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Sonntag, 2. April 2017

Immer her mit dem Frühling

Es ist wieder Sonntag, und Anita von Grinsestern sammelt sieben Sachen, für die man seine Hände gebraucht hat, egal, ob für 5 Minuten oder 5 Stunden.

Mein Sonntag begann mit dem seit einer Woche allmorgendlichen Kontrollblick nach "meiner" Taube. Es ist schon komisch: Eigentlich mag ich Tauben nicht. Ich finde sie weder besonders hübsch, noch niedlich, und ihr monotones Gurren klingt in meinen Augen relativ abgestumpft. Dass sie dazu noch Krankheiten vermehren, macht es dabei natürlich nicht besser.
Und nun, wo eine Taube direkt vor unserem Küchenfenster brütet, erwische ich mich dabei, wie ich den Eichelhäher böse anstarre, wenn der sich auch nur in die Nähe des Nestes wagt. Nicht, dass ihm das etwas ausmacht, doch bin ich bereit und darauf vorbereitet, ihn jederzeit mit wildem Gefuchtelt davonzujagen. Wollen wir dann nur hoffen, dass sich nicht auch die Taube vor Schreck dann auf und davon macht. Vor ca. 4 Tagen sind zwei Küken geschlüpft. Gut, besonders hübsch sind auch die nicht (wie auch, siehe Mendel...) Da es aber nunmal die Küken meiner Taube sind, bin ich bereit, sie doch süß zu finden. Und heute konnte ich sogar dabei zusehen, wie die Taube ihre Kinder füttert, das war dann wirklich sehr rührend...


Wenn man sehr genau hinschaut, kann man die beiden Federbüschel unter dem Bauch der Mutter (oder des Vaters???) erkennen.


Nach getaner Hausarbeit lockt uns das schöne Wetter wie gestern in den Tierpark. Da wir eine Tierparkkarte haben, können wir es uns erlauben, auch einmal nur für den Spielplatz dorthin zu gehen. Dieser ist erst im letzten Sommer renoviert worden und verfügt jetzt über etwas, was die Berliner, wie ich im letzten Sommer erst lernte, "Plansche" nennen: Eine etwas tiefer gelegte Fläche mit Wasserspielen unterschiedlicher Art. Obwohl es heute nicht so warm war wie gestern, war die Plansche sehr gut besucht, unter anderem auch von meiner Tochter, die nicht lange trockene Kleider anhatte.

Während sie dort sehr, sehr ausgelassen spielte, häkelte ich weiter an meiner schon angekündigten Decke, die wegen anderer - ebenfalls noch unvollendeter - Projekte längere Zeit unbearbeitet blieb ...


Es nimmt Formen an: Nach meiner Rechnung fehlen nur noch 19 Grannys

... oder las in einem Buch, und ließ es mir insgesamt dort sehr gut gehen, obwohl ich das falsche Buch mithatte. Das war dann schon ein wenig blöd. Dennoch: es ist so himmlisch, endlich einmal wieder die Sonne genießen zu können.




Auch der tollste Spielplatz kann auf Dauer den Hunger nicht verhindern und so haben wir hart erkämpfte (bzw. erstandene, da lange Schlange am Kiosk) Pommes gegessen. Die allerdings waren jetzt nur so mittelgut.



Den Nachtisch bildete ein sehr leckeres Eis, das wir bereits gestern sozusagen zur Probe gegessen und für gut befunden haben. Ich finde zwar nicht, dass es sonderlich nach Ananas schmeckt, aber es ist einfach so hübsch anzusehen. Und das Auge ist ja mit, wie hinlänglich bekannt ist.





Nach einem schönen Tag wieder zuhause, trennt mich (fast) nur noch der Abwasch vom Feierabend, der ein wunderschönes Wochenende ausklingen lässt. Tja, vorbei scheinen die Tage, an denen ich Fotos von auszuräumenden Spülmaschinen zeigte - unsere neue (!!!) Spülmaschine ist nun seit drei Wochen kaputt, und irgendwas ist immer, dass entweder die Verkäufer keine Telefonnummer nennen können oder - nachdem das nun doch funktioniert hat - keiner von uns die Servicenummer anrufen kann. Ich arbeite also noch am Prozess.






Ich wünsche allen ein schönes Wochenende und freue mich schon darauf zu lesen, wie andere diesen schönen Sonntag verbracht haben.

Sonntag, 19. Februar 2017

Nähen, häkeln, lesen - und immer wieder Kaffee

Wie jeden Sonntag sammelt Anita von Grinsestern sieben Sachen, für die wir unsere Hände benutzt haben - egal, ob für 5 Minuten oder für 5 Stunden.

Obwohl ich heute so viele Dinge mit meinen Händen gemacht habe, dass mir die Auswahl schwerfallen könnte, war der Tag heute mehr als unspektakulär und, so befürchte ich, für Außenstehende sehr langweilig.  Und dennoch - oder vielleicht gerade deswegen - habe ich den Tag bislang genossen (und werde es sicherlich noch weiterhin tun, denn der Tag ist ja noch lange nicht zuende).


Nach dem Frühstück verziehe ich mich ins Nähzimmer und beende dort die gestern angefangene Evita-Bluse nach einem Schnittmuster von Lillesol und Pelle. Ich nähe sehr, sehr gerne nach Schnittmustern von Lillesol und Pelle, denn erstens gefällt mir das Design, dann ist alles sehr gut beschrieben und was ich besonders angenehm finde, ist, dass die Ebooks für jede Größe eine eigene Datei haben, so dass sich das Zusammenkleben in erträglichen Maßen hält und man sich nicht durch ein Gewirr von unterschiedlichen Schnittgrößen kämpfen muss.
Zwar hat die Bluse noch einen kleinen Schönheitsfehler, dennoch gefällt sie mir, und ich bin mir sicher, dass sie an meiner kleinen Tochter sehr süß aussehen wird.




Zwischendrin nähe ich ein paar Grannys für diese Drops-Decke. Als ich diese Decke bereits erwähnte, sah das Ergebnis ja noch ein wenig, nun ja, sagen wir "ausbaufähig" aus, doch inzwischen bin ich recht zufrieden. Auch wenn ich noch nicht wirklich überzeugt bin, dass sich diese Grannys gut werden zusammen nähen lassen. Ich bin jedoch schon sehr glücklich mit diesen Sommerfarben und habe bereits vor meinem inneren Auge, wie hübsch sich die Decke auf meiner Gartenliege machen wird, falls wenn ich jemals wieder Ordnung in den Garten bekommen habe. Und die Sonne scheint. 




Solange sich die Sonne noch ein wenig blicken lässt, gehe ich mit der Jüngsten ein wenig spazieren und halte sogar eine halbe Stunde lesend (und frierend) auf dem Spielplatz aus. Zwischendurch muss ich meiner vorsichtigen Kleinen Hilfestellung beim Klettern geben.





Zuhause angekommen, stelle ich meine geplünderten Zweige in die Vase. Noch sehen sie sehr karg aus (wobei ich gestehen muss, dass sie mir auch in ihrer Kargheit gut gefallen), doch bald schon zeigt sich erfahrungsgemäß ganz zartes Grün an den Ästen und bringt mir eine Vorahnung auf den Frühling.




Um mich wieder aufzuwärmen, mache ich es mir mit einer Tasse Kaffe und den Büchern, die ich gestern ausgeliehen habe, gemütlich. Meine mittlere Tochter hat es wieder einmal sehr gut mit mir gemeint und hat gestern meine Lieblings-Cupcakes mit einem köstlichen Frischkäse-Topping gemacht. Sehr süß und überaus lecker!




Auf Wunsch der Jüngsten bin ich gestern mit ihr in die Bibliothek gefahren, in der ich das letze Mal vor fast sieben Jahren war. Und was soll ich sagen? Wir waren begeistert und haben glücklich unsere "Beute" nach Hause getragen. Für mich waren einige Dekobücher und - Hurra, Hurra - die 6. Staffel "Downton Abbey" dabei. Darüber freue ich mich riesig, denn bislang kann man sie noch nicht online sehen, und ich mag diese Serie so gerne. Ein voller Erfolg auf der ganzen Linie für meine Tochter und mich!




Schließlich spielen wir "Mensch Murmeltier". Dieses Spiel hatte ich auf Ebay entdeckt und meinem Mann, der Murmeltiere toll findet, in den Adventskalender gesteckt. Die Regeln sind natürlich die von "Mensch, ärgere dich nicht", aber es sieht doch unendlich niedlicher aus, wenn kleine Murmeltiere aus ihrem Bau schauen.




Donnerstag, 16. Februar 2017

Zugedeckt

Eigentlich wollte ich heute mal wieder ein selbstgenähtes Kleidungsstück zeigen. Da meine mittlere Tochter jedoch gerade zusammen mit mir ihr Zimmer renoviert, steht mir so gar nicht der Sinn nach umziehen und fotografiert werden. 


So sieht es nicht immer in unserem Flur aus...


Es müsste also etwa sein, dass ich drapieren kann, ohne selbst in Erscheinung zustrebten und dass ich ohne allzu viel Aufhebens darum machen zu müssen fotografieren kann. Und so ist meine Wahl auf die Decke gefallen, auf die ich ein wenig stolz bin. Nicht, weil die Grannys so kompliziert wären, sondern weil ich durchgehalten habe. 






Das Durchhalten, das Weitermachen wurde mir in diesem Fall recht leicht gemacht, denn diese Decke ist nicht "alltagsbegleitend" entstanden, sondern während unseres Sommerurlaubs.





Im vergangenen Sommer waren wir mit der nahezu kompletten Familie in Dienten am Hochkönig, also in Österreich. An sich sehr schön, für mich jedoch nicht das optimale Reiseziel, da ich ein kaputtes Knie habe. Und da isst es doch nicht so optimal, ein Land zu wählen, dass u.a. wegen seiner Berge berühmt ist und ein Haus zu wählen, das man nur über einen sehr, sehr steilen Weg zu Fuß erreichen kann. Das ist nicht nur nicht optimal, sondern sogar ziemlich dumm, zumal im Haus dann auch noch Treppen sind. Sehr dumm also. Und so kam es also, dass ich diverse Ausflüge nicht mitmachte und häkelnd im Haus blieb. Bei schönem Wetter war das überhaupt kein Problem. Dann lag ich im Garten auf eiener sehr bequemen Wiese und genoss die wunderschöne Aussicht und Ruhe. War das Wetter schlecht, fand ich es gar nicht schön, alleine in einem relativ dunklen Haus zu sitzen. Egal wie, ich hatte ausreichend Muße zum Häkeln und dabei diverse Hörbücher zu hören.




So kommt es, dass ich nun Besitzerin einer gehäkelten Grannydecke bin, wie ich sie immer schon mal haben wollte. Die Wolle finde ich nicht so geeignet. Sie ist aus reiner Baumwolle, rech





Die Grannysquares habe ich nach der sehr verständlichen Anleitung von Nach Stich und Faden gehäkelt.

Diese Decke liegt nun im Winter dekorativ im alten Wäschekorb meiner Oma und wartet dort auf die wärmere Jahreszeit, in der sie mit der dicken Kuscheldecke tauschen und den Platz auf dem Sofa in meinem Nähzimmer einnehmen kann. Da sie somit ganz und gar nur für mich und gehäkelt ist, hat sie einen Platz bei RUMS und Häkeline verdient

Sonntag, 29. Januar 2017

Von Müttern und Töchtern.

Und wieder heißt es, sieben Dinge zu zeigen, für die man seine Hände gebraucht hat, egal ob nur für wenige Minuten oder mehrere Stunden. Gesammelt wird dies alles von Anita von Grinsestern.

Es ist schon so eine Sache mit mir: Wie ich ja bereits mehrfach geschrieben habe, habe ich drei Töchter, wobei die erste bei ihrem Freund wohnt. Nun bin ich eine - ich muss es leider zugeben -  doch recht ängstliche Mutter. Früher, als meine Älteste noch zuhause wohnte, konnte ich nachts erst schlafen, wenn sie wieder zuhause war. Das ist nicht schön. Wer selber Kinder in einem gewissen Alter hat, weiß, wie lange man dann durchaus mal wach bleiben kann. Man kann Sonnenaufgänge bewundern, dem Erwachen der Vögel zuhören und vieles mehr. Seit sie nicht mehr zuhause wohnt, ist das alles kein Problem. Ich schaue einfach irgendwann morgens nach, wann sie das letzte Mal online war (sie weiß, dass ich das tue, es ist also nur leicht paranoid, aber kein stalken), und bin beruhigt. Entweder sie war an dem Tag schon online oder zuletzt so spät online, dass ich nicht erwarte, vor dem Nachmittag von ihr zu hören. Was aber mache ich bitteschön mit der Info "zuletzt online gestern um 19.29"? Tausende von Fragen tun sich mir auf. Warum war sie später nicht mehr online? Ist etwas passiert? Hat sie ihr Handy verloren? Ist sie verletzt und kann nicht mehr online gehen? Ist sie verletzt UND hat ihr Handy verloren?
Und somit verbringe ich meinen Morgen nicht etwa entspannt mit einem Buch im Bett, genüsslich den ersten Kaffee trinkend, nein, ich verbringe ihn mit meinem Handy in der Hand, den Kaffee achtlos in mich hineinschüttend und mir Sorgen machend. Verrückt, ich weiß...





Um meine überschüssige Energie loszuwerden, gönnte ich mir den Luxus, mich bereits um 8.00 Uhr an die Nähmaschine zu setzten und die ersten Nähte meiner Bluse für den Sew Along zu nähen. Warum mich das nur so mittel-zufrieden gemacht hat, ist hier nachzulesen.





Schließlich schnitt ich Quadrate für ein lang geplantes Projekt zu, für das die Stoffe bereits seit Juli hier liegen. Ich bin mir nicht so ganz sicher, was nach Fertigstellung mit der Patchworkdecke geschehen wird, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass jede Näherin in ihrem Nähleben einmal eine Patchworkdecke genäht haben muss. Mal sehen, ob ich das bereue. Das ganz akkurate Zuschneiden ist meine Sache nicht.





So früh angefangen mit meinem "Tagewerk" hatte ich zwischendrin auch Zeit, mit einem Becher Kaffee in der Hand ein wenig zu lesen. "Altweibersommer. Theodor Fontanes erster Fall" von Frank Goyke. Ich verehre Theodor Fontane sehr und finde es somit recht spaßig, ihn, rein fiktiv natürlich, einmal mit kriminalistischen Ambitionen kennenzulernen. Der Schreibstil des Buches passt perfekt in die Zeit Fontanes und liest sich aus diesem Grund für Liebhaber des literarischen Realismus schön. Ob das Buch jedermanns Sache ist, kann ich nicht beurteilen.





Kann mir jemand sagen, aus welchem Grund die Anwendungshinweise für eine Gesichtsmaske in mikroskopisch kleiner Schrift auf die Packung gedruckt werden? Um zu wissen, wie lange diese Maske einziehen muss, benötigte ich eine Lupe! Das nenne ich an der Zielgruppe vorbeidesignt. Denn die Menschen, die das noch ohne Brille lesen können, also Kinder, haben doch eine Gesichtsmaske gar nicht nötig. Entweder die Maske taugt nicht oder ich habe trotz Lupe falsch gelesen: Meine Haut spannt, als hätte ich ein vierstündiges Sonnenbad genommen.





Mittags fuhren meine mittlere Tochter und ich zu Ikea. Es ist immer wieder ungewohnt, etwas ohne meine jüngste Tochter zu unternehmen, doch die ist heute mit ihrem Vater unterwegs. Und so genieße ich es auch in vollen Zügen, einmal mit meinen beiden großen Töchtern alleine Zeit zu verbringen, so wie heute eben mit meiner mittleren Tochter, mit der ich so herrlich lachen kann. Es ist für mich immer wieder ein kleines "Wunder" zu erkennen, wie unterschiedlich meine drei Töchter sind, wie unterschiedlich dadurch das Zusammensein manchmal sein kann und wie sehr ich alle drei auf die gleiche Art und Weise liebe. 





Heute Abend, wenn meine Tochter und ich all' das ungesunde Zeug zu Abend gegessen haben, das wir immer gerne essen, wenn wir beide alleine sind, werde ich mich noch einmal an meine Decke wagen. Bislang sind mir die Grannys noch nicht so richtig geglückt, was daran liegen mag, dass ich eher stricke als häkel. Doch in diese Decke habe ich mich verliebt, als ich sie als Teaser bei Drops entdeckt hatte.





Ich wünsche allen einen schönen Sonntag Abend und einen schönen Wochenstart!!!