern sogar zweimal. Da das zweite Exemplar allerdings ein Geburtstagsgeschenk für meine 16jährige Tochter und nicht für mich war, wird er hier nicht vorgestellt obwohl er wesentlich besser aussieht.



Ich habe im Februar versucht, bei einem Blusen-Sew-Along mitzumachen, doch leider ist es bei diesem Versuch geblieben - ich hatte definitiv den falschen Stoff dafür. Da ich den Stoff jedoch recht schön fand und ihn auch in mehr als ausreichender Menge bestellt hatte, dachte ich mir, nun die absolut optimale Verwendung für ihn gefunden zu haben. Dass das nicht ohne Tücken vonstatten ging, ist hier nachzulesen. Dennoch ließ ich nicht locker, änderte und trennte, nähte und fluchte und endlich war er fertig! Und mit der Fertigstellung kam die Erkenntnis, dass dieser Stoff auch für Röcke nicht absolut tauglich ist - er hätte eben doch eine Tasche werden sollen.

Dennoch habe ich ihn am vergangenen Sonntag auf unserem obligatorischen Sonntagsausflug angezogen und - tadaa!!! - hier ist er:




Verlinkt bei RUMS

Sonntag, 5. Februar 2017

Blusen Sew along #3 - vorbei...



Ich gebe es zerknirscht und kleinlaut zu: Ich bin gescheitert. Und zwar am Stoff. Nachdem ich die Ärmel eingesetzt habe, habe ich erkannt: Das geht gar nicht. Das werde ich niemals anziehen...


... und zu allem Überfluss den Kragen auch noch falsch herum genäht
Meine Zweifel, die sich ja schon andeuteten, haben sich bestätigt und mir bleibt nur, dieses Ding zur Resteverwertung aufzubewahren. Meine Pläne, den Rest des Stoffs in einen Rock umzuwandeln, sind ebenfalls gescheitert.Wie sehr sie gescheitert sind, ist hier zu sehen. Nur liegt es jetzt nicht am Stoff, sondern am Nähen. Aaaaargh!!!

Ich danke Elle Puls ganz herzlich für die Arbeit und die tollen Tutorials im Rahmen dieses Sew alongs, wünsche allen anderen noch ganz viel Spaß und gutes Gelingen. Ich habe da so wunderschöne Exemplare gesehen...

Sonntag, 29. Januar 2017

Von Müttern und Töchtern.

Und wieder heißt es, sieben Dinge zu zeigen, für die man seine Hände gebraucht hat, egal ob nur für wenige Minuten oder mehrere Stunden. Gesammelt wird dies alles von Anita von Grinsestern.

Es ist schon so eine Sache mit mir: Wie ich ja bereits mehrfach geschrieben habe, habe ich drei Töchter, wobei die erste bei ihrem Freund wohnt. Nun bin ich eine - ich muss es leider zugeben -  doch recht ängstliche Mutter. Früher, als meine Älteste noch zuhause wohnte, konnte ich nachts erst schlafen, wenn sie wieder zuhause war. Das ist nicht schön. Wer selber Kinder in einem gewissen Alter hat, weiß, wie lange man dann durchaus mal wach bleiben kann. Man kann Sonnenaufgänge bewundern, dem Erwachen der Vögel zuhören und vieles mehr. Seit sie nicht mehr zuhause wohnt, ist das alles kein Problem. Ich schaue einfach irgendwann morgens nach, wann sie das letzte Mal online war (sie weiß, dass ich das tue, es ist also nur leicht paranoid, aber kein stalken), und bin beruhigt. Entweder sie war an dem Tag schon online oder zuletzt so spät online, dass ich nicht erwarte, vor dem Nachmittag von ihr zu hören. Was aber mache ich bitteschön mit der Info "zuletzt online gestern um 19.29"? Tausende von Fragen tun sich mir auf. Warum war sie später nicht mehr online? Ist etwas passiert? Hat sie ihr Handy verloren? Ist sie verletzt und kann nicht mehr online gehen? Ist sie verletzt UND hat ihr Handy verloren?
Und somit verbringe ich meinen Morgen nicht etwa entspannt mit einem Buch im Bett, genüsslich den ersten Kaffee trinkend, nein, ich verbringe ihn mit meinem Handy in der Hand, den Kaffee achtlos in mich hineinschüttend und mir Sorgen machend. Verrückt, ich weiß...





Um meine überschüssige Energie loszuwerden, gönnte ich mir den Luxus, mich bereits um 8.00 Uhr an die Nähmaschine zu setzten und die ersten Nähte meiner Bluse für den Sew Along zu nähen. Warum mich das nur so mittel-zufrieden gemacht hat, ist hier nachzulesen.





Schließlich schnitt ich Quadrate für ein lang geplantes Projekt zu, für das die Stoffe bereits seit Juli hier liegen. Ich bin mir nicht so ganz sicher, was nach Fertigstellung mit der Patchworkdecke geschehen wird, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass jede Näherin in ihrem Nähleben einmal eine Patchworkdecke genäht haben muss. Mal sehen, ob ich das bereue. Das ganz akkurate Zuschneiden ist meine Sache nicht.





So früh angefangen mit meinem "Tagewerk" hatte ich zwischendrin auch Zeit, mit einem Becher Kaffee in der Hand ein wenig zu lesen. "Altweibersommer. Theodor Fontanes erster Fall" von Frank Goyke. Ich verehre Theodor Fontane sehr und finde es somit recht spaßig, ihn, rein fiktiv natürlich, einmal mit kriminalistischen Ambitionen kennenzulernen. Der Schreibstil des Buches passt perfekt in die Zeit Fontanes und liest sich aus diesem Grund für Liebhaber des literarischen Realismus schön. Ob das Buch jedermanns Sache ist, kann ich nicht beurteilen.





Kann mir jemand sagen, aus welchem Grund die Anwendungshinweise für eine Gesichtsmaske in mikroskopisch kleiner Schrift auf die Packung gedruckt werden? Um zu wissen, wie lange diese Maske einziehen muss, benötigte ich eine Lupe! Das nenne ich an der Zielgruppe vorbeidesignt. Denn die Menschen, die das noch ohne Brille lesen können, also Kinder, haben doch eine Gesichtsmaske gar nicht nötig. Entweder die Maske taugt nicht oder ich habe trotz Lupe falsch gelesen: Meine Haut spannt, als hätte ich ein vierstündiges Sonnenbad genommen.





Mittags fuhren meine mittlere Tochter und ich zu Ikea. Es ist immer wieder ungewohnt, etwas ohne meine jüngste Tochter zu unternehmen, doch die ist heute mit ihrem Vater unterwegs. Und so genieße ich es auch in vollen Zügen, einmal mit meinen beiden großen Töchtern alleine Zeit zu verbringen, so wie heute eben mit meiner mittleren Tochter, mit der ich so herrlich lachen kann. Es ist für mich immer wieder ein kleines "Wunder" zu erkennen, wie unterschiedlich meine drei Töchter sind, wie unterschiedlich dadurch das Zusammensein manchmal sein kann und wie sehr ich alle drei auf die gleiche Art und Weise liebe. 





Heute Abend, wenn meine Tochter und ich all' das ungesunde Zeug zu Abend gegessen haben, das wir immer gerne essen, wenn wir beide alleine sind, werde ich mich noch einmal an meine Decke wagen. Bislang sind mir die Grannys noch nicht so richtig geglückt, was daran liegen mag, dass ich eher stricke als häkel. Doch in diese Decke habe ich mich verliebt, als ich sie als Teaser bei Drops entdeckt hatte.





Ich wünsche allen einen schönen Sonntag Abend und einen schönen Wochenstart!!!

Blusen-Sew-Along #2

Ellepuls hat zum Blusen-Sew-Along aufgerufen, und heute ist bereits Etappe 2, in der die Frage gestellt wird:

Welche Schnittänderungen, welche Hürden gibt es?


Als erste Hürde bezeichne ich in meinem Fall den Stoff. Es ist sogenanntes Waschleder, in diesem Fall aus Lederimitat, das mit kleinen Blütenornamenten bestickt ist.





Aus welchem Grund ich vor zwei Wochen nun meinte, dieser Stoff wäre absolut geeignet für eine Bluse, weiß ich beim besten Willen nicht mehr zu sagen. Als ich den Stoff in den Händen hielt (gerade noch rechtzeitig für den rechtzeitigen Start), dachte ich: "Hmmm, das könnte mal ganz, ganz viel werden. Ein Etuikleid vielleicht, oder ein Rock.... eine Tasche sähe bestimmt auch gut aus. Oder man könnte einen Ringordner damit einbinden und ihn so veredeln. Aber eine Bluse? Eine BLUSE????
In Ermangelung eines Alternativstoffes schnitt ich den Stoff nun gestern zu, natürlich ohne mir vorher das Ebook noch einmal angeschaut zu haben - hatte ich die Bluse doch schonmal genäht, kann ja nicht so schwer sein jetzt - und machte gleich einen Fehler, der mir erst heute morgen auffiel. Das Vorderteil wird nämlich im Bruch zugeschnitten und bekommt lediglich eine kurze Knopfleiste.  Zwar hätte ich noch genug Stoff für ein im Bruch geschnittenes Vorderteil, aber nun mache ich aus meinem Fehler eine Tugend. Denn vielleicht ist die Bluse als Hemd eher zu tragen, also mit durchgängiger Knopfleiste, so dass ich das Hemd geöffnet mit einem Top drunter besser anziehen kann. Und außerdem habe ich so noch genügend Stoff, um daraus ein Etuikleid oder einen Rock, oder eine Tasche... nähen zu können.





Jetzt muss ich also eine neue Knopfleiste zuschneiden, was ja soweit kein Problem ist.

Auf meiner Schneiderpuppe sehe ich außerdem, dass ich die Abnäher langsamer auslaufen lassen muss, damit bei diesem recht festen Stoff keine Beulen und Dellen entstehen. So ganz vorstellen kann ich mir das fertige Kleidungsstück noch nicht, aber gut, dass Elke diesen Sew along ins Leben gerufen hat - hätte sie das nicht, so hätte ich vermutlich ein Ufo mehr. Oder einen weiteren Stoff, der unbenutzt im Regal liegt (und davon gleich 2 Meter).

In der kommenden Woche werde ich mal sehen, wie es weitergeht mit der Bluse. Noch bin ich zuversichtlich, dass ich sie fertig bekomme. Ob ich sie dann allerdings anziehe, das bleibt dann eine andere Frage.

Ich wünsche allen eine schöne Woche und den anderen Teilnehmerinnen viel Spaß (und hoffentlich ein glücklicheres Händchen bei der Stoffauswahl)


Donnerstag, 30. Juni 2016

Nähen für den Schulanfang- Sew along #5

Das Finale!!!


... und ich habe es verpasst. Jetzt bin ich zum ersten Mal bei einem Sew along dabei und verpasse ernsthaft das Finale. Wie das passieren konnte? Das weiß ich auch nicht. Ich war mir so sicher, dass es heute stattfinden wird. Doch die liebe Kristina von Lunaju lässt jedem noch die Möglichkeit, sich innerhalb der nächsten vier Wochen zu verlinken. Puh, Glück gehabt.

Zunächst einmal: Mir hat der Sew along sehr viel Spaß gemacht. Und darüber hinaus, hat er mich 1. dazu gebracht, die zu nähenden Dinge auch anzugehen (und damit Stress in den kommenden Wochen zu vermeiden) und 2. mich zu noch so einigen Dingen zu inspirieren, die ich mit sehr viel Spaß dann auch fertiggestellt habe, anstatt sie nur für "später mal, wenn mal Zeit ist" im Hinterkopf zu bewahren.

Fertiggestellt habe ich sogar recht viel. 

Zunächst einmal möchte ich den Cardigan zeigen, von dem ich noch bei der letzten Sew along-Etappe sagte, dass ich zum Nähen dieses Teilchens wohl nicht mehr käme. 



Ich freue mich sehr, dass ich es doch noch geschafft habe, zumal dieser Cardigan viel besser geworden ist, als das Probestück.

Die anderen Sachen habe ich in den vergangenen "Treffen" bereits alle einmal gezeigt, so wie Rechenmaus und Stiftedosen.


Über die Entstehung des Kleides habe ich hier geklagt und dort auch die Schreibtischunterlage gezeigt.



Neu hinzugekommen ist die kleine Schreibkladde, die ich mit Resten des Schultütenstoffs bezogen habe. Da ich von der Schreibtischunterlage noch Window Colour-Mobilefolie übrig hatte, habe ich auf diese mit Fensterfarbe das ABC in großen und kleinen Buchstaben geschrieben. So kann mein kleines Schulmädchen immer nachschauen, wie die jeweiligen Buchstaben aussehen.




Die Schultüte war mein erstes Projekt und wurde hier vorgestellt. Hinzugekommen ist lediglich der kleine Schmetterling, dessen Stoff sozusagen einen Bezug zum Stoff des Kleides herstellen soll. Ob es jemandem auffällt? Vermutlich nicht...




Und gestern erst fertiggestellt habe ich das Regencape für den Ranzen. Wir hatten verpasst, einen Regenschutz zum Ranzen gleich mitzubestellen, da wir es von den Ranzen der großen Geschwister gewohnt waren, dass diese eine Plastikverstärkung hatten, die auch den Regen abhielt. Das ist beim Ranzen der Jüngsten nicht der Fall, doch eine extra Bestellung kam dann für mich nicht mehr in Frage, sondern nähte zur Freude der Kleinen einen Regenschutz, der gut zum Ranzen passt. Die beiden Vögel (für einen besser passenden Schmetterling reichte die Folie nicht mehr) habe ich auf Reflektorfolie appliziert. In den nächsten Tagen werden dann noch rote reflektierende Sterne an die Seiten geklebt werden, damit das Kind auch in der dunklen Jahreszeit, die ja kurz nach der Einschulung beginnen wird, gut gesehen wird.




Hiermit schließe ich nun ganz offiziell alle Schulnähprojekte ab. Zeit wird es, da ich für den Tag nach der Einschulung noch ein Taufkleid und ein Kleid für mich brauche. 

Ich bedanke mich ganz, ganz herzlich bei Kristina für die Organisation - ich fand es toll.

Und wie passend, dass heute der Elternabend an der Schule ist, an dem bekannt gegeben wird, welche Lehrerin die Kleine bekommen und mit wem sie in eine Klasse gehen wird.

Allen einen schönen Tag, einen tollen Sommer und eine wunderschöne Einschulung.

Mittwoch, 15. Juni 2016

Nähen für den Schulanfang- Sew along #4

Fast geschafft

... so heißt das Motto des heutigen Treffens bei Lunajus Sew along "Nähen für den Schulanfang".

Und es stimmt, ich habe es wirklich fast geschafft. Vorgenommen hatte ich mir ja so Einiges, das Meiste ist (fast) geschafft und zwei neue Projekte ist noch hinzugekommen.

Womit also bin ich fertig, bzw. fast fertig?

1. mit der Schultüte, die ich bereits hier gezeigt habe
2. mit der Schreibtischunterlage, die ich hier bereits gezeigt habe
3. mit dem Kleid, das ich an gleicher Stelle "in der Fertigung" gezeigt habe. Hier fehlen wirklich nur noch Kleinigkeiten wie das Rüschenband als Ärmelabschluss (und ich habe es nun doch nicht gefüttert, obwohl ich inzwischen zwei unterschiedliche Stoffe dafür gekauft habe)




Diesen Kranz möchte das angehende Schulkind unbedingt zur Einschulung tragen. Mich freut es, denn diesen Kranz trug ich vor vielen Jahren zur Erstkommunion meines großen Bruders. I


4. mit drei Stiftehaltern oder sonstigen Utensilos, um ein "Zwischendurch-Erfolgsprojekt" zu haben


Upcycling, wie man vermutlich erkennen kann

5. mit einer Zählmaus nach diesem E-Book






Ich bin recht zufrieden mit mir. Denn bei uns in Berlin werden die Kinder erst am 10.09. eingeschult, sodass ich sehr früh mit den wichtigsten Projekten fertig bin.


Was ich noch nähen möchte, 

1. ist ein Regenschutz für den Ranzen (ich hoffe, ich finde dafür die Beschreibung in den unendlichen Weiten des Internets wieder). Der Stoff dafür ist gestern bereits gekommen, und ich finde, er sieht sehr süß zum Ranzen aus.

2. eine Jacke, die zu dem Kleid passt, wenn das Wetter nicht mehr dem Kleid angemessen ist. Oder umgekehrt.
Geplant ist der Aster Cardigan, den es von Näh-Connection auch in deutscher Übersetzung gibt. Leider konnte ich die Seite nicht aufrufen, aus diesem Grund der Link zum englischen Schnittmuster.
Zumindest die Jacke werde ich vielleicht nicht mehr bis zur Ziellinie des Sew alongs schaffen, ich bin jedoch sehr zuversichtlich, dass sie bis zum September fertiggestellt sein wird.

Ansonsten brauche ich ganz dringend ein Kleid für mich (jaja, ein ganzer Schrank voll mit Nichts-Anzuziehen), doch das gehört natürlich nicht so richtig zu einem Nähen für den Schulanfang-Sew along. Ebenso wenig wie das Kleid für die Taufe am Tag nach der Einschulung.

Ich bin mehr als gespannt, was die anderen Teilnehmerinnen genäht habe. Wer weiß, vielleicht bekomme ich noch weitere Ideen, für Dinge, die ich UNBEDINGT nähen muss.

Und zum Abschluss einmal ein Eindruck, wie es während des Nähens des Kleides aussah!


In Bilderbüchern bezeichnet man Derartiges wohl als Wimmelbild

Mittwoch, 1. Juni 2016

Nähen für den Schulanfang-Sew along # 3

Mittendrin


so heißt heute die Station beim von Lunaju initiierten Sew along "Nähen für den Schulanfang" 

Tja, mittendrin bin ich ... mittendrin im Chaos, im Verschneiden, in --- ach, überhaupt.

Wie ich ja hier bereits angekündigt habe, möchte ich zur Einschulung eine Elodie nähen. Die habe ich bereits vor zwei Jahren zur Konfirmation der größeren Schwester genäht und war absolut begeistert. Ich dachte, ich befände mich auf der sicheren Seite, schließlich hatte ich das Kleid bereits zufriedenstellend genäht und wusste nun, worauf ich achten muss. Beim Nachmessen des Oberkörpers meiner Tochter kam ich laut Schnittmustertabelle auf das recht eigentümliche Ergebnis, dass ich ein Kleid in Größe 98/104 nähen müsste. Na, vielen Dank, das Kind trägt eine 122! 
Also habe ich beherzt eine 122 ohne Nahtzugabe zugeschnitten, damit das Kleid nur in der Weite ein wenig enger ausfällt, dafür aber Länge und Taillenhöhe stimmen. 8 Nähte zu nähen ist mit der Overlock schnell getan, und als ich voller Vorfreude das fertige Unterkleid zum Vergleich an das Kleid von vor zwei Jahren (in Größe 110) anhielt, stellte ich voll Entsetzen fest, dass das heutige Kleid oben enger geworden ist, als das zwei Jahre alte. Himmel!!! Das kann niemals passen. 

Das Kind steht zur Anprobe im Moment nicht zur Verfügung, doch dass das nicht gehen wird, ist wohl klar. 
Ich habe daraufhin noch zwei weitere Bahnen zugeschnitten, die aufgrund des Stoffmangels (schließlich waren nur 8 Bahnen vorgesehen) etwas kürzer ausgefallen sind. Also, 4 cm kürzer - das ist nicht wirklich nur etwas kürzer... Außerdem vergrößert sich die untere Länge des Saums damit auf ca. 4,50 m.




 Da ich das Kleid insgesamt natürlich nun kürzen muss, ist eine Bordüre zur Verlängerung auf Ursprungslänge unbedingt nötig. Die bereits gekaufte Bordüre passt so, wie ich es mir vorgestellt habe, natürlich nicht, so dass ich eine neue werde kaufen müssen. Und das Oberteil passt selbstverständlich auch nicht mehr, so dass ich das noch einmal zuschneiden musste. Ob mir das alles am Ende gefallen wird, das bezweifele ich doch sehr.

Ich überlege schon, auf Plan B zurückzugreifen. Ich habe nämlich vor einigen Tagen ein sehr süßes Kleid aus der Oktober 3/16 genäht - gelingsicher und mit entsprechendem Stoff durchaus feierlich genug für eine Einschulung. Vielleicht gibt es jetzt einfach das. Damit stehe ich natürlich wieder am Anfang und bin seeehr weit weg von "mittendrin"


Der Sitz des Kleides sieht ein wenig eigentümlich aus, weil meine Tochter gerade mitten im Sprung ist. Eigentlich sitzt es sehr gut. Ehrlich!







Doch etwas Fertiggestelltes kann ich dennoch vorweisen, nämlich die Schreibtischunterlage nach dem Freebook von Farbenmix







Da ich die Unterlage in A3+ genäht habe, erschien mir das Einsteckfach für den Stundenplan als zu groß. So habe ich auf die Seite einfach eine kleineres Fach für kleine Bilder/Fotos o.ä. genäht.


Ansonsten kann ich nur hoffen, dass das Nähschicksal mir ab jetzt ein wenig hold ist. Heute Abend, wenn die Tochter da ist, werde ich eine Anprobe machen und dann entscheiden, wie es weitergehen wird. Doch jetzt muss ich mich erst einmal wieder dem Paralleluniversum, sprich dem schnöden Alltag widmen.

Zur Belohnung meiner Bemühungen, die noch vor mir liegen, freue ich mich schon darauf, heute Abend zu schauen, wie weit alle anderen Mitstreiterinnen sein werden.

Mittwoch, 18. Mai 2016

Schulanfang Sew along

Erste Etappe


Heute treffen wir uns bei Kristina von Lunajuzur ersten Etappe des Nähen-für-den-Schulanfang-Sew alongs. (Sagte ich schon, dass es mein erster Sew along ist? Hach, ich bin ganz aufgeregt und möchte unbedingt alles richtig machen!)

Heute steht folgendes auf dem Programm:

Ich habe angefangen!
Heute zeige ich einen ersten Zwischenstand von meinem Projekt.
Ist der Stoff schon da?
Bin ich bei meiner Idee geblieben oder ist noch etwas dazu gekommen bw. habe ich nochmal alles umgeworfen?
Komme ich klar oder brauche ich vielleicht etwas Hilfe?



Da es mir am einfachsten erscheint, habe ich (gestern) mit der Schultüte angefangen. Den Stoff hatte ich ja bereits seit geraumer Zeit, wie ich beim ersten "Treffen" bereits geschrieben habe. Zum Glück habe ich direkt nach dem Waschen der Stoffe die jeweiligen Kombinationen für Schultüte und Kleid zu einem Päckchen gelegt und eine Schnur darum gewickelt, da ich in Sorge war, die Stoffe untereinander zu vertauschen. Das wäre schon blöd gewesen, denn für eine Elodie (Schnittmuster Farbenmix) benötigt man eben doch wesentlich mehr Stoff als für eine Schultüte.
Lustigerweise schrieb mich gestern eine Freundin an, ob ich zufällig noch wüsste, wo sie auf der Schultüte ihrer Tochter die Applikation hinmachen wollte. Zum Glück meinte ich mich erinnern zu können und zum weiteren Glück weiß ich auch noch, wohin meine Applikation kommen soll.

Das Thema "Applikation" war gar nicht mal so einfach. Ich wollte einen schönen Schmetterling haben, der zwar nicht zwingend zu den Lieblingstieren meiner Tochter gehört, der jedoch auf ihrem Ranzen zu finden ist.

Als erstes fand ich diesen ITH-Schmetterling. Den möchte ich, wenn die Schultüte gefüllt ist, an dem Verschlussband der Schultüte befestigen.
Auf die Schultüte habe ich schließlich die Flutter-Datei von Huups und den Namen des zukünftigen I-Dötzchens genäht (Stickdatei von hier).


Stickerei am frühen Morgen


Ein wenig Sorge hatte ich, dass ich die notwendigen Rundungen der Spitze nicht hinbekommen würde, zum Glück hat es dank tatkräftiger Unterstützung gepasst. 


Auf Geschenkpapier das "Schnittmuster" gezeichnet



Die "Anprobe" hat gezeigt, dass ich genug Nahtzugabe gegeben habe und sich die Nähte da treffen, wo sie sich treffen sollen. Sehr schön!

Nun oben noch den Tüll annähen und fertig ist meine erste genähte Schultüte! Nur der 3D-Schmetterling fehlt noch. Für ihn werde ich am Samstag auf dem Stoffband noch ein Band suchen.



Wo kommen diese komischen Farben her?




Bessere Fotos kann ich leider nicht anbieten. Irgendwie bekomme ich die ganze Schultüte nicht so richtig aufs Bild, bzw. habe Gegenlicht usw. Ich werde hoffentlich ein Bild der ganzen Schultüte nachreichen können.

Geht es euch auch immer so? Da sitze ich Stunde um Stunde an einem Projekt, finde es während des Nähend auch schön - doch kaum ist es fertig, sinkt meine Zufriedenheit - das Teil gefällt mir nicht mehr so gut wie während des Herstellungsprozesses. Aus welchem Grund ist das nur so? Mich nervt das!!!

Für meine großen Töchter hatte ich seiner Zeit ebenfalls Schultüten gebastelt, allerdings aus Moosgummi und Pappe, da ich vor 12 bzw. vor 9 Jahren mit Nähen noch so gar nichts im Sinn hatte. Meine Mittlere weigert sich beharrlich, ihre Schultüte zu entsorgen. So hängt sie noch immer in ihrem Zimmer, was ich wohl als Kompliment verbuchen kann. 
Mal sehen, ob man unter der dicken Staubschicht noch etwas erkennen kann.


Schultüte meiner mittleren Tochter von 2007


Liebe Kristina, ich danke dir sehr für deine Mühe, denn ich weiß ganz sicher: Ohne den "Termindruck" hätte ich noch lange nicht angefangen. Und so bin ich der Umsetzung meiner Nähprojekte zur Einschulung wieder ein ganzes Stück näher gekommen.