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Montag, 29. Juni 2015

Noch mehr Glücksmomente


Meine Woche begann recht unspektakulär. Nach einem Wochenende wieder früh aufstehen und Frühstücksbrote für Schulkinder vorbereiten zu müssen, zählt für mich nicht unbedingt zu den großen Highlights. 

Darüber habe ich mich hinweg getröstet, indem ich mir nach langer Zeit mal wieder ein paar Blumen gekauft habe, nämlich Pfingstrosen zusammen mit einem Bund Getreide. Ich finde, in dieser Vase wirkt die Zusammenstellung auf unserem rustikalen Holztisch besonders schön. Ich mag diesen Landhausstil. 



Immer, wenn ich in die Küche komme, fällt jetzt mein Blick auf diesen Strauß, und ich freue mich. (Außer ich sehe die Katze, die mit größter Freude das Getreide abgrast, um es mir hinterher unter den Wohnzimmertisch zu spucken. Na klar, macht auch mehr Spaß, denn in der Küche liegt kein Teppich, haha) 



Da ist der Übeltäter



Im Wohnzimmer halten sich noch die Rosen aus dem Supermarkt. Immer wieder finde ich es schön, wie sehr Blumen meine Stimmung beeinflussen können.




Am Mittwoch hatte ich einen definitiv großen Glücksmoment, als ich meinen DaWanda-Shop "eröffnete". Wie ich hier bereits schrieb, hat mich das sehr große Überwindung gekostet, darüber hinaus habe ich auch wirklich den Aufwand unterschätzt.




Am Donnerstag habe ich mit meinem Nesthäkchen einen Käsekuchen gebacken. Wenn ich meiner Tochter so zusehe, wie sie eifrig und voller Ernst in der Küche steht und mir "hilft", macht mich das sehr glücklich.





In solchen Momenten nehme ich mir stets vor, die Zeit noch bewusster zu erleben und noch mehr zu genießen. Denn meine beiden großen Töchter staune ich an und frage mich, wie das alles so schnell gehen konnte mit dem Großwerden. Wenn meine Jüngste Rolf Zuckowskis "Ich schaff das schon" hört, kommt es mir vor, als wäre es erst gestern gewesen, dass ich diese MC meiner Ältesten auf dem Flohmarkt gekauft habe. Dabei sind  schon 15 Jahre vergangen, dass sie in der Phase "kann ich alleine, will ich alleine" war und ich beinahe tagtäglich dieses Lied hörte oder selber mit ihr zusammen gesungen habe.




Hach, bin ich dann immer gerührt. Und glücklich, so tolle Kinder zu haben.


Wenn es darum geht, dass die Kuchenschüssel ausgekratzt werden kann, dann sind auch die Großen wieder klein - so wie hier die Mittlere meiner drei Mädchen.

Ich wohne inzwischen seit 15 Jahren in Berlin und fühle mich noch immer nicht als Berlinerin. Woran das liegt? Keine Ahnung. Ich habe in fast allen Städten weniger lange gewohnt, mich aber dennoch zugehöriger gefühlt als in Berlin. Kurz: Berlin und ich passen nicht. Eine Sache (na gut, vielleicht gibt es noch zwei, drei andere Dinge) gibt es, die ich an Berlin liebe. Und das ist der samstägliche Stoffmarkt am Maybachufer und seit ein paar Wochen der so genannte "Türkenmarkt" an gleicher Stelle. Dort gibt es Stoffschätze zu Preisen, die einem das Leuchten in die Augen bringen und zumindest bei mir die Gier wecken. Die Atmosphäre ist unbeschreiblich. Ich fahre ca. 30 Minuten mit dem Auto und fühle mich wie eine Besucherin in einem fremden Land. Hier spielen Musiker, dort werden in großer Lautstärke Mangos (eine Kiste für 2 Euro - Wahnsinn. Leider mag ich keine Mangos) angeboten, einen guten Platz an den begehrteren Stoffständen muss man sich erkämpfen. Da hilft es, wenn man als Drängelhilfe bereits einige schwere Stofftüten mit sich schleppt. Zum Glück erlebe ich alle Besucher gut gelaunt. Offensichtlich ist das kein Ort für schlechte Laune.


Und das Glücksgefühl hält zuhause noch einige Zeit vor, wenn ich nämlich meine erbeuteten Schätze auspacke, wasche und dabei überlege, was ich damit anfangen werde. 




Heute ist meine Ausbeute besonders bemerkenswert, denn ich habe nur Stoffe für mich gekauft. Nur ein einziger Meter ist für meine Tochter. (Ich meine den Jeansstoff, zweiter von oben. Den brauchte ich wirklich u-n-b-e-d-i-n-g-t. Sie verstehen schon...)  Ich glaube, das gab es noch nie. 



Am Samstag musste ich leider arbeiten, was jetzt bei dem Wetter vielleicht gar nicht die schlechteste Option war.
Am Abend hatte ich mit meiner Tochter eine sehr schöne Einladung beim Inder. Es war ein harmonischer und überaus lustiger Abend und hat mich sehr froh gemacht, da wir in dieser Konstellation (d.h. der "Einladende und ich") durchaus auch andere Erfahrungen gemacht haben. Ich befürchte zwar, dass meine Tochter sich das eine oder andere Mal etwas für die sich so kindisch benehmenden Erwachsenen an ihrer Seite geschämt hat, doch damit konnten wir gut leben. Außerdem ist das für Vierzehnjährige doch nahezu eine Pflicht, dass man sich das eine oder andere Mal für seine Eltern schämen muss, oder?

Der Sonntag verging mit Waschen, Kochen und anderer Hausarbeit - also so gar kein Sonntagsglück für meinen Geschmack. Den Abend allerdings ließ ich dann ruhig ausklingen, indem ich meiner Tochter ein Shirt/Kleid nähte, dessen Stickdatei mir immer wieder ein Lächeln auf das Gesicht zaubert, weil es mich an vergangenen Kindheitsurlaube erinnert und auf unseren Urlaub vorbereitet. Und so konnte ich am Ende der Woche sehr zufrieden ins Bett gehen.



Es tut gut, am Wochenanfang im Rückblick festzuhalten, wie viele schöne Momente die Vorwoche hatte, auch wenn sie - zumindest bei mir - gänzlich unspektakulär waren. Doch sie reichten aus, um mich immer wieder glücklich zu machen.

Noch mehr Glücksmomente finden Sie wie immer bei daily-pia.

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