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Montag, 6. Februar 2017

Das erste Zeugnis...

braucht eine angemessene Verpackung!

Unsere jüngste Tochter geht seit dem vergangenen September zur Schule.

Ich habe nun drei Töchter und alle drei gehen sie zur Schule. Doch bei keinem anderen Kind haben wir uns im Vorfeld so viele Gedanken gemacht wie bei unserer Jüngsten.

Sie ist sehr sensibel und schüchtern, verbunden mit einer großen Angst, auf unbekanntem Terrain Fehler zu machen. Fremde Situationen, fremde Menschen machen ihr Angst. Typisch für sie war folgende Situation, als sie dreiJahre alt war: Ich bitte sie, etwas für mich in der Küche in den Mülleimer zu werfen. Sie läuft los und kommt nach wenigen Sekunden zurück. Auf meine Frage, warum sie denn nicht das  Papier weggeschmissen habe, flüstert sie mir ins Ohr: "Ich habe mich nicht getraut. Da waren Leute in der Küche". Die Leute, das waren ihr damals 16jähriger Bruder und sein Freund. EIN Freund, nicht eine ganze Horde Sechzehnjähriger...

Die ersten 2 Jahre im Kindergarten waren für sie sehr schwierig: zu viele Kinder, zu viel Lärm, zu anonym. Sie weinte bereits sonntags, wenn sie montags wieder in den Kindergarten musste, sodass ich sie, wann immer es möglich war, zuhause bleiben ließ.

Schließlich fanden wir, als sie fünf war, den optimalen Kindergarten mit liebevollen Erziehern, festen Bezugspersonen und wenigen Kindern. Ich weiß kaum, wer den Kindergarten mehr genossen hat: Unsere Tochter oder ich.

Aufgrund dieser Erfahrung machten wir uns natürlich Sorgen, ob unsere Tochter geeignet ist für dieses Schulsystem. 
Doch wir hatten riesengroßes Glück. Die Klassenlehrerin ist unglaublich freundlich und einfühlsam, motiviert die Kinder und bringt ihnen das für mich Wesentliche für die erste Klasse bei: dass Schule und Lernen Spaß machen können. 
Denn lesen, Addition und Subtraktion im Zehner- und Zwanzigerzahlenraum - das lernen alle Kinder, manche gleich im ersten Halbjahr, andere im zweiten und manche in der zweiten Klasse. Doch wann lernen die Kinder, dass Schule Spaß machen kann? Dass Lernen nicht gleich Druck bedeutet? Dass Fehler nicht nur nicht schlimm, sondern manchmal auch wichtig sind? Das ist meiner Meinung nach das, worauf es in der ersten Klasse ankommt, hier werden die Weichen für das weitere Schulleben gestellt. Und die Schule nimmt einen so großen Anteil im Alltag der Kinder ein - egal, ob 1, 10. oder 13. Klasse - da sollte Schule nicht Leid und Angst bedeuten.





Wie gesagt, wir haben großes Glück gehabt. Dass es auch hätte anders kommen können, zeigen mir Beispiele aus dem Freundeskreis.

Vorletzten Freitag gab es hier in Berlin Zeugnisse, nur nicht für die ersten und zweiten Klassen. Dennoch bat uns die Klassenlehrerin, den Kindern eine Zeugnismappe mitzuschicken, da sie jedem Kind eine inoffizielle Beurteilung mitgeben wollte.




Von der großen Heidiliebe unserer Tochter habe ich hier, hier und hier bereits geschrieben, und da ich noch Heidi Stoff von Stoffe-Hemmers übrig hatte, habe ich eine Zeugnismappe mit Heidistoff und Heidistickdatei (Stoff und Liebe) genäht. Da ich nur wenig Lust hatte, Volumenvlies zuzuschneiden und aufzunähen - ich hatte sehr wenig Zeit, da ich erst am Vorabend auf die Idee mit der Zeugnismappe kam - freute ich mich, als ich bei Rossmann einen Bügelbrettbezug fand, der farblich gefiel und natürlich gepolstert war. Nachdem ich mir im klaren war, wie die Zeugnismappe aussehen sollte, ging es sehr schnell und so konnte ich der stolzen Erstklässlerin die angemessene Mappe für ihr erstes Zeugnis mitgeben. 



Verlinkt bei: Lunajus Kiddikram und Made4Girls

Mittwoch, 15. Juni 2016

Nähen für den Schulanfang- Sew along #4

Fast geschafft

... so heißt das Motto des heutigen Treffens bei Lunajus Sew along "Nähen für den Schulanfang".

Und es stimmt, ich habe es wirklich fast geschafft. Vorgenommen hatte ich mir ja so Einiges, das Meiste ist (fast) geschafft und zwei neue Projekte ist noch hinzugekommen.

Womit also bin ich fertig, bzw. fast fertig?

1. mit der Schultüte, die ich bereits hier gezeigt habe
2. mit der Schreibtischunterlage, die ich hier bereits gezeigt habe
3. mit dem Kleid, das ich an gleicher Stelle "in der Fertigung" gezeigt habe. Hier fehlen wirklich nur noch Kleinigkeiten wie das Rüschenband als Ärmelabschluss (und ich habe es nun doch nicht gefüttert, obwohl ich inzwischen zwei unterschiedliche Stoffe dafür gekauft habe)




Diesen Kranz möchte das angehende Schulkind unbedingt zur Einschulung tragen. Mich freut es, denn diesen Kranz trug ich vor vielen Jahren zur Erstkommunion meines großen Bruders. I


4. mit drei Stiftehaltern oder sonstigen Utensilos, um ein "Zwischendurch-Erfolgsprojekt" zu haben


Upcycling, wie man vermutlich erkennen kann

5. mit einer Zählmaus nach diesem E-Book






Ich bin recht zufrieden mit mir. Denn bei uns in Berlin werden die Kinder erst am 10.09. eingeschult, sodass ich sehr früh mit den wichtigsten Projekten fertig bin.


Was ich noch nähen möchte, 

1. ist ein Regenschutz für den Ranzen (ich hoffe, ich finde dafür die Beschreibung in den unendlichen Weiten des Internets wieder). Der Stoff dafür ist gestern bereits gekommen, und ich finde, er sieht sehr süß zum Ranzen aus.

2. eine Jacke, die zu dem Kleid passt, wenn das Wetter nicht mehr dem Kleid angemessen ist. Oder umgekehrt.
Geplant ist der Aster Cardigan, den es von Näh-Connection auch in deutscher Übersetzung gibt. Leider konnte ich die Seite nicht aufrufen, aus diesem Grund der Link zum englischen Schnittmuster.
Zumindest die Jacke werde ich vielleicht nicht mehr bis zur Ziellinie des Sew alongs schaffen, ich bin jedoch sehr zuversichtlich, dass sie bis zum September fertiggestellt sein wird.

Ansonsten brauche ich ganz dringend ein Kleid für mich (jaja, ein ganzer Schrank voll mit Nichts-Anzuziehen), doch das gehört natürlich nicht so richtig zu einem Nähen für den Schulanfang-Sew along. Ebenso wenig wie das Kleid für die Taufe am Tag nach der Einschulung.

Ich bin mehr als gespannt, was die anderen Teilnehmerinnen genäht habe. Wer weiß, vielleicht bekomme ich noch weitere Ideen, für Dinge, die ich UNBEDINGT nähen muss.

Und zum Abschluss einmal ein Eindruck, wie es während des Nähens des Kleides aussah!


In Bilderbüchern bezeichnet man Derartiges wohl als Wimmelbild

Montag, 6. Juni 2016

Schiff ahoi

oder Grande Dame unterwegs


Nach einem schönen, ruhigen Wochenende fängt der Montag für mich nicht gerade angenehm an. Ich habe einige organisatorische Dinge zu erledigen, wie z.B. Unterlagen für den Hortantrag nachzuliefern, Geld zu überweisen und - als unangenehmste Erledigung - einen Gang zum Zahnarzt mit der jüngsten Tochter. 
Wie ich hier bereits schrieb, wachsen bei unserer Jüngsten die bleibenden Schneidezähne in der zweiten Reihe, da die Milchzähne partout nicht ausfallen wollen. Jetzt stehen die unteren bleibenden Schneidezähne schon recht schief, da sie vermutlich nicht ausreichend Platz haben. Aus welchem Grund sie die Milchzähne nicht einfach rausschieben, wie es sonst wohl üblich ist, weiß ich nicht. Nun wachsen auch schon die oberen bleibenden Schneidezähne nach, und so ist es jetzt an der Zeit, die Zahnärztin nachhelfen zu lassen. Vermutlich ist das auch alles gar nicht so schlimm, doch meine große Sorge ist, dass sich nach dieser zu erwartenden Behandlung gleich so eine Art "Zahnarzttrauma" entwickelt. Und wenn das jemand kennt, dann bin ich das - ich bin ein personifiziertes Zahnarzttrauma!

Umso schöner, dass ich heute auf dem Weg zum Kindergarten einen Grund hatte, mich zu freuen und zu lachen. Meine Tochter sah nämlich aus, als hätte sie sich als große Dame zurechtgemacht, die gerade auf dem Weg zu einer ausgedehnten Shoppingtour wäre.


Dame mit Buch


Sie trägt einen Jumpsuit aus der Oktober 3/16. Ich mag die Ottobre-Designs wirklich sehr, allerdings treibt mich sowohl das Abnehmen des Schnittmusters als auch die Nähanleitung oftmals an den Rande des Wahnsinns. So habe ich am Ende oftmals ein Kleidungsstück nach "Art Oktober" in den Händen, weil ich an irgendeinem Punkt immer die Anleitung zur Seite lege und auf eigene Faust weiternähe. In diesem Fall habe ich z.B. die Kordel in der Mitte selbst hinzugefügt, weil der Jumpsuit sonst wie ein Sack an dem Kind heruntergehangen hätte.

So traurig kann man aussehen, wenn einem die Requisiten, sprich Sonnenhut und Sonnenbrille weggenommen werden



Im Unterschied zu ihren großen Schwestern liebt meine Jüngste Kopfbedeckungen jeder Art. Sie wäre gut aufgehoben bei den großen Pferderennen in Ascot. Teilweise geht sie sogar mit ihrem Sonnenhut ins Bett, weil sie ihn gar nicht abnehmen mag.

Den Sonnenhut habe ich nach Schnabelinas Sonnenschein und dem Ergänzungsebook mit der Divakrempe genäht. Dafür, dass es mein erster Sonnenhut ist und ich bei der Einlage für die Krempe etwas schummeln musste, bin ich recht zufrieden. Das Ebook ist, wie alle anderen Ebooks von Schnabelina auch, sehr verständlich geschrieben.

Der Hut passt im übrigen perfekt zu dem Kleid, das ich kürzlich genäht habe, um ein Alternativschnittmuster für das Einschulungskleid zu haben. Beides zusammen getragen sieht sehr, sehr süß aus.





Ob ich nach dem heutigen Tag wohl noch mit diesen süßen Mäusezähnchen angestrahlt werden kann?


In den nächsten Tagen werde ich sicherlich noch weitere Sommerbekleidung nähen, um dem wunderbaren Wetter angemessen entgegentreten zu können. 
Hach, ich liebe den Sommer!!!

Verlinkt bei

Kiddykram
Meitlisache

Mittwoch, 1. Juni 2016

Nähen für den Schulanfang-Sew along # 3

Mittendrin


so heißt heute die Station beim von Lunaju initiierten Sew along "Nähen für den Schulanfang" 

Tja, mittendrin bin ich ... mittendrin im Chaos, im Verschneiden, in --- ach, überhaupt.

Wie ich ja hier bereits angekündigt habe, möchte ich zur Einschulung eine Elodie nähen. Die habe ich bereits vor zwei Jahren zur Konfirmation der größeren Schwester genäht und war absolut begeistert. Ich dachte, ich befände mich auf der sicheren Seite, schließlich hatte ich das Kleid bereits zufriedenstellend genäht und wusste nun, worauf ich achten muss. Beim Nachmessen des Oberkörpers meiner Tochter kam ich laut Schnittmustertabelle auf das recht eigentümliche Ergebnis, dass ich ein Kleid in Größe 98/104 nähen müsste. Na, vielen Dank, das Kind trägt eine 122! 
Also habe ich beherzt eine 122 ohne Nahtzugabe zugeschnitten, damit das Kleid nur in der Weite ein wenig enger ausfällt, dafür aber Länge und Taillenhöhe stimmen. 8 Nähte zu nähen ist mit der Overlock schnell getan, und als ich voller Vorfreude das fertige Unterkleid zum Vergleich an das Kleid von vor zwei Jahren (in Größe 110) anhielt, stellte ich voll Entsetzen fest, dass das heutige Kleid oben enger geworden ist, als das zwei Jahre alte. Himmel!!! Das kann niemals passen. 

Das Kind steht zur Anprobe im Moment nicht zur Verfügung, doch dass das nicht gehen wird, ist wohl klar. 
Ich habe daraufhin noch zwei weitere Bahnen zugeschnitten, die aufgrund des Stoffmangels (schließlich waren nur 8 Bahnen vorgesehen) etwas kürzer ausgefallen sind. Also, 4 cm kürzer - das ist nicht wirklich nur etwas kürzer... Außerdem vergrößert sich die untere Länge des Saums damit auf ca. 4,50 m.




 Da ich das Kleid insgesamt natürlich nun kürzen muss, ist eine Bordüre zur Verlängerung auf Ursprungslänge unbedingt nötig. Die bereits gekaufte Bordüre passt so, wie ich es mir vorgestellt habe, natürlich nicht, so dass ich eine neue werde kaufen müssen. Und das Oberteil passt selbstverständlich auch nicht mehr, so dass ich das noch einmal zuschneiden musste. Ob mir das alles am Ende gefallen wird, das bezweifele ich doch sehr.

Ich überlege schon, auf Plan B zurückzugreifen. Ich habe nämlich vor einigen Tagen ein sehr süßes Kleid aus der Oktober 3/16 genäht - gelingsicher und mit entsprechendem Stoff durchaus feierlich genug für eine Einschulung. Vielleicht gibt es jetzt einfach das. Damit stehe ich natürlich wieder am Anfang und bin seeehr weit weg von "mittendrin"


Der Sitz des Kleides sieht ein wenig eigentümlich aus, weil meine Tochter gerade mitten im Sprung ist. Eigentlich sitzt es sehr gut. Ehrlich!







Doch etwas Fertiggestelltes kann ich dennoch vorweisen, nämlich die Schreibtischunterlage nach dem Freebook von Farbenmix







Da ich die Unterlage in A3+ genäht habe, erschien mir das Einsteckfach für den Stundenplan als zu groß. So habe ich auf die Seite einfach eine kleineres Fach für kleine Bilder/Fotos o.ä. genäht.


Ansonsten kann ich nur hoffen, dass das Nähschicksal mir ab jetzt ein wenig hold ist. Heute Abend, wenn die Tochter da ist, werde ich eine Anprobe machen und dann entscheiden, wie es weitergehen wird. Doch jetzt muss ich mich erst einmal wieder dem Paralleluniversum, sprich dem schnöden Alltag widmen.

Zur Belohnung meiner Bemühungen, die noch vor mir liegen, freue ich mich schon darauf, heute Abend zu schauen, wie weit alle anderen Mitstreiterinnen sein werden.

Mittwoch, 18. Mai 2016

Schulanfang Sew along

Erste Etappe


Heute treffen wir uns bei Kristina von Lunajuzur ersten Etappe des Nähen-für-den-Schulanfang-Sew alongs. (Sagte ich schon, dass es mein erster Sew along ist? Hach, ich bin ganz aufgeregt und möchte unbedingt alles richtig machen!)

Heute steht folgendes auf dem Programm:

Ich habe angefangen!
Heute zeige ich einen ersten Zwischenstand von meinem Projekt.
Ist der Stoff schon da?
Bin ich bei meiner Idee geblieben oder ist noch etwas dazu gekommen bw. habe ich nochmal alles umgeworfen?
Komme ich klar oder brauche ich vielleicht etwas Hilfe?



Da es mir am einfachsten erscheint, habe ich (gestern) mit der Schultüte angefangen. Den Stoff hatte ich ja bereits seit geraumer Zeit, wie ich beim ersten "Treffen" bereits geschrieben habe. Zum Glück habe ich direkt nach dem Waschen der Stoffe die jeweiligen Kombinationen für Schultüte und Kleid zu einem Päckchen gelegt und eine Schnur darum gewickelt, da ich in Sorge war, die Stoffe untereinander zu vertauschen. Das wäre schon blöd gewesen, denn für eine Elodie (Schnittmuster Farbenmix) benötigt man eben doch wesentlich mehr Stoff als für eine Schultüte.
Lustigerweise schrieb mich gestern eine Freundin an, ob ich zufällig noch wüsste, wo sie auf der Schultüte ihrer Tochter die Applikation hinmachen wollte. Zum Glück meinte ich mich erinnern zu können und zum weiteren Glück weiß ich auch noch, wohin meine Applikation kommen soll.

Das Thema "Applikation" war gar nicht mal so einfach. Ich wollte einen schönen Schmetterling haben, der zwar nicht zwingend zu den Lieblingstieren meiner Tochter gehört, der jedoch auf ihrem Ranzen zu finden ist.

Als erstes fand ich diesen ITH-Schmetterling. Den möchte ich, wenn die Schultüte gefüllt ist, an dem Verschlussband der Schultüte befestigen.
Auf die Schultüte habe ich schließlich die Flutter-Datei von Huups und den Namen des zukünftigen I-Dötzchens genäht (Stickdatei von hier).


Stickerei am frühen Morgen


Ein wenig Sorge hatte ich, dass ich die notwendigen Rundungen der Spitze nicht hinbekommen würde, zum Glück hat es dank tatkräftiger Unterstützung gepasst. 


Auf Geschenkpapier das "Schnittmuster" gezeichnet



Die "Anprobe" hat gezeigt, dass ich genug Nahtzugabe gegeben habe und sich die Nähte da treffen, wo sie sich treffen sollen. Sehr schön!

Nun oben noch den Tüll annähen und fertig ist meine erste genähte Schultüte! Nur der 3D-Schmetterling fehlt noch. Für ihn werde ich am Samstag auf dem Stoffband noch ein Band suchen.



Wo kommen diese komischen Farben her?




Bessere Fotos kann ich leider nicht anbieten. Irgendwie bekomme ich die ganze Schultüte nicht so richtig aufs Bild, bzw. habe Gegenlicht usw. Ich werde hoffentlich ein Bild der ganzen Schultüte nachreichen können.

Geht es euch auch immer so? Da sitze ich Stunde um Stunde an einem Projekt, finde es während des Nähend auch schön - doch kaum ist es fertig, sinkt meine Zufriedenheit - das Teil gefällt mir nicht mehr so gut wie während des Herstellungsprozesses. Aus welchem Grund ist das nur so? Mich nervt das!!!

Für meine großen Töchter hatte ich seiner Zeit ebenfalls Schultüten gebastelt, allerdings aus Moosgummi und Pappe, da ich vor 12 bzw. vor 9 Jahren mit Nähen noch so gar nichts im Sinn hatte. Meine Mittlere weigert sich beharrlich, ihre Schultüte zu entsorgen. So hängt sie noch immer in ihrem Zimmer, was ich wohl als Kompliment verbuchen kann. 
Mal sehen, ob man unter der dicken Staubschicht noch etwas erkennen kann.


Schultüte meiner mittleren Tochter von 2007


Liebe Kristina, ich danke dir sehr für deine Mühe, denn ich weiß ganz sicher: Ohne den "Termindruck" hätte ich noch lange nicht angefangen. Und so bin ich der Umsetzung meiner Nähprojekte zur Einschulung wieder ein ganzes Stück näher gekommen.


Mittwoch, 4. Mai 2016

Aufregender Schulanfang

Jetzt mache ich zum ersten Mal bei einem Sew along mit und stolpere quasi hinein. Ich mache nämlich mit bei LunaJus Linkparty "Nähen für den Schulanfang". 


Folgenden Eckdaten, die ich aus JunaJus Blog kopiert habe (ich hoffe, dass ist in Ordnung) werden jetzt meine Nähzukunft beeinflussen:


 27.April-.4.Mai  Anmeldung durch verlinken hier im Blog von JunaJu

4. Mai 
Startschuss: Brainstorming ;)
Was will ich nähen? Habe ich schon eine konkrete Idee oder muss ich erstmal  in Ruhe überlegen.
Welchen Stoff nehme ich? Was muss ich noch besorgen?

18. Mai: Ich habe angefangen!
 Heute zeige ich einen ersten Zwischenstand von meinem Projekt.
Ist der Stoff schon da?
Bin ich bei meiner Idee geblieben oder ist noch etwas dazu gekommen bw. habe ich nochmal alles umgeworfen?
Komme ich klar oder brauche ich vielleicht etwas Hilfe?

1. Juni: Mittendrin- es wird!
Ich bin schon mitten drin in meinem Projekt und so langsam sieht man wie es fertig aussehen könnte.

15. Juni: Fast geschafft-
Ich bin schon fast fertig, es fehlt nur noch der letzte Feinschliff oder eine Kleinigkeit.

29. Juni: Finale- Juchhuuu ich bin fertig! 
Heute zeige ich die tollen (Trage)Fotos von unserem glücklichen Schulkind bzw. wenn es noch eine Überraschung sein soll nur von dem Projekt.
Edit: Wer zufällig gerade am Finaltag im Urlaub ist kann es noch vier Wochen länger verlinken, ich lass das Verlinkungstool noch länger offen 
Sew Along Schulanfang 2016- ich bin dabei!





Was also möchte ich nähen?
Ach, da gibt es so viele Dinge, die anstehen.

Zuallererst natürlich das Einschulungskleid. Der Schnitt soll eine Elodie sein, den Stoff habe ich bereits Anfang April auf dem Stoffmarkt gekauft. Blaue Streublümchen auf weißem Hintergrund und als Kombistoff blauer Vichykaro. Als Unterkleid habe ich einen sehr weich fallenden Baumwollstoff in hellrosa gewählt. Damit bin ich jedoch noch nicht zu 100% zufrieden, ich schätze, ich werde mich noch einmal nach weißem Musselin o.ä. umschauen.

Stoff für das Kleid


Dann kommt natürlich die Schultüte dran. Die soll aus blau-weißem Punktestoff genäht werden, die Spitze bildet ein blauer Stoff mit Schmetterlingen (um einen Zusammenhang zum Ranzen herzustellen, der zwar keinen Fitzel blau in sich hat, dafür einen großen Schmetterling zeigt). Auch diesen Stoff habe ich bereits auf dem Stoffmarkt gekauft. Außerdem habe ich bereits einen Papprohling auseinandergenommen, um daraus - aus Geschenkpapier - ein Schnittmuster für den Stoff herzustellen. Wie inzwischen wohl fast überall üblich, möchte ich die Schultüte so nähen, dass sie nach der Einschulung zu einem Kissen umfunktioniert werden kann. Aus diesem Grund bin ich auch noch nicht ganz sicher, ob ich die Schultüte  wirklich ganz klassisch mit Tüll verschließen werde (den ich ebenfalls schon habe), oder ob ich weicheren Baumwollstoff nehmen werde.


Stoff für die Schultüte





Und die Stoffe für Kleid und Schultüte zusammen.
Dann möchte ich noch eine Schreibtischunterlage nach einem Freebook von Farbenmix und Hefthüllen nähen. Diese beiden Projekte werde ich jedoch auf jeden Fall hintenan stellen und habe das Material noch nicht. 

Außerdem wird das Wochenende der Einschulung - die hier in Berlin übrigens erst am 10.09.16 sein wird - ein Feier-Marathon-Wochenende werden, da unsere Kleine am Tag nach der Einschulung, also am 11.09. noch getauft werden wird und ich auch für diesen Anlass noch ein Kleid nähen muss möchte.

Soweit also mein vielleicht etwas motivierter Plan. Zum Glück sind die Einladungen mit einer gestickten Schultüte bereits von mir verschickt worden, so dass ich diese von meiner Liste schon streichen kann. Ärgerlicherweise habe ich vergessen, Fotos von den Einladungskarten zu machen, da ich sie wirklich sehr hübsch finde. Und - juchhuu - die Erzieherin und der Erzieher der jetzigen Einrichtung und die Erzieherin der ersten Einrichtung, die meinem Kind in der damals für sie so unglücklichen Kitazeit (es war einfach für unsere sehr ängstliche und zurückhaltende Tochter die falsche Kita) eine große Stütze war, haben sogar bereits zugesagt. Darüber freue ich mich sehr.

Ich hoffe sehr, dass ich diesen doch für mich recht straffen Zeitplan einhalten kann. Das wird mir umso schwerer fallen, da unser Einschulungstermin ja noch in ferner Zukunft liegt - immerhin haben bei uns am Ende des Sew alongs die Sommerferien noch nicht einmal begonnen.

Auch ein Schreibtisch muss noch besorgt und das Zimmer dementsprechend umorganisiert werden. Zwar hat das Kind ein sehr großes Zimmer, da sie jedoch viel mit Puppen spielt, die alle ihr eigenes Bett, mehrere Puppenschränke und eine Küche haben, ist das Zimmer doch auch recht voll. Aber irgendwie werden wir auch das hinbekommen.

Ich freu mich drauf!